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Holiday Inn Dresden und die NPD-Kundschaft

nur ne smarte Werbeaktion oder meint der Hoteldirex das wirklich so, wie das im öffentlich gemachten Schreiben steht? Siehe Stoibär: Mein Hoteltipp für Dresden

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

42 Kommentare

  • Durch die Weiterleitung an die Dresdner Presse ist es eine Werbeaktion. Da man sich auf den Holocaust bezieht, könnte man sagen: „Die schlachten auch tote Juden aus.“

  • werbeaktion oder nicht: auf jeden fall besser so als wenn sie die NPDler einfach kommentarlos bedienen würden.

  • Hmm… Herr Lohmeyer, der Direx, hatte mir das per Mail letzte oder vorletzte Woche schon geschickt. Das Holiday Inn ist ein sehr guter Kunde von uns. Ich finde die Aktion gut… aber in der Öffentlichkeit? Man sollte diesen Leuten von der NPD keinerlei Plattformen geben.

    Aber um Deine Frage zu beantworten: Das meint er mit Sicherheit so! Wer weiß, was da schon vorgefallen ist… Herr Lohmeyer ist politisch sehr engagiert – in der FDP.

  • Das zeugt schon von Courage. Gut, für manche hat es sicher ein wenig „Geschmäckle“ doch tun manchmal solche klaren Ansagen Not.
    Besonders unter dem Aspekt, dass wir Sachsen gelegentlich von manchen Medien fast unterstellt bekommen, wir wären alles verkappte Nazis….
    Andererseits habe ich als Unternehmer bei einer solchen „lauten“ Positionierung auch ein wenig Bauchschmerzen (nein nicht wegen der Truppe, sondern wegen des Gesammteindrucks).

  • In letzter Konsequenz eines solchen Verhaltens von Herrn Lohmeyer dürften wir den NPD- und PDS-Konsorten auch keinen Saft verkaufen, weil der sie widerstandsfähiger macht. Das schmeckt mir gar nicht, weil mich das doch sehr an das Verhalten anno 1933 und den Folgejahren erinnert. Boykott kann keine inhaltliche Auseinandersetzung mit Links- und Rechtradikalen ersetzen. Jetzt stehen die armen Kämpen um Herrn Apfel wie Märtyrer da, denen keiner Unterschlupf gewähren will. Hätten wir da doch lieber nicht soviel politischen Marketingwind gemacht.

  • Wir haben sowohl Mitarbeiter als auch Gäste dunkler Hautfarbe, denen man die Anwesenheit einer Person unmöglich zumuten kann, die sie öffentlich als „arrogante Wohlstandsneger“ diffarmiert. Wir haben der NPD schon dezenter abgesagt und es dieses Mal mit überwältigender Resonanz öffentlich getan. Man darf die Abwehr rassistischen Gedankenguts nicht den Linken überlassen, sondern sie sollte endlich auch aus der
    bürgerlichen Mitte und der Wirtschaft kommen. Ganz nebenbei schaden die braunen Truppen auch dem Wirtschaftsstandort Sachsen. Ein Vergleich mit 1933 hinkt gewaltig, da man die Mitglieder einer Religionsgemeinschaft wohl kaum mit verbohrten Rassisten vergleichen kann.

  • An den sehr widersprüchlichen Kommentaren kann jeder
    geschichtsinteressierte erkennen, nicht 1933 haben wir da
    erfahren , sondern knapp davor. Auch damals gab es couragierte
    Menschen, die der braunen Flut trotzten. Nur das Volk, tumb und
    unpolitisch, meinte, so schlimm kann´s ja nicht werden.
    Nun stellt sich ein aufrichtiger Deutscher hin und sagt (öffentlich!!)
    mit mir nicht.
    Wir sind schon wieder so weit, daß man ihn ob seines Mutes
    bewundern muss. Die Hinweise auf PR sind so hohl, daß ich mich
    an die Agitation der Nazis 1930-32 erinnere.
    Ich wünschte mir mehr Menschen wie Herrn Lohmeyer

  • Alle Achtung, Herr Lohmeyer, ich dachte zuerst, ich träume. Menschen, die sich nicht wegducken, Geschäftsleute, die eher auf Profit verzichten, als sich zu verbiegen? Das gibt Anlass zur Hoffnung – auf mehr. Zivilcourage ist machbar Frau oder Herr Nachbar.

