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Google-CEO Eric Schmidt: Verfechter eines analogen Alltags?

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Gestern Morgen an der University of Pennsylvania: Rund 6.000 Absolventen sind zusammengekommen, um ihren akademischen Abschluss zu feiern. Am Rednerpult steht Eric Schmidt, seines Zeichens Google-Chef (und der 146. reichste Mann der Welt). Doch was Schmidt von sich gibt, überrascht – mich zumindest: „Schaltet eure Computer aus. Eigentlich müsst ihr auch die Handys ausschalten, um alles Menschliche um uns herum erkennen zu können. Nichts schlägt das Gefühl, die Hand eures Enkels zu halten, während er seine ersten Schritte geht.“ Ein starkes Plädoyer für den Boss eines Unternehmens, das davon lebt, dass Millionen von Menschen täglich ihre Zeit im Netz verbringen. Die Associated Press nennt Schmidts Ratschlag gar ein Plädoyer für den „Abschied von der virtuellen Welt, um menschliche Verbindungen einzugehen“.

Dennoch konnte Schmidt es natürlich nicht unterdrücken, ein wenig Prophetie für die Online-Branche zu betreiben: In den kommenden zehn Jahren würde die Technologie so weit fortgeschritten sein, dass es möglich sei, Filmmaterial in einer Gesamtlänge von 85 Jahren auf einem iPod zu speichern. Die Absolventen sollten sich durch die Weltwirtschaftskrise nicht entmutigen lassen – immerhin seien solche Zeiten auch gute Zeiten für Innovationen: „Rice Krispies, Twinkies und Bierdosen sind mitten in der Großen Depression erfunden worden“, meinte Schmidt.

(André Vatter / Bild: Boomerang)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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