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CO2-Abdruck reduzieren: 8 Tipps für nachhaltiges Surfen

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8 Tipps für nachhaltiges Surfen im Internet. (Foto: Pixabay.com / BUMIPUTRA)
geschrieben von Marinela Potor

Das Internet ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Doch während es viele Emissionen spart, hat auch das Internet einen großen CO2-Abdruck. Die gute Nachricht: Wir alle können mit unserem Verhalten die Bilanz verbessern. Wir haben daher acht Tipps für nachhaltiges Surfen zusammengetragen. 

Das Internet ist nicht so grün wie viele glauben mögen. Natürlich vermeidet man etwa durch das Arbeiten im Home Office etliche Autofahrten und damit Verkehrsemissionen. Doch gleichzeitig benötigt das Internet auch Energie.

Hier kann jeder einen Beitrag leisten, um den Energieverbrauch zu senken und so den eigenen CO2-Abdruck beim Surfen im Internet zu verringern. Wir haben dazu acht Tipps für nachhaltiges Surfen zusammengetragen.

1. Serien und Filme auf Tablet statt Laptop streamen

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind Tablets die energieeffizientesten Geräte und verbrauchen am wenigsten Strom. Überlege also, wenn es geht, ein Tablet statt einen Laptop zu nutzen. Das kann etwa beim Lesen von E-Books sein oder auch beim Streamen von Serien und Filmen.

2. Musik und Podcasts speichern statt streamen

Es ist natürlich unglaublich praktisch, Musik oder auch Podcasts über Dienste wie Spotify zu streamen. Insbesondere, wenn du die gleiche Datei – etwa ein Lieblingsalbum oder eine Tonkulisse zum Einschlafen – immer und immer wieder hörst, ist das Herunterladen jedoch energiesparender und damit nachhaltiger.

3. Website direkt eingeben statt per Suchmaschine

Wenn du die Domain kennst, die du ansteuern möchtest, solltest du diese direkt ins Browserfenster eingeben, anstatt den Umweg über eine Suchmaschine zu gehen.

Denn jede zusätzliche Suchanfrage benötigt auch zusätzliche Energie. Wenn du etwas tatsächlich suchst, ist dies nachvollziehbar. Doch wenn du dich beispielsweise bei Facebook einloggen möchtest, kannst du dies problemlos direkt eingeben.

4. Nachhaltiges Surfen durch kleine Dateien

Große Dateien verbrauchen mehr Energie, sei es beim Hochladen, beim Teilen oder wenn sie als Anhang in einer Mail verschickt werden. Ein einfacher Tipp für nachhaltiges Surfen ist daher: Versuche die Dateigrößen zu minimieren.

Das gilt natürlich nicht dann, wenn es auf hohe Qualität von Bild und Ton ankommt. Doch wenn du einen Schnappschuss mit Freunden teilen willst, reicht ein kleineres Format.

Wenn du Fotos auf sozialen Netzwerken wie etwa Facebook teilst, werden sie automatisch verkleinert. Andernfalls gibt es Programme wie Image Optimizer, über die du Fotodateien verkleinern kannst. Gleiches gilt natürlich für Videos. Ein gutes Programm dafür ist Handbrake.

Wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, kannst du selbst Power-Point-Präsentationen komprimieren.

Eine andere Option wäre auch: Dateien in der Cloud speichern und dann einfach den Link dazu statt einen Anhang zu verschicken. Das spart nicht nur Strom, sondern auch Zeit.

5. Verschicke weniger E-Mails

Apropos Dateien per E-Mail verschicken: Überlege auch mal, ob du wirklich jede E-Mail verschicken musst. Eine E-Mail verschicken verbraucht natürlich nur minimal Energie. Doch bei beispielsweise fünf unnötigen Mails pro Arbeitstag bist du schnell bei 100 E-Mails im Monat, die du dir hättest sparen können.

Wie gesagt: Das ist natürlich keine extrem große Ersparnis. Aber Kleinvieh macht auch Mist und darüber hinaus überlastest du die Postfächer deiner Kollegen nicht und sparst auch noch Zeit.

Zusatztipp: Melde dich von Newslettern ab, die dich nicht interessieren.

6. Internetmodem nachts ausschalten

Dies ist eher ein indirekter Spartipp für nachhaltiges Surfen. Denn natürlich brauchst du dein Modem, wenn du im Netz unterwegs bist. Doch wie sieht das aus, wenn du das Internet nicht nutzt? Dann lohnt es sich, das Modem auszuschalten, für die Umwelt und deinen Geldbeutel.

Es ist nämlich wirklich beeindruckend, wie viel Strom die kleinen Internetmodems fressen. Einige Modelle verbrauchen so viel wie ein kleiner Kühlschrank. Wenn du dein Modem nachts oder im Urlaub nicht brauchst, etwa um wichtige smarte Geräte im Haus zu betreiben, schalte es ganz aus oder zumindest die WLAN-Funktion.

7. Grüne Suchmaschinen nutzen

Natürlich kommen die meisten von uns nicht darum herum, täglich Suchmaschinen zu benutzen. Du kannst die Suchanfragen aber immerhin etwas nachhaltiger gestalten, wenn du grüne Suchmaschinen nutzt.

Die Suchmaschine Ecosia beispielsweise pflanzt im Schnitt nach 45 individuellen Suchanfragen einen Baum. Darüber hinaus investiert Ecosia auch in Solarenergie, um damit sogar CO2-negativ zu sein.

8. Nachhaltige Webhoster und Cloud-Anbieter

Es gibt mittlerweile auch Webhoster und Cloud-Anbieter, die auf erneuerbare Energien setzen.

So setzen Anbieter wie Avalon Networks oder Biohost auf Ökostrom von zertifizierten Anbietern und produzieren teilweise sogar noch ihren eigenen Ökostrom oder engagieren sich für Klimaprojekte.

Darüber hinaus gibt es eine zweite Kategorie von Webhosting-Services, die zwar Ökostrom beziehen, dies aber bei Energieanbietern, die noch Kohle- oder Atomstrom im Mix haben. Doch: Das ist ebenfalls nachhaltiger als Webhosting, bei dem gar kein Ökostrom im Einsatz ist.

Andere Webhoster wiederum setzen sich aktiv für den Klimaschutz ein und versuchen den eigenen CO2-Abdruck zu reduzieren. Webhoster Mittwald beispielsweise bezieht nachhaltigen Strom für seine eigenen Büroräume, pflanzt Bäume und setzt auf nachhaltige Mobilität der Mitarbeiter.

Du kannst darüber hinaus deinen Fußabdruck im Netz auch durch einen einfachen persönlichen Strom-Hack reduzieren: Wechsle auf einen Ökostromanbieter.

Welche Tipps hast du noch zum nachhaltigen Surfen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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