Apple kauft Chomp, dürfte Goldgräberstimmung bei App-Suchmaschinen auslösen

Apple hat einen Weg gefunden, einen Teil seiner massiven Barreserven (ca. 100 Milliarden US-Dollar) für etwas Sinnvolles auszugeben: die App-Suchmaschine Chomp. Das las ich heute morgen auf Techslash.de. Chomp soll Apple beim geplanten AppStore-Umbau behilflich sein. Laut 9to5Mac arbeitet das Chomp-Team bereits bei Apple. Man darf nun also wild spekulieren, ob Chomp noch lange in der Form bestehen bleiben wird. Es wird Apple vornehmlich um die Technik und die Köpfe dahinter gegeangen sein und weniger um Chomp an sich.

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Der Preis, den der iPhone-Hersteller dafür laut Bloomberg wahrscheinlich gezahlt hat, dürfte bei App-Suchmaschinen eine Goldgräberstimmung auslösen: rund 50 Millionen US-Dollar. Und in der Tat ist Chomp noch lange nicht der einzige, der das App-Chaos lichten will. Mobilewalla sucht nach iOS- und Android-Apps. Quixey findet Apps für fast jede Plattform. Einen interessanten neuen Ansatz für die App-Suche bietet das Freiburger Startup App Meister.

App Meister findet die besten Apps in einer Kategorie aufgrund von Paarvergleichen, die Nutzer selbst angelegt haben. Danach lassen sich die besten Apps anhand der drei Kriterien Preis, Design und Funktionsumfang sortieren. So lässt sich etwa nach persönlichen Präferenzen der beste Aufgabenplaner (ToDo-List) finden.

Es geht auch ums Geld

Noch weitere App-Suchmaschinen gefällig? AppExplorer und AppMarket suchen in Google-Manier durch iOS-Apps, wirken aber schon veraltet. Yahoo bietet eine eigene App-Suche für iOS. AppGravity sucht dafür nach Android-Apps. UQuery verknüpft sich mit Facebook und schlägt Apps angeblich auf Basis dessen vor, worüber Freunde reden. Do@ durchsucht Apps nach Stichworten.

Die Problematik dürfte jedem klar sein: Es gibt über 500.000 iOS-Apps, mehr als 400.000 Android-Apps. Windows Phone marschiert stramm auf die 100.000 Apps zu, dazu gibt es noch abertausende Apps für Facebook, Blackberry, Bada… Dem steht eine erhöhte Nachfrage gegenüber: Allein in Deutschland haben die Smartphone-Nutzer im vergangenen Jahr fast 1 Milliarde mobile Apps heruntergeladen. Apple bereitet sich auf den 25-milliardsten App Download vor. Es geht darum, das Chaos zu lichten. Google und Microsoft dürften ähnliche Strategien für mehr Übersicht planen. Für die App-Anbieter wird es nach wie vor darum gehen, in den Suchergebnissen ganz oben zu stehen. Die Zeiten werden kommen, in denen sich die App-Anbieter das etwas kosten lassen.

(Jürgen Vielmeier)

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10 Kommentare

  1. Jürgen Vielmeier

    @Jan: Seufz, irgendwann – man darf die Hoffnung ja nie aufgeben – kriege ich hoffentlich auch mal die Sache mit meinem Lieblingsfehler in den Griff…

  2. Franz

    @Jürgen:
    bzgl. Präderenzen sind jedenfalls nicht die Dinger die man nach der Benutzung von Seife Hautausschlag bekommt. ;)

    Duden sagt dazu: Ist die unmanipulierte, äquivalente Entwicklung, raumgreifender futurologischer Tendenzen einer abstrakten oder substanziellen Materie, die aus diversen elementaren Substanzkomponenten selektiv symbolisch oder auch nur bolisch zusammengesetzt ist

  3. Vincent

    Ich glaub es würde sich lohnen irgendwelche Funktionen von iTunes, Apple bzw. Mac OS aufzugreifen, zu verbessern und für ein paar Mio an Apple zu verkaufen.. die wissen ja auch nicht was sie mit ihren 95+ Mrd machen sollen.. ;D

  4. Thomas

    Und ich hab mir jetzt einen abgegooglet, bevor ich gemerkt habe dass Präderenzen zu Präferenzern geändert wurden! Fies.

  5. Seowebdesigns

    App Suchmaschinen? Es war mir neu, dass es das gibt. Ich komme an meine Apps eigentlich immer nur über Empfehlungen, seien es nun indirekte (z.B. auf Facebook, Twitter, Webseiten) oder direkte. Natürlich gibt es über 500.000 Apps, aber wirklich sinnvoll sind nur ein Bruchteil davon. Genauso gibt es für jegliche Art (z.B. ToDo) gleich 100 verschiedene Apps gibt. Es gehört zwar nicht ganz zum Thema aber es wundert mich seit meinem Umstieg aufs iPhone das der AppStore so schrecklich geordnet ist. Es gibt nur Top 50 Anzeigen für alle Apps, aber nicht in bestimmten Kategorien. Ich meine mich zu erinnern, dass das bei Android anders und besser gelöst war.

  6. Ingo B.

    Wow… 25 Milliarden mal Krempel den der Mensch nicht braucht. Es gibt doch nur circa 7 Milliarden Menschen auf der Welt, das würde bedeuten das im Durchschnitt jeder Mensch mindestens 3 Apps besitzt und das nur anhand der Zahlen des Apple Stores…

    Wenn man bedenkt wieviele Milliarden Menschen gar keine appfähigen Mobiltelefone besitzen – Krank einfach nur krank -_O

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