    Rita H.

  • Wenn der Nebeneffekt der Zivilcourage des Herrn Lohmeyer eine gute PR für das Hotel sein sollte, wieso ist das ein Problem? Ist doch schön, wenn Zivilcourage auch belohnt wird. Er hat alle anderen Hotelgäste und sämtliche Mitarbeiter vor einer unerträglichen Zumutung bewahrt. Die Unterstellungen, dass es sich um eine PR-Aktion handele, sind böswillig.

  • Ich finde die Aktion zum einen gut, auch den offenen Brief, weil es eine Diskussion in Gang setzt, die sich mit Rechtsradikalismus und dem gesellschaftlichen Umgang mit selbem beschäftigt. Das gibt es noch zu selten, da solche Diskussionen leider zu oft bei einer Verbotsforderung enden.

    Zum anderen glaube ich dem Direktor, dass es keine Werbung sein sollte, sondern in erster Linie seiner Grundhaltung entspricht – so kam es zumindest in einem Radiointerview rüber, das ich gehört habe:
    http://beatritze.twoday.net/stories/4406647/

  • Dieser singuläre und häufig oberflächliche Umgang mit Rechtsextremen und Linken schmeckt mir schon lange nicht.

    Die Linken – soweit hatte ich deren Parteiprogramme verstanden – haben in Ihrer Geschichte noch nicht ein einziges Mal „Ja“ zum Rechtsextremismus gesagt und waren (belegbar) in Ihrem Kampf gegen Nazis, gegen Rechts und gegen Rechtsextremismus immer Opfer, weil dem Rest des politischen Spektrums immer die nötige Konsequenz in der Unterstützung des Kampfes gegen Rechtsextremismus fehlte.

    (Was soll das ständige „In-einen-Topf-Werfen“ von Rechten und Linken – da gibt es keine, aber nun auch wirklich keine Zusammenhänge. Dass beginnend bei Stalin Kommunisten es fertig gebracht haben, sich selbst zu pervertieren, ist dabei weder vergessen noch befürwortet.)

    Was ist noch nötig, um diesen braunen Sumpf auszutrocknen? Fehlen noch Beweise, dass die NPD eine menschenfeindliche Partei ist?
    Singuläre Aktionen, wie die eines Hoteldirektors, machen eine „Ätsch-Bätsch“-Politik.
    Im Namen der Demokratie:
    Diese Menschen, die den Holocoust leugnen, die in der Anzettelungen von Weltkriegen und der Nutzung von Übermensch-Ideologien nichts Menschenverachtendes finden, gehören politisch und lokal isoliert und zwar auf Lebenszeit.
    Das trifft für die jungen Leute zu, die in der Schule und in der gebildeten, aufgeklärten Gesellschaft nicht aufgepasst haben und sich statt dessen einem Weltbild angeschlossen haben, welches für die Welt fatal war.
    Das trifft aber viel mehr noch auf diejenigen zu, die nichts, aber auch nichts aus der Geschichte gelernt haben und statt dessen noch junge Leute in die Menschenverachtung verführen.

    Wir sind „zu edel“ im Umgang mit den Menschen, die außerhalb der Demokratie stehen.
    Für RAF-Häftlinge hat man ein Spezialgefängnis gebaut. Für diesen ganzen rechten, rechtsextremen Sumpf findet man keine adäquate Lösung?

    Und wer nicht unmittelbar zum Verbot und zum Wegschließen solcher Leute kommt, der vergisst die Geschichte und die Fähigkeit dieser Menschen, ganze Nationen fehlzuleiten.

