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Twitter von Schweinegrippe infiziert: Alarmstufe rot! Schweinefleischverbot!

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Während hierzulande noch immer #Zensursula die Gespräche der Twitter-Gemeinde bestimmt, haben in der Neuen Welt ansteckende Rüsseltiere die Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Nach dem Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko und den ersten hundert Toten wächst die Angst vor dem unsichtbaren Virus in dem Nachbarland USA. „Angst“ ist gar kein Ausdruck – „nackte Panik“ trifft es eher. Drei der aktuellen Twitter-Trendtopics handeln vom Virus, im Sekundentakt fliegen neue Nachrichten, Warnungen und Gerüchte durch das Netz. Und wie wir das von Amerikanern gewöhnt sind, gehen sie dabei nicht zimperlich vor. Beispiele:

#1: In the pandemic Spanish Flu of 1918-19, my Grandfather said bodies were piled like wood in our local town….SWINE FLU = DANGER

#2: I’m concerned about the swine flu outbreak in us and mexico could it be germ warfare?

#3: SIMPLE CURE FOR THE NEW BHS (BIRD/HUMAN/SWINE FLU) AS REPORTED ON TV LAST NIGHT IS THE DRUG TAMIFLU….ALREADY A PRESCRIPTION ON THE MARKET.

Nichts davon sollte man glauben, mahnt foreignpolicy.com: Horrornachrichten bekommen unzählige, unkontrollierte Retweets, die Stimmung wird weiter angeheizt, „Missinformation“ allenorten. In Situationen wie diesen entwickelt sich Twitter zu einem isolierten Web 2.0-Phänomen, das keine Stimme von außen zulässt, sondern sich auf das verlässt, was die Twitter-Sphäre hergibt. Die einzige Quelle, der dort noch vertrauen könne, sei derzeit der Account von Centers for Disease Control and Prevention. Leider gibt das CDC aber nur stündlich Updates über die Entwicklung der Schweinegrippe heraus. Und genau hier setzt auch die Kritik an:

But what about the rest of the US government or international institutions like WHO? In an ideal world, they would have established ownership of most online conversations from the very beginning, posting updates as often as they can. Instead, they are now faced with the prospect of thousands of really fearful citizens, all armed with their own mini-platforms to broadcast their fears – which may cost it dearly in the long term.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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