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Amazon führt Abwrackprämie für gebrauchte Videospiele ein

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In den USA gibt es bei Amazon seit gestern mit dem Trade-in-Service ein sehr interessantes Angebot für Gamer. Der Online-Händler kauft nämlich seit Neustem gebrauchte Videospiele (PC- und Konsolentitel) an. Statt Geld gibt es aber Einkaufsgutscheine für die Verkäufer. Die Vorgehensweise ist dabei denkbar einfach. Die alten Spiele (insofern sie in einem guten Zustand sind) werden kostenlos an Amazon geschickt. Vorher sollte man sich jedoch auf der Homepage informieren, wie viel es für das ausrangierte Spiel noch gibt. Kurze Zeit später bekommen die Verkäufer eine E-Mail mit dem Gutschein-Code, der dann mit dem nächsten Einkauf bei Amazon verrechnet werden kann.

Ob und wann es das Angebot auch in Deutschland geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Da sich der Trade-in-Service jedoch noch in der Beta-Phase befindet, dürfte es meiner Meinung nach noch eine Weile dauern. Zudem muss der Testzeitraum erfolgreich verlaufen. Nichtsdestotrotz ist die Aktion von Amazon in Zeiten von knappen Kassen (Wirtschaftskrise) sicherlich keine schlechte Idee.

Ebenfalls nicht bekannt ist, was der Online-Händler mit den angekauften Videogames machen will. Denkbar wäre demnach der Weiterverkauf über die Online-Plattform. Aber wäre dies sinnvoll, wenn nicht sogar kontraproduktiv? So bietet Amazon für das relativ neue Playstation 3-Spiel „Little Big Planet“ noch 29 US-Dollar, bei einem Neupreis von 42 Dollar. Gebraucht wird das Game für rund 34 Dollar angeboten. Lohnt sich doch für Amazon, oder?

Via: i4u News

(Michael Friedrichs)


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Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

23 Kommentare

  • ich finde es sehr gut, dass in krisenzeiten unternehmen ungewöhnliche wege probieren und nicht so wie die meisten unternehmen in angst erstarren und nach dem staat rufen.

  • notebooksbilliger hat eine ähnliche „Abwrackprämie“ im Programm. 25 Euro für das alte Notebook. Im Falle von Videospielen mag diese Form der Kundengenerierung noch ok sein, weil Kunde und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Bei der Abwrackprämie für Notebooks profitiert allerdings ausschließlich das Unternehmen, denn jedes Notebook, das nicht deutlich älter als 12 Jahre ist, geht noch locker für mehr als 25 Euro bei eBay weg. Unwissende Käufer machen in solchen Fällen also einen Verlust.

  • Bei einem mir bekannten polnischen Elektrohöker in Neukölln gab’s schon vor vielen Jahren ein anderes tolles Modell. Man gibt ein altes Spiel ab und kriegte für 10 Mark ein anderes (gebrauchtes) seiner Wahl. (Wenn ich mich recht erinnere, waren das Gameboy-Spiele.)

  • abwrackprämie gibs auch bei meinem frisör: bring deinen alten fön, bekommst 10 eur, wenn du dafür einen neuen fön kaufst…

    toll, wie sich das mit der abwrackprämie entwickelt.

    im mstore gibts abwrackprämie für alte rechner. bring deinen alten rechner vorbei und du kriegst 100 eur, wenn du dafür einen neuen mac kaufst…

    und vieles mehr…

  • „Die Idee hat was“… ich glaube, dass der Ankauf und Verkauf von gebrauichten Games definitv KEINE Erfindung von amazon.com ist/war, vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt.

    Davon abgesehen, sind solche Services mir persönlich ein „schnurz“. Einfach deshalb, weil ich hauptsächlich GB, NES, SNES und N64 Spiele/Zubehör sammle und zocke. Naja.

  • Ich kann die Wörter „Abwrackprämie“ und „Konjunkturpaket“ in Werbeaktionen schon jetzt nicht mehr hören. Und es wird sicher noch schlimmer.

    @ satyasingh
    Reicht’s notfalls auch, wenn ich deinem Friseur meine alten Haare bringe?

  • Also so überraschend finde ich das jetzt gar nicht. Ich gebe schon seit ein paar Monaten meine alten Spiele wieder bei trade-a-game.de in Zahlung. Die Idee dahinter hat viele Vorteile- auch ohne das böse Wort mit A… zu verwenden 😉

    Nur so zum Vergleich: in der letzten Woche habe ich Call of Duty: World at War (PS3) an trade-a-game.de verkauft und noch 30 Euro bekommen (auf mein Konto). Wenn ich das richtig verstanden habe würde Amazon mir $26 dafür geben – und das auch nur in Form eines Gutscheins.

    Bin ja mal gespannt, wann es bei Amazon Deutschland startet. Bis dahin bleib ich bei trade-a-game.de

  • Ich würde als Amazon die Spiele an regionale bzw lokale Gebraucht-Spiele-Verkäufer verkaufen. So kann man die Wertausgabe in Form von Gutscheinen kompensieren und durch die Neubstellungen gibt es einen Schwung auf Amazon und auch eventuelle Neukunden (wenn es noch jemanden geben sollte der noch nie auf Amazon bestellt hat). Rentiert sich bestimmt, sonst würden sie es nicht machen…

  • Ich finde die Idee super. Voir allem weil man so mal einen Grund hat die Spiele die einem dann doch nicht so gefallen los zu werden. Klar gibt es ebay und co, aber so optimal ist das auch nicht und gerade wenn es um FSK18 Titel gibt wäre das ganze ja mal richtig optimal. So vergammeln die Spiele halt im Schrank rum und verlieren die nächsten Jahre so viel an Wert bis sie gar nichts mehr Wert sind. Zum Wegwerfen zu schaden, zum Verkaufen bei den Preisen teilweise auch, wenn es denn überhaupt geht und mit Amazon Gutscheinen kann man gut leben, da es dort ja sowieso alles gibt.