    Im Namen der Demokratie in diesem Punkte radikal zu denken und zu handeln ist die einzige Möglichkeit, aus der Geschichte gelernt zu haben, die einzige…!

    Ich fordere, einen gesellschaftlichen zweifelsfreien Konsens anzustreben, in welchem Rechtsextremismus und Terror zu ächten möglich wird.
    Im Namen der Demokratie und der aufgeklärten Menschheit

  • Dies ist der Brief, den wir am 19. Oktober an das Hotel „Holiday Inn Dresden“ sandten:

    Dr. Martin KUOLT
    XX XXXXXXX XXXXXXXXXX
    F-69110 SAINTE-FOY-LES-LYON
    Frankreich

    Hotel „€œHoliday Inn Dresden“€?
    z. H. Herrn Johannes H. Lohmeyer
    Stauffenbergallee 25a

    D-01099 Dresden
    Allemagne

    Ihr Schreiben an die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag vom 18.10.2007

    Sehr geehrter Herr Lohmeyer,

    wie ich zufällig aus dem Internet erfahren habe, bitten Sie die beiden NPD-Landtagsabgeordneten Delle und Apfel, ihre für den 7. November in Ihrem Hotel getätigte Reservierung zu stornieren. Sofern dies vertraglich nicht möglich sein sollte, wollen Sie die diesbezüglich in ihrem Hause getätigten Umsätze an die Dresdner Synagoge weiterleiten. Ihre Begründung: die beiden Herren der NPD seien in Ihrem Hause nicht willkommen und Sie könnten deshalb auch Ihrem Personal nicht zumuten, sie zu bedienen, zumal deren Gesinnungsgenossen der NSDAP für den damaligen Schaden an der Dresdner Synagoge und an deren Besuchern verantwortlich sein sollen.

    Ich selber hatte mit mehreren Personen aus Frankreich beabsichtigt, im Frühjahr kommenden Jahres in Ihrem Hotel für mehrere Nächte abzusteigen. Davon werden wir aber nach Ihrem Schreiben ablassen und uns lieber ein anderes Hotel suchen, das mit der MACRANDER GmbH & Co. KG nicht in Verbindung steht. Des Weiteren werden wir auch Ihr Hotel nicht mehr weiterempfehlen. Unsere Begründung: Ihr Schreiben an die gewählten Vertreter einer zugelassenen und vom deutschen Staat mitfinanzierten Partei spricht jedweder demokratischen Kultur Hohn. Ein Geschäftsführer, der seine Gäste nach deren politischer Gesinnung sortiert, oder was er als solche zu erkennen glaubt, handelt nicht nur entgegen Artikel 3, Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes, sondern führt eine Geschäftspolitik der Intoleranz, die genau das umsetzt, was er zu bekämpfen vorgibt. Ein solches Geschäftsverhalten wäre anderswo, wie hier in Frankreich, unmöglich!

    Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse und an den Sitz der MACRANDER GmbH & Co. KG in Bocholt weiter.

    Mit freundlichem Gruß

    Dr. Martin KUOLT

    [Admin: den Kommentar lasse ich bewusst so stehen, auch wenn er wieder mal aus der äußerst rechten Ecke kommt und es mich langsam ankotzt, letzte Zeit häufiger für rechte PR missbraucht worden zu sein. Aber, wegschauen gilt nicht.]

  • Das ist kein Scherz. Dr. Koult ist ein Aktivist der Front Nationale, des Französischen Pendants der NPD. Diese und andere völlig hilflose Reaktionen aus dem braunen Lager zeigen, daß der Brief offenbar ein Volltreffer war. Als Nazi einem Unternehmen, das öffentlich bekannt gibt, nicht mit
    Nazis zusammenarbeiten zu wollen, mit Auftragsentzug zu drohen, ist schon eine lustige Retourkutsche.

