Apple Watch, Wearables

Wearables als Erfolgsmodell: AirPods und Co. erfolgreicher als iPod

Christian Erxleben
Die Bedeutung von Apple Watch und Co. wird häufig unterschätzt. (Foto: Pixabay.com / Doc-wood)

Seit Oktober 2018 geht es bergab für Apple – zumindest, wenn man zahlreichen Presseberichten glaubt und den Aktienkurs verfolgt. Dabei ist es Tim Cook und Co. relativ unbemerkt gelungen, mit den hauseigenen Wearables ein zweites, wichtiges Standbein aufzubauen.

Wer über den wirtschaftlichen Erfolg von Apple spricht, spricht in der Regel über das iPhone. Denn der Absatz und auch die zukünftigen Verkaufszahlen des Kernprodukts von Apple werden häufig als Gradmesser für die weitere Entwicklung des Unternehmens genommen.

Wenn der iPhone-Motor stockt

Und da Apple in den letzten Monaten erstmals mit rückläufigen iPhone-Verkäufen und teilweise Verkaufsstopps von Modellen in Deutschland zu kämpfen hat, verdüstern sich die Prognosen.

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Teilweise war im Dezember sogar schon vom Apple-Ende zu lesen – eine verfrühte Aussage über ein Unternehmen, das immer noch Gewinne und Umsätze in Milliardenhöhe erwirtschaftet.

Trotzdem folgte als direkte Konsequenz der Absturz der Apple-Aktien an den Börsen. War am 1. Oktober 2018 eine Apple-Aktie noch 197,47 Euro wert, lag der Preis Anfang Januar 2019 zeitweise unter 130 Euro. Das entspricht einem prozentualen Absturz von mehr als 30 Prozent.

Wearables und digitale Services als Hoffnungsträger

Inzwischen hat sich der Kurs leicht erholt. Das liegt mit Sicherheit auch an einem aufschlussreichen Interview, das Apple-CEO Tim Cook dem US-amerikanischen Sender CNBC gegeben hat.

Darin erklärt der Apple-Chef, dass die Umsätze, die Apple mit Wearables wie den AirPods oder der Apple Watch erzielt, längst den Höchstwert überschritten haben, den der iPod jemals erzielt hatte. Zudem seien die Wachstumsraten der beiden Produkte im gleichen Zeitraum vier- beziehungsweise sechsmal so hoch wie die des iPods.

Damit beweist Apple, dass es durchaus in der Lage ist, weitere wirtschaftliche Standbeine neben dem essenziellen iPhone-Geschäft aufzubauen. Neben den Wearables zählen dazu vor allem auch digitale Service wie iTunes oder Apple Music, die ebenfalls stark im Umsatz zulegen.

Wer also Apple nun bereits voreilig für tot erklärt, lässt einige wichtige Faktoren außer Acht. Zweifelsohne wäre es schwer, einen fortlaufenden Einbruch des iPhones komplett zu kompensieren. Trotzdem hat sich Apple bereits erfolgreich auf erste Rückgänge vorbereitet – wenn auch unbewusst.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.