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Gegen Hass und Selbstverletzung: Instagram gibt Nutzern mehr Kontrolle

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Instagram will seinen Nutzern mehr Kontrolle ermöglichen. (Foto: Pixabay.com / wokandapix)
geschrieben von Christian Erxleben

Beleidigungen und Hass auf der einen Seite und Selbstverletzung auf der anderen Seite sind ein großes Problem für Instagram. Um den Nutzern mehr Kontrolle zu geben, hat das soziale Netzwerk eine Reihe an Schutzmechanismen eingeführt. 

Das Wachstum von Instagram ist beeindruckend. Innerhalb eines knappen Jahres hat das Netzwerk 200 Millionen neue Nutzer hinzugewonnen – mehr Nutzer als Snapchat insgesamt hat.

Inzwischen nutzen 800 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat Instagram. Jeden Tag sind es immer noch 500 Millionen. Mit zunehmender Größe wächst auch die Verantwortung von Instagram gegenüber seinen Nutzern.

Deshalb sagt Instagram-Gründer Kevin Systrom: „Es ist jetzt wichtiger denn je, uns vermehrt für Sicherheit und einen freundlichen Umgangston einzusetzen.“

Mehr Kontrolle über Kommentare

Systrom spricht mit seiner Aussage indirekt die Zunahme an beleidigenden oder verachtenden Kommentaren auf der Plattform an. Ein exemplarisches Beispiel hierfür ist der Fall Nico.

Um in Zukunft wieder verstärkt positive Emotionen in die Kommentarspalten zu bringen, erhält nun jedes öffentliche Profil die Möglichkeit darüber zu entscheiden, wer die eigenen Beiträge kommentieren kann. So lässt es sich beispielsweise einstellen, dass nur die eigenen Abonnenten Beiträge von dir kommentieren können.

Darüber hinaus können mit dem Produkt-Update auch private Personen einzelne Accounts blockieren.

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In den Einstellungen deines Instagram-Profils stehen dir eine Reihe an neuen Möglichkeiten zur Verfügung, um Kommentare besser zu moderieren. Dadurch sollst du mehr Kontrolle erhalten. (Foto: Instagram)

Unangebrachte Kommentare werden nun ebenfalls in den Einstellungen besser herausgefiltert. Bislang wurden nur Beleidigungen in englischer Sprache automatisch blockiert. Jetzt kommen Deutsch, Arabisch, Französisch und Portugiesisch hinzu.

Durch künstliche Intelligenz soll der Filter mit der Zeit zudem leicht abgewandelte Formen oder Verschleierungen erkennen und eliminieren.

Hilfe für Gefährdete

Auch für Menschen mit psychischen Problemen hat Instagram seine Schutzmöglichkeiten erweitert – beziehungsweise der Community mehr Kontrolle gegeben.

So verfügt jeder Instagrammer ab sofort über die Option, einen potenziell gefährdeten Menschen in einem Livestream anonym zu melden. Die psychisch labil wirkende Person bekommt im Anschluss eine Nachricht angezeigt, die ohne Umwege an Hilfestellen vermittelt.

Für Instagram sind die neuen Funktionen ein wichtiger Schritt zu einer sichereren Community.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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