Motorolas neue RAZR-Familie hat große Screens, starke Akkus, wenig Liebe für das Ausland

Jürgen Vielmeier


So, weiter geht’s. Nach Samsung und Sony vergangene Woche auf der IFA und Nokia gestern Abend hat auch Motorola seine neue Smartphone-Kollektion für das Weihnachtsgeschäft in den USA vorgestellt. Gleich drei neue Droid RAZRs in unterschiedlichen Größen wird es geben. Besonders auffällig ist der dünne Rand (auch wenn das Gerücht „randlos“ sich nicht ganz bewahrheitet hat) und der jeweils sehr starke verbaute Akku. Als da wären:

  • Droid Razr Maxx HD, das neue Spitzenmodell: 1,5 GHz Dual Core, 1 GByte RAM, 32 GByte interner Speicher, 8 Megapixel Hauptkamera, 1,3 MP Frontkamera, 4,7 Zoll Display mit Super Amoled HD, 3.300 (!) mAh-Akku. Zum Vergleich: Nokia hat für das Lumia 920 einen 2.000 mAh-Akku vorgestellt. Der Großteil der Smartphones arbeitet mit Akkus zwischen 1.500 und 1.900 mAh.
  • Droid Razr HD: 1,5 GHz Dual Core, 1 GByte RAM, Megapixel Hauptkamera, 1,3 MP Frontkamera, 4,7 Zoll Display mit Super Amoled HD, 16 GByte interner Speicher, ein etwas schwächerer Akku mit 2.550 mAh als im Maxx HD, der aber (gefühlt) 95 Prozent der Konkurrenz immer noch um Längen hinter sich lässt.
  • Droid Razr M: 1,5 GHz Dual Core, 1 GByte RAM, 8 GByte interner Speicher, 8 Megapixel Hauptkamera, VGA Frontkamera, 4,3 Zoll Display mit Super Amoled HD, 2000-mAh-Akku.

Alle drei Modelle sollen im Netz des US-Anbieters Verizon (und auch erst einmal nur dort) LTE-fähig sein und zunächst mit Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich auf den Markt kommen (Updates auf 4.1 sollen bis Jahresende folgen). Der Marktstart ist für die beiden größeren Modelle noch nicht bekannt; ob und wann sie nach Europa kommen, ist ebenfalls ungewiss. Das Droid Razr M soll mit Vertrag für rund 150 US-Dollar ab kommendem Donnerstag in den USA erhältlich sein.

Bei Motorola gilt wie bei Nokia: Preis und Lieferbarkeit machen die Musik. Wenn Apple den beiden mit dem neuen iPhone zuvorkommt, kann es ihnen das Weihnachtsgeschäft verhageln. Das Outfit der neuen RAZR-Familie gefällt mir auf den ersten Blick, und auch die Herangehensweise, die Modelle mit starken Akkus auszustatten. Allerdings haben Nokia und mit dem Galaxy S3 auch Samsung gezeigt, dass es inzwischen auch auf gute Services ankommt, um Kunden zu locken.

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(Jürgen Vielmeier, Bilder: Motorola)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.