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Neue WhatsApp AGB: Messenger beruhigt besorgte Nutzer

Christian Erxleben
WhatsApp gibt Entwarnung mit Blick auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. (Foto: Unsplash.com / AARN GIRI)

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Seit Tagen stehen WhatsApp und Mutterkonzern Facebook für die ab dem 8. Februar 2021 geltenden, neuen WhatsApp AGB heftig in der Kritik. Dabei befürchten viele WhatsApp-Nutzer, dass persönliche Daten trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Facebook geteilt werden. Das ist falsch.

Neue WhatsApp AGB ab dem 8. Februar 2021

Der in Deutschland und auch global äußerst beliebte Messenger WhatsApp steht seit mehreren Tagen ununterbrochen in der Kritik. Der Grund dafür sind die neuen WhatsApp AGB, die ab dem 8. Februar 2021 wirksam sind.

Die Diskussion ist Anfang Januar 2021 entflammt als die ersten WhatsApp-Nutzer das entsprechende Pop-up in der Anwendung gesehen haben. Die größte Befürchtung der Nutzer: Die als unknackbar geltende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll angeblich aufgeweicht werden.

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WhatsApp entwarnt: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt; private Chats weiterhin sicher

Da die Gerüchte trotz aller Erklärungen nicht abflauen, sieht sich WhatsApp offenbar dazu gezwungen, einige Klarstellungen mit Blick auf die neuen Geschäftsbedingungen zu treffen. Deshalb hat das Unternehmen auf Twitter eine Übersicht gepostet.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Weder WhatsApp noch Facebook können deine privaten Nachrichten lesen oder deine Anrufe mithören.
  • WhatsApp speichert keine Protokolle von Anrufen oder Nachrichten.
  • Weder WhatsApp noch Facebook können deine geteilten Standort-Informationen einsehen.
  • WhatsApp teilt nicht deine Kontaktdaten mit Facebook.
  • WhatsApp-Gruppen bleiben zu 100 Prozent privat.

Außerdem weist der Messenger noch daraufhin, dass jeder Nutzer ablaufende Nachrichten aktivieren und sich jeder Nutzer jederzeit die eigenen WhatsApp-Daten herunterladen kann.

Unser Datenschutz-Update betrifft nicht die Privatsphäre deiner Nachrichten mit Freunden oder deiner Familie.

Ausnahme für WhatsApp-Chats mit Unternehmen

Die neuen WhatsApp AGB bedeuten also keine Aufweichung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im privaten Umfeld. Zugleich erklärt WhatsApp jedoch in einem Blog-Post, dass es eine Ausnahme gibt: Die Kommunikation mit Unternehmen via WhatsApp.

„Wenn du mit einem Unternehmen über Telefon, E-Mail oder WhatsApp kommunizierst, kann es die Informationen aus diesen Interaktionen mit dir für eigene Marketingzwecke verwenden“, schreibt WhatsApp. Alle entsprechenden Chats erhalten laut dem Messenger jedoch eine deutliche Kennzeichnung.

Und auch „wenn du mit Shops interagierst, können deine Einkaufsaktivitäten dazu verwendet werden, dein Einkaufserlebnis mit Shops und auch die Werbeanzeigen, die du auf Facebook und Instagram siehst, zu personalisieren.“

Dabei betont der Messenger jedoch, dass diese Möglichkeit optional sei. Auch hier informieren WhatsApp, Facebook und Instagram alle Nutzer transparent über die Verwendung und das Teilen von Daten.

Ausnahmeregelung für europäische und deutsche Nutzer in neuen WhatsApp AGB

Hinzu kommt noch, dass die neuen Datenschutzbestimmungen, die auch ab dem 8. Februar 2021 greifen, nicht für WhatsApp-Nutzer in Europa gelten. Das betont Niamh Sweeny, Director of Policy bei WhatsApp, in einem Tweet.

Die Managerin sagt ausdrücklich, dass auch mit den neuen WhatsApp AGB keine neuen Regelungen für europäische – und somit auch deutsche – WhatsApp-Nutzer in Kraft treten. Das heißt: Daten von europäischen Nutzern werden weiterhin nicht mit Facebook geteilt – auch nicht für Marketing-Zwecke.

Die panische Flucht zu WhatsApp-Alternativen wie Telegram, Signal und Wire ist also zumindest aus diesem Grund nicht notwendig. Sinnvoll kann sie trotzdem sein.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.