Facebook Kamera startet in Deutschland, bietet nur wenige Vorteile

Jürgen Vielmeier


Vor einigen Monaten bereits hat Facebook eine eigene Kamera-App angekündigt und in einigen Ländern gestartet. Seit heute ist sie auch in Deutschland verfügbar. Damals haben wir uns gefragt, warum – um alles in der Welt – das Social Network mehr als 1 Milliarde US-Dollar für die Foto-App Instagram zahlen wollte und dann eine eigene App vorstellt, die mehr oder weniger das gleiche kann. Über die Milliarde wundere ich mich immer noch, auch wenn der Preis dank Facebooks Aktienverfall auf 740 Millionen Dollar gefallen ist. Zumindest das Interesse aber kann ich mir seit heute erklären: Facebook Kamera reicht nicht an Instagram heran.

Die App kennt bereits meine Facebook-Daten und meldet sich automatisch an (geht in Ordnung). Mich begrüßt eine Übersicht der Bilder meiner Freunde, die im Vergleich zur Facebooks Haupt-App sehr schnell lädt (sehr gut). Die Bilder und Screenshots, die meine Freunde aufgenommen haben, werden aber kaum formatiert in ihrer ganzen Hässlichkeit gezeigt. Hier ist Instagram durch das vorgefertige Format schon von Haus aus deutlich eleganter.


Die Übersicht der eigenen Bilder erinnert an die Standarddarstellung der iPhone-Foto-App. Schön hier: Es lassen sich mehrere Fotos auswählen, die im Handumdrehen in einen einzigen Status-Update gestellt werden können. Das war bislang in der Standard-App ein Graus. Was mich allerdings wundert und wo viele Nutzer Facebooks Datensammelwut gleich per se kritisieren werden: Kamera besteht darauf, die Ortungsdienste zu aktivieren, um die Bilder mit Geo-Daten zu versehen. Ohne Ortungsdienste lassen sich keine eigenen Bilder aufnehmen. Die Forderung wäre in meinen Augen nicht notwendig gewesen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Die aus Instagram bekannten Filter aktiviert man schließlich über ein Zauberstab-Symbol nach der Aufnahme eines Bildes. Auch ein Zuschneiden der Fotos ist möglich. Nach der Bearbeitung hat man immer noch die Möglichkeit, vor einer Veröffentlichung abzusehen. Mir persönlich bringt die App keinen echten Vorteil. Wer viele Fotos auf Facebook hochlädt und gerne auch ganze Alben teilen will, für den kann Facebook Kamera aber eine echte Erleichterung darstellen. Macht übrigens nicht den gleichen Fehler wie ich und sucht die App unter „Camera“. Im deutschen App Store schreibt sie sich mit einem K. Danke, Jan Drechsler!

(Jürgen Vielmeier)

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Praktikant Online-Marketing und Brand/Content...
Vodafone GmbH in Düsseldorf
Duales Studium Informatik (B.Sc.) am virtuell...
IU Internationale Hochschule in Bad Homburg vor der ...
Referent/-in Social Media mit Schwerpunkt Per...
Universitätsklinikum Tübingen in Tübingen
Social Media Manager (m/w/d)
Primo GmbH in Aschau am Inn
Social Media Manager mit Schwerpunkt Content ...
Coppenrath Feingebäck GmbH in Geeste
Teilzeit Office Manager / Kaufmännische Fachk...
ecoTech Umwelt-Messsysteme GmbH in Bonn
Office Manager / Kaufmännische Fachkraft für ...
ecoTech Umwelt-Messsysteme GmbH in Bonn
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.