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Instagram-Chef Adam Mosseri ist mit Reels noch nicht zufrieden

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Instagram vs. Tik Tok: Die neue Funktion Reels könnte der Bytedance-App Probleme bereiten. (Foto: Screenshot / Instagram)
geschrieben von Maria Gramsch

Nach den Stories von Snapchat hat Instagram auch seine Funktion Instagram Reels beim Konkurrenten Tik Tok abgeguckt. Doch Instagram-Chef Adam Mosseri sieht Nachholbedarf bei der Funktion für Kurz-Videos.

„Ich bin noch nicht zufrieden damit“, sagt Instagram-Head Adam Mosseri über seinen Tik-Tok-Klan Reels im Decoder Podcast von The Verge. Der Chef der beliebten Foto-App zeigt sich im Interview selbstkritisch: „Wir müssen ehrlich sein, Tik Tok ist uns voraus.“

Instagram Reels, Instagram Stories und Co.: Alles nur geklaut

Instagram hat sich in der Vergangenheit bereits einen Namen als Copycat gemacht. Die von Snapchat erfundene Stories-Funktion ging bei dem Foto-Netzwerk im August 2016 live.


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Inzwischen sind Stories aus der App kaum noch wegzudenken und haben sich auch bei der Mutter Facebook und Schwester WhatsApp ausgebreitet. Selbst Twitter hat nach langer Abstinenz im Oktober 2020 eine Story-Funktion namens Fleets gestartet.

Und auch vom Tik-Tok-Kuchen wollte sich Facebook ein Stück abschneiden. Ende 2018 startete die App Lasso als eigenständiger Tik-Tok-Klon. Die App konnte sich jedoch am Markt nicht etablieren und wurde im Juli 2020 eingestellt.

Doch ganz ohne Tik-Tok-Feature wollte sich Facebook dann doch nicht zufriedengeben. Im August 2020 musste deshalb Tochter Instagram ran und hat weltweit das Feature Reels ausgerollt. In Deutschland war das Format bereits seit Juni 2020 verfügbar.

Ähnlich wie bei der einst als Karaoke-App Musical.ly gestarteten App Tik Tok können Nutzerinnen und Nutzer hier 15-sekündige Videos hochladen und diese mit Musik und Filtern versehen.

Der Erfolg gibt Tik Tok recht

Im September 2020 hat Tik Tok erstmals Nutzerzahlen für Europa veröffentlicht. 100 Millionen monatliche Nutzerinnen und Nutzer hat die App laut eigenen Angaben. Besonders beliebt ist sie bei Teenies.

Kein Wunder also, dass Instagram seine Felle bei den Jüngsten davon schwimmen sah und etwas vom ungebrochenen Erfolg für sich verbuchen wollte. Dafür hat die Facebook-Tochter sogar versucht, erfolgreiche Tik-Tok-Influencer für die Instagram Reels abzuwerben.

Mehreren Nutzerinnen und Nutzern habe Instagram hunderttausende Dollar für den Wechsel angeboten, berichtet das Wall Street Journal Ende Juli 2020. Dies sei eine „Eskalation“ zwischen den beiden konkurrierenden Plattformen.

Instagram muss nachbessern

Doch so ein Selbstläufer wie die Stories-Funktion war die Umsetzung der Kurz-Videos mit Reels offenbar nicht. Zwar wachse die Nutzung der Funktion, doch zufrieden ist Instagram-Chef Adam Mosseri noch nicht.

Instagram müsse besser darin werden, selbst leistungsfähigere und kreativere Tools zu entwickeln, sagt er gegenüber The Verge.

Auch mit der Fülle an angebotenen Video-Formaten zeigt sich Mosseri unzufrieden. Die Unterschiede von normal geposteten Videos, den längeren Formaten auf IGTV und den kurzen Instagram Reels sei für viele Menschen vermutlich nicht verständlich genug.

Er bezeichnet die Abgrenzung als zu nuanciert – eine Zusammenfassung der einzelnen Funktionen sei denkbar. 2020 habe Instagram viel Neues etabliert. Dieses Jahr sei es an der Zeit, sich „wieder zu unserem Fokus auf Einfachheit“ zurückzukehren.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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