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Markus Berger-de León: StudiVZ bekommt einen neuen Chef

Das Personalkarussell bei Holtzbrincks Internetportalen StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ dreht sich munter weiter. Nach dem Ausscheiden von Marcus Riecke aus der Geschäftsführung Ende Oktober letzten Jahres hatte Clemens Riedl vorübergehend die Zügel übernommen. Und schon bald geht das Stühlerücken in der Chefetage in die nächste Runde. Wie StudiVZ-Sprecher Dirk Hensen nun bestätigte, übernimmt zum 1. März 2009 der ehemalige Jamba!-Boss Markus Berger-de León das Ruder bei den reichweitenstarken Community-Seiten.

Markus Berger-de León ist in der Branche und vor allem beim Holtzbrinck-Konzern kein Unbekannter. Seit einem Jahr ist er Chef beim Dienstleistungs-Auktionshaus my-hammer.de. Zugleich ist er auch Vorstandsvorsitzender bei Abacho. An beiden Unternehmen ist der Holzbrinck-Konzern beteiligt.

Clemens Riedl wird sich künftig verstärkt um die Vermarktung von studiVZ bemühen. Das ist meiner Meinung nach auch dringend nötig. Vor allem, nachdem Facebook-Chef Zuckerberg gestern die neuen Zahlen für seine deutsche Community bekannt gab: ein Riesensprung von einer halben Million
auf zwei Millionen – innerhalb von rund zwölf Monaten. StudiVZ „streamlined“ sich, wie man so schön sagt: Vor ein paar Wochen wurde bereits das Auslandsgeschäft eingemottet. Auch wer-kennt-wen ist den Holzbrinck-Communties dicht auf den Fersen. Es bleibt also abzuwarten, ob der neue Boss die Erwartungen erfüllen kann.

(Michael Friedrichs)


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Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

16 Kommentare

  • Er hat die Züge übernommen? Is der jetzt auch noch Bahnchef… sicher kleiner Tippfehler;)

    Also wenn gute Zahlen bei Facebook dafür sorgen, daß man bei StudiVZ mal so langsam aus dem Quark kommt, dann: „Facebook, Facebook, Facebook!!!“ Konkurrenz belebt das Geschäft und wer diese Chance nicht nutzt, ist selbst schuld.

  • Studi ist ein Vorreiter der deutschen Social Communities mit einer sehr interessanten Geschichte, die man letztens in der NEON nachlesen konnte. Aber sie haben einfach zu viel falsch gemacht. Fehler, die die Konkurrenz nun gnadenlos ausnutzt. Selbst Schuld würde ich sagen.

  • Hauptsache der führt bei den VZs auch einen Werbemanager wie bei FB ein. Ich verstehe sowieso nicht, warum die meisten SCs da noch Agenturen zwischenschalten. Bei FB klappt die Direktvermarktung der Plätze doch auch (und ist dabei sogar von der demographischen Skalierbarkeit um Längen besser als AdWords von Google).

  • @5: StudiVZ überlässt die Vermarktung ja quasi bereits dem eigenen Haus: früher GWP und jetzt – nur umbenannt – iq media marketing („schiiick“ -> http://www.iqm.de/), wo Riedl nun Co-Geschäftsführer wird.

  • Berger ist jahrelang chef bei Jamba gewesen. Damit lässt sich u.U. auch erklären warum die Wahl auf ihn gefallen ist, wenn man bedenkt, dass studivz immer noch nicht rentabel arbeitet.

    Berger de leon hat wohl zumindest aus sicht von Holtzbrinck Erfahrungen damit, in dieser jungen Zielgruppe Geld zu verdienen. Fraglich nur, ob er mit den brachialen Methoden auch eine Community am leben halten kann.

  • @6: Es geht mir vielmehr darum, dass jeder User innerhalb von zwei Minuten eine Anzeigenkamapgne starten kann. Eben wie bei FB.

