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Tumblr verbannt Pornografie – wann zieht Twitter endlich nach?

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Auf Tumblr gibt es ab dem 17. Dezember kaum noch pornografische Inhalte. (Foto: Pixabay.com / StockSnap)
geschrieben von Christian Erxleben

Tumblr ist eine der letzten großen Plattformen, auf denen pornografische Inhalte noch erlaubt waren. Das ändert sich am 17. Dezember 2018. Doch es gibt Ausnahmen und außerdem schon Kritik am Vorgehen des Netzwerks.

Wer auf sozialen Netzwerken und digitalen Plattformen auf der Suche nach pornografischen Inhalten ist, wird nur sehr selten fündig – mit zwei Ausnahmen. Das ist auf der einen Seite Tumblr und auf der anderen Seite Twitter.

Tumblr verbannt die meisten pornografischen Inhalte

Doch zumindest die Blogging-Plattform Tumblr greift nun endgültig durch. Ab dem 17. Dezember 2018 sollen (fast) alle pornografischen Inhalte von der Plattform verschwinden. Das hat Jeff D’Onofrio, CEO der 2007 gegründeten Website, in einem Blog-Post bekannt gegeben.

Konkret geht es dabei um den sogenannten „Aduld Content“. Darunter verstehen die Betreiber der Plattform sämtliches Bild- und Video-Material, das Genitalien, weibliche Brustwarzen oder sexuelle Handlungen zeigt.

Ein paar Ausnahmen soll es jedoch weiterhin geben. So sind Bilder und Videos im Zusammenhang mit dem Stillen, der Geburt und der Gesundheit im Allgemeinen noch erlaubt. Ebenso dürfen Kunstwerke und erotische Texte auf der Plattform bleiben.

Die Gründe für diesen Schritt dürften jedoch nicht nur im Schutz der Nutzer liegen. Wahrscheinlich hatte auch ein wirtschaftlicher Faktor großen Einfluss auf die Entscheidung. Schließlich verbannte Apple die Tumblr-App nur wenige Tage zuvor aus dem App Store. Der Grund dafür waren kinderpornografische Inhalte.

Kritik an der Technologie

Um künftig den Upload solcher Inhalte zu unterbinden und bestehende Beiträge zu identifizieren, setzt Tumblr wie andere Plattformen auch auf eine Mischung aus Machine Learning und menschlichen Kontrollen.

Doch insbesondere die Technologie scheint derzeit noch nicht ausgereift zu sein. Wie Spiegel Online berichtet hat sich bereits ein Fotograf bei Tumblr beschwert. So seien Bilder von männlichen Brustwarzen oder Models in Unterwäsche ebenfalls als verbotenes Material deklariert worden.

Wann reagiert Twitter?

Ob und inwiefern Tumblr seine Technologie verbessern kann, steht noch aus. Fest dürfte jedoch stehen, dass pornografische Inhalte mittelfristig komplett von der Plattform verschwinden.

Damit bleibt als letzter Kanal noch Twitter, der pornografische Inhalte in Wort, Bild und Video erlaubt. Ob sich das Netzwerk von Gründer Jack Dorsey aufgrund der Reinigungsaktion von Tumblr ebenfalls entschließt, derartige Inhalte zu verbannen, ist offen. Für den Schutz der jugendlichen Nutzer wäre es auf jeden Fall wichtig.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

5 Kommentare

  • Da hatte jemand keine gute Erfahrung mit sex und möchte es für alle anderen kaputt machen.

    Nacktheit ist wichtig um sich zu entfalten um ein gutes Gefühl über seinen Körper zu bekommen. Alles andere ist einfach „nackte Haut burka drauf.“

  • Apple hat die Kinderpornographische Inhalte zum Anlass genommen. Allerdings wurden jedesmal solche Inhalte auch den US-Behörden gemeldet und innerhalb kürzester Zeit gelöscht. (24h Regel)

    Das größere Problem ist das insgesamt 3 US-Staaten hier die Branche unter Druck setzen, und 14 weitere restriktivere Gesetze haben. Diese 17 Staaten setzen Apple mehr oder minder unter Druck und Apple folgt mit der All-Clean regel. Genauso wie Hollywood.

    Schon ein Dekoltee Foto von einer Mitschülerin, kann dazu führen das man von einer Schule suspendiert wird in diesen Staaten. Also wirklich nur das typische Foto Gesicht und offenherzige Dekoltee, nichts anstößiges etc.

    Diese Puritanische Sichtweise führt allerdings dazu, das die jugendlichen verklemmt aufwachsen. Und sexuelles Interesse automatisch in Schmuddelbereich abgeschoben wird. Hier wäre eine bessere Alterkontrolle bei den Tumblr Accounts die bessere Alternative. Und natürlich ist es Seitens der Eltern immer einfacher zu sagen:
    Apple verbietet das.
    Anstatt sich mit den eigenen Kindern auseinander zu setzen.

    Hier wird ein Schritt zur Medienkompetenz den Jugendlichen abgesprochen, und alle anderen dürfen darunter leiden. Und die Frau wird wieder mehr als die verbotene Frucht dargestellt, als das böse verführerische, das den Mann verdirbt.

    Denn das ist die Puritanische Sichtweise. Welche absolut nichts mit dem Feminismus zu tuen hat. Z.b. „Free the Nipple“ ist die Gegenaktion echter Feministinnen dazu.

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