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Maschinen als Kollegen: Toyota automatisiert seine Werke mit 400.000 Robotern

Maria Gramsch
Bild: Toyota

Toyota will seine Fabriken grundlegend verändern und setzt dafür auf Hunderttausende Roboter. Rund 400.000 Maschinen sollen künftig Seite an Seite mit menschlichen Beschäftigten arbeiten. Dafür sollen jährlich Investitionen in Höhe von 6,5 Milliarden US-Dollar fließen.

Industrielle Automatisierung ist in der Automobilindustrie schon lange kein Fremdwort mehr. Denn Roboter übernehmen in den Fabriken längst zahlreiche Aufgaben in Bereichen wie Karosseriebau, Lackierung und Montage.

Dabei vernetzen und steuern digitale Systeme zunehmend die Produktionsabläufe, was mit dem Fortschreiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz immer stärker vorangetrieben wird. Vor allem die Vernetzung von KI und Robotik macht es möglich, dass Maschinen flexibler eingesetzt werden und enger mit Menschen zusammenarbeiten können.

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Auf diese Vernetzung von Mensch und Maschine will künftig auch Toyota bei der Automobilproduktion setzen. Denn wie Nikkei Asia berichtet, plant der japanische Autobauer, künftig rund 400.000 Roboter in seinen Fabriken einzusetzen. Diese sollen künftig Seite an Seite mit menschlichen Beschäftigten arbeiten und die Produktion flexibler und effizienter gestalten.

Toyota will 400.000 Roboter in der Automobilproduktion einsetzen

Toyota ist gemessen am Fahrzeugabsatz der größte Automobilhersteller weltweit. Allein im Jahr 2025 verkaufte der japanische Konzern rund 11,32 Millionen Fahrzeuge weltweit, im Jahr zuvor waren es noch 10,82 Millionen gewesen.

Entsprechend groß ist die Bedeutung der Produktionsstrategie des Automobilkonzerns. Mit dem geplanten Einsatz von rund 400.000 Robotern setzt Toyota nun verstärkt auf Automatisierung und will seine Fertigung technologisch weiterentwickeln und dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenwirken.

Die Roboter will Toyota selbst entwickeln und später in den eigenen Fabriken sowie bei Zulieferern und Tochterfirmen einsetzen. Zum Einsatz kommen soll dabei vor allem der humanoide Roboter Eley, kurz für Embodied Learning Robot For Enhanced Yield.

Toyota setzt auf Roboter mit menschenähnlicher Statur

Der humanoide Roboter Eley soll laut Toyota mithilfe von KI menschliche Bewegungen nachahmen können und dadurch auch komplexe feinmotorische Fähigkeiten erlernen. Dabei ist auch seine Körperstruktur an den Menschen angelehnt.

Mit ähnlichen Gelenkabständen, Schulterblättern und ähnlich dicken Armen wie beim Menschen ist Eley darauf ausgelegt, menschliche Bewegungen imitieren zu können. Beine finden sich an dem Roboter allerdings nicht. Hier setzt Toyota auf eine rollende Plattform für mehr Stabilität.

Auch bei den Händen des Roboters gibt es Unterschiede. Denn hat der japanische Automobilkonzern nur zwei Finger vorgesehen, die ähnlich wie Greifer funktionieren sollen. Statt eines Gesichts erhält Eley ein Display.

Insgesamt will der Konzern für die Modernisierung seiner Produktionsstätten ab dem Jahr 2028 jährlich rund 6,5 Milliarden US-Dollar investieren. Damit sollen die humanoiden Roboter entwickelt sowie Fabriken entsprechend umgebaut werden.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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