  • @8: Das stimmt, FB macht Werbern den Einstieg tatsächlich leicht. Allerdings sind aufgrund der weit verzweigten Beteiligungen von Holtzbrinck die Partner tatsächlich nur sehr schwer zu finden – der Gruppe gehört halt fast das halbe Netz. 🙂

    In der Vergangenheit hat Holtzbrinck schon Werbung von Konkurrenten vom Portal gekickt – wie die von verwandt.de (http://turi-2.blog.de/2007/08/23/neulich_bei_den_holtzbrincks~2854808/) Warum? Na, zu diesem Zeitpunkt war Holtzbrinck bei familyone.de eingestiegen. Werbepartner müssen demnach handverlesen werden. Bei den Beteiligungen stellt sich die Frage, wer auf VZ überhaupt noch werben darf – und wenn es nachher ein Fachbetrieb für Gärtnereibedarf wird, bleibt zu überlegen, ob das mit der Zielgruppe noch so hinhaut.

  • ‚[…]Clemens Riedl wird sich künftig verstärkt um die Vermarktung von studiVZ bemühen. Das ist meiner Meinung nach auch dringend nötig.[…]“
    Das glaube ich (leider) nicht. StudiVZ hat sich mittlerweile etabliert im deutschsprachigen Raum. Selbst in der wirklich mehr als schlechten Startphase, in der viele Luecken gefunden worden sind, hat es keinen interessiert wie dort mit persoenlichen Daten umgegangen worden ist. StudiVZ’s User sind wohl voellig taub, dem Grossteil scheint alles egal zu sein. Ich musste das selbst „hautnah“ mit ansehen, als ich zwei krasse Sicherheitsluecken bei StudiVZ gefunden hatte.
    Nur weil FB jetzt User jetzt einen Schub von Neuanmeldungen fuer den deutschsprachingen Raum verzeichnet, heisst das ja nicht automatisch, dass die Benutzer sich auf StudiVZ abmelden oder diese Plattform weniger nutzen. Obwohl der Markt ueberschwaemmt, ja man koennte glatt meinen gesaettigt ist, hat jeder ueberall einen Account. FB, Studi, Lokalisten, etc. pp.
    Das ganze StudiVZ System treibt mir immer noch Traenen in die Augen, wenn ich mich mal wieder frage, wie die so populaer werden konnten. Sie tarnen sich als „Studentenplattform“ – aber sind wir doch mal ehrlich: Welche Features auf StudiVZ haben denn wirklich einen konkreten Bezug zum Studium?
    Waehrend der Startup Zeit von StudiVZ habe ich irgendwo mal einen Bericht gelesen, von einem Web2.0 Experten. Er hat gesagt, dass nach StudiVZ der Markt komplett gesaettigt sein wuerde. Eine weitere solche Plattform wuerde keine Chance mehr darauf haben genauso stark einzuschlagen. Das glaube ich nicht. Mir fallen auf Anhieb 10 Features ein, um die man eine Plattform wie StudiVZ erweitern koennte. Diese Firma ist einfach kreativlos. Aber was sollen die sich jetzt auch noch bemuehen – Die haben jetzt ja alles was sie wollen. Eine Horde User, die sich einen Dreck um deren persoenliche Daten kuemmert.

  • Wen interessiert’s, ob facebook 2 Mio Mitglieder in Deutschland hat? Sagt das irgendwas aus? Friendster hat 90 Mio Mitglieder! Aber nutzt irgendwer Friendster? Ich kenne keinen. Und ich kenne auch keinen in Deutschland, der regelmäßig facebook nutzt.

  • Ich würde mich mehr um das Produkt als um die Vermarktung kümmern, kannte mal eine Zeit in der jeder StudiVZ verwendet hat … nur leider bleibt die Zeit nicht stehen und andere Netzwerke entwickeln sich weiter (facebook)

  • @martin

    das ist korrekt, deine graphik zeigt die von google ermittelten realen besucher an, soweit dies möglich ist natürlich.

    ich hab die suchtrends gezeigt, also wieviele menschen sch für facebook im vergleich zu studivz interessieren. ich denke das ist für einen trends aufsagekräftiger.

    klar hat studivz derzeit noch fünf mal soviele mitglieder, aber facebook hat wohl mehr zuwachs derzeit.

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