    Von PC Spielen sehe ich da aber nichts. Hängt wohl damit zusammen das die im großen und ganzen Unverkäuflich sind, was so Dinge wie Kopierschutz der nur eine bestimmte Anzahl an Installationen zulässt, oder das ein Spiel schon einen Onlineaccount gebunden ist, den man dann in der Regel illegal mitverkaufen müsste.
    Aus diesem Grund bin ich auch auf Konsolen umgestiegen, wobei man da ja sowieso schon das doppelte zahlt, aber man kann die Teile dafür auch halbwegs ordentlich wieder verkaufen und wenn ein Spiel wirklich gut ist behält man es.
    Für Amazon ist das ganze doch auch optimal. Die machen so mit einem Spiel doppelten Gewinn. Erst mal verkaufen, dann wieder günstig zurück kaufen und dann wird das ganze sicher wieder mit etwas Aufschlag verkauft. Man könnte zwar meinen, das dieses ja zu lasten der „neuen“ Spiele geht, aber sonst wird es halt anderswo verkauft und so bleibt das Geld halt im Amazonkreislauf und sorgt schon für den nächsten Kauf.
    Hoffentlich startet das bald auch in Deutschland.

  • Abwrackprämie als Wort des Jahres 2009 – warum nicht? 517 Suchergebnisse bei yasni.de und 1.310.000 bei google.de .

    Gerade habe ich mich dabei erwischt, ob auch eine Abwrackprämie für Billig-Guarana möglich ist, wenn der Kunde BioGuarana kauft. Doch wohin mit dem sporenhaltigen Zeugs? Bisher kamen die Kunden von alleine zurück, weil ihnen speiübel wurde von dem Schrott.

    Lieber nicht, sonst habe ich ein echtes Entsorgungsproblem mit diesem Sondermüll. Ich kann das Pulver ja nicht einfach ins Watt streuen …

    Die Wattwürmer würden ausflippen!

    Hans Kolpak
    ohne Wrack
    mit Prämie

  • Amazon hat immer wieder gute und neue Ideen, wie man Kunden an sich binden kann! Ich nutze gern den Service von Amazon und bin noch nie enttäuscht worden!

  • Das ist echt mal eine gute Geschäftsidee.
    Für Leute, die schnell ihre alten Games loswerden wollen ist dass sicher perfekt. Aber wenn man es nicht so eilig hat und auch etwas Zeit investiert, dann denke ich, dass man bei ebay mehr Geld für die alten Spiele bekommen würde.

  • Ist ein schöner Marketing-Gag. Wenn Amazon einfach einen Preisnachlaß für neue Spiele gegeben hätte, dann würden die Medien wohl kaum darüber berichten. So erfahren sogar die Kunden in Deutschland wieder einmal von Amazon, obwohl sie diesen Service gar nicht nutzen können.

  • Warum klagt keiner bis zum BVerfG aufgrund der Ungleichbehandlung durch die Abwrackprämie? Denn bevorzugt werden nur umweltschädliche Autonutzer, Fahrradfahrer hingegen erhalten keinerlei Unterstützung. Wer jedoch kein Auto besitzt, sollte ebenfalls 2.500 Euro vom Staat erhalten, wenn er dafür ein Fahrrad kauft und eine altes verschrottet, damit kurbelt er auch kräftig die deutsche Wirtschaft an, doch diesmal die umweltfreundliche Fahrradindustrie. Das wäre m.E. auch einen eigenen Beitrag in der TAZ wert.

  • Ob es sich irgendwann herumgesprochen hat, wieviele Milliarden Euro durch die gigantische Umverteilungsbürokratie verschlungen werden? Steuervorteile und Subventionen sind volkswirtschaftlich grober Unfug!

    Statt vieler Erhebungsformen kann das Endziel eine einzige Steuer sein, was im Laufe von 30 Jahren machbar ist. Die Fachleute für diesen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel haben wir. Und das Steuervieh würde sofort zustimmen, weil es dann nämlich steuerfrei lebt.

    Wenn am Ende der Reform nur noch Umsatzsteuer gezahlt wird, sind die meisten der heutigen wirtschaftlichen Probleme in diesem unserem Lande gelöst. Nur wer Geld ausgibt, zahlt auch Steuern, sonst niemand. Eine solche Steuerreform ist mehrheitsfähig, weil ALLE davon profitieren, auch die, die heute „steuerfrei“ sind.

    Hans Kolpak
    einfacheSteuer.de

  • Amazon hat im Jahr 2009, retrospektiv natürlich leichter zu beurteilen, 28% mehr Umsatz und 40% mehr Gewinn gemacht, ohne die genauen Zahlen zu können dürfte das Wachstum über dem allgemeinen Marktwachstum gelegen haben. In punkto Kundenbindung ist Amazon in der Tat top.

  • Dieses „Geschäftsmodell“ wurde ja nun mittlerweile auch mehr als ausgeschlachte und einige Plattformen wurden als Start-Ups aus dem Boden gestampft, die auf den Rücken der Videospieler und anderen ehrlichen Kunden eine Menge Umsatz generieren… Erinnert mich an Seiten wie „Check24“, die alles anbieten, wass an Finanz und Versicherungsprodukten eine Menge Geld abwirft…

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