Temu Werbung Deutschland

Temu-Werbung stoppen! Deutsche Websites schaden der Wirtschaft und unseren Kindern

Fabian Peters
unsplash.com/ Devin Pickell/ Temu/ Montage: BASIV thinking

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Temu ist in Deutschland äußerst beliebt. Denn die chinesische Billig-Plattform lockt mit schier unglaublich günstigen Preisen. Viele Produkte halten aber nicht, was sie versprechen. Schlimmer noch: Deutsche Websites schalten Temu-Werbung und schaden damit der hiesigen Wirtschaft und unseren Kindern. Ein Kommentar. 

Ob Klamotten, Küchenutensilien oder Kettensägenschärfer: Auf Temu findet man fast alles, was das Herz begehrt – und das zu schier unglaublich günstigen Preisen. Das Problem: Die meisten Produkte halten nicht nur nicht, was sie versprechen. Sie stellen sogar eine Gefahr für Kinder und ein Problem für die deutsche Wirtschaft dar.

Hört auf Temu-Werbung zu schalten!

„Temu Werbung blocken“, „Temu Werbung löschen“ oder „Temu Werbung nervt“: So lauten einige der Google-Vorschläge, wenn man in der Suche „Temu Werbung“ eingibt. Das liegt auch daran, dass die chinesische Billig-Plattform in Deutschland eine aggressive Werbekampagne fährt – und viele deutsche Websites machen als Werbepartner mit.

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Ob auf den Online-Plattformen von renommierten Sportmagazinen, in Nachrichtenmagazinen oder in bekannten Wetter-Apps: Temu-Werbung ist gefühlt allgegenwärtig. Doch selbst wenn viele genervt davon sind, hat jeder Vierte zwischen 16 und 65 Jahren laut einer aktuellen Umfrage in den vergangenen sechs Monaten bereits bei Temu bestellt (Stand: 1. Februar 2024).

Temu stellt eine Gefahr für Kinder und unsere Wirtschaft

Der Spielzeugverbands Toys Industries of Europe (TIE) hat kürzlich jedoch nachgewiesen, dass bei einer Stichprobe 95 Prozent der Spielwaren der chinesischen Billig-Plattform eine Gefahr für Kinder darstellten. Temu hat zwar beteuert, die Produkte aus dem Sortiment gestrichen zu haben – doch vor der Dunkelziffer anderer Produkte schaudert es mir.

Dem Unternehmen ist außerdem kein Trick zu billig, um in Europa Steuern zu sparen und Zollgebühren zu umgehen. Das schadet unserer Wirtschaft massiv – zumal Billig-Anbieter wie Temu und Shein mittlerweile sogar ein Problem für die internationale Luftfracht darstellen.

Denn wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, führen die riesigen Warenmengen, die aus China importiert werden, sogar zu Engpässen beim weltweiten Lufttransport. Über Umwege leiden darunter indirekt auch die Endverbraucher, da steigende Frachtkosten alle Unternehmen betreffen, die Waren importieren.

Wie deutsche Websites vor diesem Hintergrund auch noch Werbung für minderwertige, kindergefährdende und wirtschaftsschädigende Produkte von Temu schalten können, ist mir nicht nur schleierhaft. Nein, viel mehr noch: Wer diese Praktiken unterstützt, ist ein Stachel im Rücken der deutschen Wirtschaft und schadet unserer Gesellschaft.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Kommentar. Das ist eine journalistische Darstellungsform, die explizit die Meinung des Autors und nicht des gesamten Magazins widerspiegelt. Der Kommentar erhebt keinen Anspruch auf Sachlichkeit, sondern soll die Meinungsbildung anregen und ist als Meinungsbeitrag durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).