  • @ 23

    Nun ja Herr Lohmeyer, wenn ich nicht den Mut gehabt hätte, Ihnen öffentlich zu widersprechen, hätten Sie keinesfalls gewusst, dass ich ein – um es mit Ihren herabwürdigenden Worten zu sagen – „Nazi“ bin. „Nazis“ sind in Ihren Augen sowieso all jene, die nicht in Ihre Denkschablonen passen. Von einem Menschen wie Ihnen, der sich selbst als „Demokrat“ bezeichnet, ist eine solche Argumentation schon ein Armutszeugnis. Im Übrigen gilt es anzumerken, dass Ihnen von Ihren farbigen Gästen oder Angestellten noch nie eine Klage über mich oder meine Freunde in Ihren Hotels zu Ohren gekommen ist. Aber nach Ihrem offenen Schreiben ist damit für uns die Frage nach einer eventuellen Übernachtung in Ihren Hotels sowieso erledigt. Und wie ich schon über Parteigrenzen hinweg erfahren habe, dürften wir nicht die letzten sein, die sich von Ihrem Hotel abwenden…

  • Ich bin überzeugt und hoffe sehr, dass das Holiday Inn in Dresden mehr denn je gebucht wird. Bei meiner nächsten Reise dorthin werde ich dort nächtigen.
    Auch wenngleich ich der Meinung bin, dass sich die NPD außerhalb unseres demokratischen Systems bewegt und hier andere Mittel angewandt werden müssen, so gebührt doch Herrn Lohmeyer mein äußerster Respekt und Hochachtung. Sie haben bewiesen, dass jeder im Kleinen etwas gegen die Braune Gesinnung tun kann, anstatt zu warten bis der Staat es richtet.

  • Hallo Herr Kuolt,

    oh man… Ich hoffe, Robert Basic merkt nach seinem Besuch in Berlin, das Sie seinen Blog zum veröffentlichen Ihrer völlig sinnfreien und blamablen Meinung bzgl. des Holiday Inn benutzen und schmeisst Ihr, freundlich ausgedrückt, Gequatsche direkt aus der Datenbank. Und ob sich Ihre gleich gesinnten Freunde von dem Hotel abwenden, wird Herrn Lohmeyer sicherlich kein Stück interessieren. Im Gegenteil, ich denke auf Ihre, mit Sicherheit beschränkten Bekannten, wird er gerne verzichten.

    Ich hoffe, noch mehr Hoteliers werden es Herrn Lohmeyer gleich tun und Sie als unerwünscht deklarieren. Und dann wünsche ich Ihnen eine angenehme Nachtruhe in einem netten Stundenhotel in der Nähe des Bahnhofs.

    @ Herr Lohmeyer

    Meinen allergrößten Respekt für so ein engagiertes Verhalten und ein großes Lob an ihre PR-Abteilung, welche die Situation zu nutzen wusste 😉

  • Schön zu sehen, wie man auch im benachbarten Ausland aus den Löchern kriecht und um sich beißt.
    Glückwunsch an Herrn Lohmeyer und Respekt für so viel Zivilcourage. Höchste Zeit, dass er reichlich ‚Nachahmer‘ findet. Wenn mich mein Weg wieder einmal nach Dresden führt weiß ich jedenfalls, wo ich in einer nazifreien Zone übernachten kann.

  • Endlich mal ganz neue Töne aus Sachsen.
    Endlich mal positive Presse, dann wird hier gemault und verrissen. Ich versteh die Welt nicht mehr. Der Pressebericht wirkt hoffentlich ansteckend und macht Schule. Ich finde die Veröffentlichung richtig.

    Eine Schande, solche Leute (NPD) auch noch mit Steuergeldern zu finanzieren.

    Meinen Respekt und Hochachtung an Herrn Lohmeyer! Ich hoffe dass er seine Geschäftspolitik der Intoleranz noch lange und erfolgreich weiter führt.
    Desweiteren werde ich ihr Hotel weiterempfehlen!

