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„Buy American“: Joe Biden setzt auf Elektroautos

Fabian Peters
Joe Biden setzt auf Elektroautos (Fotos: pixabay.com/ geralt)

Nach dem Abgang von Donald Trump aus dem Weißen Haus, setzt Nachfolger Joe Biden auf Klimaschutz. Per Dekret sind die USA ins Pariser Klimaschutzabkommen zurückgekehrt. Und unter dem Slogan „Buy American“ beginnt jetzt eine große Elektroauto-Kampagne der Regierung.

Laut einem Bericht der General Service Administration umfasst der Fuhrpark der US-Regierung rund 645.000 Fahrzeuge. Darunter befinden sich ungefähr 245.000 zivile Fahrzeuge.

Sie kommen unter anderem im Justizministerium, Innenministerium und Department of Homeland Security zum Einsatz. Zusätzlich gibt es noch rund 173.000 Militärfahrzeuge sowie 225.000 Postautos.

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Zusammen mit weiteren geplanten Modernisierungsmaßnahmen im infrastrukturellen Bereich, stelle das Vorhaben unter dem Slogan „Buy American“ eine der umfangreichsten Investitionen und Beschaffungsmaßnahmen seit dem Zweiten Weltkrieg dar.

Allein die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte würde laut Nachrichtenagentur Reuters rund 20 Milliarden US-Dollar verschlingen. Hinzu kommen umfangreiche Investitionen im Bereich der Forschung und Entwicklung.

Klimaschutz und Wirtschaftsaufschwung

Joe Bidens Ankündigung künftig vermehrt auf Elektroautos zu setzen, ist jedoch keine reine Klimaschutzentscheidung. Neben sauberer und nachhaltiger Energie gehe es vor allem auch um eines: Arbeitsplätze.

Über die Elektrifizierung der Regierungsflotte hinaus wolle Biden über eine Million neue Arbeitsplätze in der Automobilindustrie schaffen. Dabei gehe es vor allem darum, die Elektromobilität zu fördern und Fahrzeuge der nächsten Generation zu entwickeln.

Neben dem Umstieg auf Elektroautos kündigte Biden derweil weitere Investitionen in Biotechnologie, Batterietechnik und Künstliche Intelligenz an. Bindende Verträge oder ein Zeitplan für das ambitionierte Vorhaben existieren indes noch nicht.

Neuer Mega-Deal für Tesla?

Vom innovativen Start-up zum Branchenprimus: Tesla hat in den vergangenen Jahren einen rasante Entwicklung genommen. CEO Elon Musk treibt den Ausbau seiner Gigafactorys auch in Europa voran. Die einzelnen Fahrzeugkomponenten werden jedoch primär in den USA produziert.

Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge würde sich vor allem für die in die Jahre gekommene Flotte der staatlichen Postbehörde anbieten. Auch aus technischer Sicht ergibt ein Umstieg Sinn. Die Fahrzeuge legen in der Regel festgelegte, kurze Strecken zurück und müssen häufig anfahren.

Mit seinem Cybertruck verfügt Tesla zudem über ein Modell, das für diese Aufgaben geradezu prädestiniert erscheint. Der Verdacht liegt nahe, dass vor allem das in Kalifornien ansässige Unternehmen profitieren könnte. Doch das Vorhaben ist an einige Bedingungen geknüpft.

„Buy Amercian“

Bidens Ankündigungen fielen im Zuge einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung, bei der er die Executive Order „Buy American“ unterschrieb. Das Dekret nimmt die US-amerikanischen Behörden in die Pflicht vermehrt auf in den USA produzierte Ware zu setzen.

Zwar ist die Elektrifizierung der Regierungsflotte kein Teil der Verordnung, steht jedoch in einem unmittelbaren Zusammenhang. Das Ziel der langfristig ausgelegten Maßnahmen ist jedoch vor allem der Ausbau eben jener Infrastruktur.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).