Regeln Schufa, Gesetz, Bundesregierung, Deutschland, Kredit, Bonität, Kreditwürdigkeit, Auskunft, Verbraucher, Verbraucherschutz

Strengere Regeln für die Schufa – das soll sich für Verbraucher jetzt ändern

Beatrice Bode
Schufa Holding AG

Die Bundesregierung will die Bonitätseinschätzung von Auskunfteien stärker reglementieren. Eine Reform des Bundesdatenschutzgesetzes soll die Regeln für Unternehmen wie die Schufa dabei künftig verschärfen. Die Hintergründe.

Wenn die Schufa einen Score berechnet, ruft sie verschiedene personenbezogene Daten von Verbraucher:innen ab, darunter Kontodaten, Kreditkarteninformationen und die Adresse. Dieser automatisierte Prozess birgt für Menschen in Deutschland allerdings enormes Diskriminierungspotenzial.

Denn die Bewertung der Kreditwürdigkeit kann nicht nur negative Auswirkungen auf die Kreditvergabe, sondern beispielsweise auch bei der Wohnungssuche haben. Deshalb plant die Bundesregierung das Bundesdatenschutzgesetz entsprechend zu reformieren, um so die Rechte von Verbraucher:innen zu stärken.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Neue Regeln für die Schufa: Das ändert sich

Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat die Bundesregierung dazu bereits verabschiedet. Sie reagiert damit auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Dezember 2023. Darin hatte die Instanz bereits festgelegt, dass einige Praktiken der Schufa gegen das europäische Datenschutzrecht verstoßen.

Der aktuelle Gesetzesentwurf der Bundesregierung verschärft nun die Regeln für die Schufa. So dürfen sie und ähnliche Auskunfteien folgende Daten künftig nicht mehr nutzen, um die Bonität von Verbraucher:innen festzustellen:

  • besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Artikel 9 Absatz 1 DSGVO wie die ethnische Herkunft, biometrische Daten und Gesundheitsdaten
  • der Name der betroffenen Person oder personenbezogene Daten aus ihrer Nutzung sozialer Netzwerke
  • Informationen über Zahlungseingänge und -ausgänge von Bankkonten
  • Anschriftendaten
  • Daten, die minderjährige Person betreffen

Gegen Diskriminierung: Verbraucher sollen erfahren, wie ihr Score entsteht

Die Menschen in Deutschland sollen zudem künftig ohne Umwege erfahren können, welche Daten sich auf ihren Score-Wert auswirken und welche Aussage dieser konkret hat.

„Wir verhindern damit Diskriminierung von Verbrauchern aufgrund ihres Namens oder schlicht ihres Wohnortes“, erklärt Steffi Lemke, Bundesministerin für Verbraucherschutz. „Das wird in Zukunft unterbunden und es wird für die Verbraucher transparent, welche Praktiken diese Firmen eingesetzt haben.“ Bevor die geplante Gesetzesreform in Kraft tritt, muss sie aber noch Bundestag und Bundesrat passieren.

Auch interessant: 

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Mitarbeiter*in (m/w/d) IT-Systemadministratio...
Ruhr-Universität Bochum in Bochum
E-Commerce / Marketing Manager/in (m/w/d)
MESSOTRON GmbH & Co. KG in Seeheim-Jugenheim
Werkstudent/in Online Marketing (m/w/d)
retrofit GmbH in Nufringen
Digital Marketing Manager*in (w/m/d)
TÜV Rheinland Group in Köln
Marketing Manager (w/m/d) Schwerpunkt Online ...
Horváth in Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart
Kaufmännischer Mitarbeiter für den Bereich E-...
tetris Unternehmensberater GbR in Bielefeld
Werkstudent*in Teilnehmermanagement und Veran...
VDI Wissensforum GmbH in Düsseldorf
Teile diesen Artikel
Folgen:
Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.