    Gruß aus Aachen

  • Wenn man dem Spiegel Glauben schenken darf, gibt es bereits positive Reaktionen: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,515077,00.html

    Ich persönlich finde Herrn Lohmeyers Reaktion beispielhaft. Selbst wenn es eine „Werbestrategie“ sein sollte, was ich wehement bezweifle, so ist es doch für eine gute Sache. Ich lebe selbst in Sachsen und schäme mich daür, dass die NPD hier im Landtag sitzen, ihre braunen, doppelmoraligen Ansichten an den Pöbel bringen darf und auch noch Gehör findet.
    Ich kriege Gewaltphantasien, wenn Leipzigs Innenstadt komplett abgeriegelt wird, damit die bestiefelten Anhänger des FC Lok zum Stadion marschieren dürfen. Dank RTL und Konsorten besteht Sachsen nur aus arbeitslosen Neonazis. Vielen Dank, Herr Lohmeyer, dass endlich auch mal Gegenteiliges in der Presse zu lesen ist.

    Die angestrebten Ziele der NPD sind keine Gesinnung, Religion, politische Einstellung oder sexuelle Vorliebe, sondern menschenfeindliches Gedankengut, dem man endlich Einhalt gebieten muss.

  • Also ich finde das sehr problematisch Herr Lohmeyer wenn sie als FDP Mitglied – als Mitglied einer Partei die sich auf Freiheit und liberal sein bezieht – eine solch undemokratische Aktion machen.

    Auch die Wahl der Mittel, sprich ein oeffentlicher Brief in sehr polemischem Ton laesst vermuten dass es eher darum ging auf der „gegen Rechts“ Welle zu reiten. Kostenlose Werbung mit minimalem Aufwand.

    Fuer diese mediale „Leistung“ zolle ich Ihnen Respekt. Berauschen Sie sich an Ihrem Erfolg – Intolleranz im Namen der Freiheit – weiter so 😉

  • @Rosa Luxemburg
    Sorry, aber was hat Nationalsozialismus mit Toleranz, Demokratie oder Freiheit zu tun??? Fragen Sie dazu mal einen KZ-Überlebenden oder einen Schwerbehinderten.

    Diese Aktion hat die öffentliche Diskussion zumindest angeregt, wie dieser Thread beweist, und schafft Nachahmer.

    Ich denke, Herr Lohmeier hat das nicht als FDP-Mitglied gemacht, sondern als Mensch, der zumindest minimale Grundkenntnisse in der deutschen Geschichte hat.

  • Also ich bin stolz drauf so einen Chef zu haben und viele meiner Kollegen finden das auch.
    Demokratie hin oder her, es kann einfach nicht angehen das eine solche „Drecks Partei“ in Deutschland erlaubt ist.
    Aus geschichtlichen Günden würde ich diese Partei von heut auf morgen verbieten.
    Ach und Herr Dr. Kuolt vielleicht steigen Sie besser im Gasthof“Germanen Krug“ ab.

  • Ich bin nun wirklich sehr weit von den Standpunkten der NPD entfernt, aber ich muß traurigerweise zugeben, dass Dr. Kuolt ziemlich viel recht hat. Die NPD ist leider keine verbotenen Partei. Die NPD-Leute sind folglich einfach nur Abgeordnete(!!!) eines Parlaments.

    Wenn wir meinen, aufgrund unsere demokratischen Grundordnung so tolerant zu sein, gilt das konsequenterweise auch der NPD gegenüber, bis sie verboten wird. Aber vorher ist sie nur eine Partei unter vielen. Mir scheint, dass viele Leute dieses noch nicht verstanden haben. Natürlich ist die NPD nicht tolerant, aber das heißt doch nicht, dass wir deren Methoden auf sie anwenden müssen.

    Man könnte es auch umdrehen: Einem Menschen ein Hotelzimmer wegen seiner Überzeugungen zu verweigern ist schon sehr nah daran, ein Hotelzimmer wegen der Hautfarbe zu verweigern. Was wäre passiert, wenn jemanden ein Zimmer wegen seiner kommunistischen Überzeugung verweigert wäre?

    Lasst uns die Jungs demokratisch gekämpfen, nicht durch Willkür!!!

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