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Nach 20 Jahren Entwicklung: Forscher präsentieren größte Kamera der Welt

Felix Baumann
J. Ramseyer Orrell/SLAC National Accelerator Laboratory/Co

Forscher haben kürzlich die größte Kamera der Welt präsentiert. Das System wiegt 62 Tonnen und löst mit 3.200 Megapixeln auf. Für die Entwicklung benötigten sie 20 Jahre. 

Inzwischen ist das Aufnehmen von Fotos über Smartphones kinderleicht. Auch die puncto Bildqualität stehen die Geräte klassischen Kameras oft in nichts nach. Doch es gibt auch Einsatzbereiche, in denen eine es höhere Auflösung benötigt. Die Kartografierung des Himmels erfordert etwa deutlich größere Sensoren und Auflösungen.

Das SLAC National Accelerator Laboratory der Stanford University in Kalifornien schloss kürzlich eine im wahrsten Sinne des Wortes gigantische technologische Entwicklung ab. Es handelt sich um die weltweit größte Digitalkamera. Sie ist in der Lage, Bilder mit einer Auflösung von 3.200 Megapixeln aufzunehmen. Das ist notwendig, um die Kartografierung des Nachthimmels voranzutreiben.

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Größte Kamera der Welt kostet etwa 700 Millionen US-Dollar

Bevor die Kamera zum Einsatz kommt, ist ein Transport von Kalifornien zum Rubin Observatory in Chile notwendig. Anschließend muss noch die Installation erfolgen. Die Produktionskosten der Kamera liegen bei etwa 700 Millionen US-Dollar. Sie stellt einen Meilenstein in der astronomischen Forschung dar.

Die Legacy-Survey-of-Space-and-Time-Kamera (LSST-Kamera) ist mit einem Sensor ausgestattet, der aus 201 maßgeschneiderten CCD-Bildsensoren besteht. Die Brennebene hat einen Durchmesser von 64 Zentimetern. Ein wesentlicher Bestandteil der Kamera sind der groß dimensionierte Verschlussmechanismus sowie ein Mechanismus zum Wechseln der Filter zwischen dem Sensor und dem Objektiv.

System könnte Anzahl bekannter Systeme verzehnfachen

Diese Filter sind entscheidend für die Forschung. Denn sie ermöglichen es, dieselben Himmelsabschnitte in verschiedenen Wellenlängen zu fotografieren. Nur so werden unterschiedliche Materialien sichtbar. Die Kamera ist Teil eines Teleskopsystems, das mit einem 8,4 Meter großen Hauptspiegel und einem 3,4 Meter großen sekundären Spiegel ausgestattet ist. Zusammen erreichen Kamera und Teleskop ein Gewicht von rund 62 Tonnen.

Die Wissenschaft betont die Bedeutung der Kamera für die Erstellung der detailreichsten Karte des Nachthimmels, die es je gab. Zusätzlich erwarten Forscher, dass die Kamera Planeten erkennen kann, die für herkömmliche Teleskope nahezu unsichtbar sind. Die Anzahl der bekannten Objekte in der kosmischen Nachbarschaft der Erde könnte sich so verzehnfachen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.