Wo zum Teufel steckt Carmen Sandiego schon wieder? – Ein Videospielklassiker kehrt zurück

Michael Friedrichs

Carmen SandiegoDie Lady ist eine berühmt berüchtigte Meisterdiebin. Sie gibt sich elegant, geheimnisvoll und äußerst clever. Vielleicht auch der Hauptgrund, warum Carmen Sandiego trotz ihres hohen virtuellen Alters (das erste Spiel mit ihr erschien 1985) gar nicht so leicht zu fassen ist. Doch jetzt geht die weltweite Suche nach der Frau mit den flinken Fingern in „Wo auf der Welt ist Carmen Sandiego? – Das Geheimnis am Ende der Welt“ in die nächste Runde. Allerdings nicht als PC-Spiel, sondern als Umsetzung für den Nintendo DS.

Obwohl das Spiel laut Empfehlung des Herstellers für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 15 Jahren geeignet sein soll, habe ich mir das Spiel quasi aus Nostalgiegründen einmal näher angeschaut. Schließlich gehörte ich vor 24 Jahren zu denjenigen Spielern, die schon einmal Jagd auf Carmen Sandiego und die von ihr geklauten Kunstschätze gemacht haben.

In den DS-Umsetzung schlüpft der Spieler wie gewohnt abwechselnd in die Rolle der beiden ACME-Detektive Julie und Adam, um die Lady und deren Diebesgut erneut rund um den Globus zu verfolgen. An unterschiedlichen Orten müssen die Fahnder via Point & Click Indizien sammeln, Zeugen befragen und Rätselaufgaben lösen. Ebenso wie die anderen Titel aus der Carmen Sandiego-Reihe wird auf diese Weise spielerisch Wissen über Geografie, Geschichte und Kunst vermittelt. Etwas Bildung kann ja eigentlich nicht schaden, oder? Zusätzlich steigt im Verlauf des Spiels der Schwierigkeitsgrad der Rätsel immer weiter an, so dass insbesondere jüngere Spieler die eine oder andere harte Nuss knacken müssen, um in der Story weiterzukommen.

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Mein Fazit: Ein alter Videospiel-Klassiker im frischen Nintendo DS-Gewand, der aber keinesfalls in die Jahre gekommen ist. Für ausreichend Rätselspaß zwischen den Point & Click-Orgien ist gesorgt. Auch an Wortwitz mangelt es der Carmen Sandiego-Umsetzung nicht. Und nicht nur für die Zielgruppe (Kinder zwischen sieben und 15 Jahren) dank einstellbarem Schwierigkeitsgrad eine gelungene Abwechslung.

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(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.