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Facebook-Videos: Neue Werbeformate – mehr Geld für Creator?

Marinela Potor
Facebook kündigt neue Einnahmequellen für Video-Formate an. (Foto: Screenshot / Facebook)

Facebook hat heute gleich mehrere Neuerungen angekündigt. Es soll neue Werbeformate und Einnahmequellen für Creator geben. Insbesondere durch Facebook-Videos sollen Kreative künftig mehr Geld verdienen können. 

Facebook will offenbar seine Video-Creator stärker unterstützen und hat darum heute zahlreiche Neuerungen für verschiedene Einnahmequellen angekündigt.

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Facebook-Videos: Neue Werbeformate, mehr Einnahmen

Generell hat Facebook sich vorgenommen, sämtliche Videoformate stärker monetarisieren zu lassen. Dabei hat Facebook insbesondere kurze Videos ins Auge gefasst (Tik Tok lässt grüßen).

Zum einen sollen ab sofort alle Videos, auch kurze Formate, Werbung schalten können. Zweitens öffnet Facebook den Zugang  für In-Stream-Ads für On-Demand und Live-Videos und bietet Neuerungen bei bezahlten Online-Events. Drittens möchte Facebook sein Star-Programm bei Videos ausweiten.

Kürzere Facebook-Videos dürfen Werbung schalten

Die wohl größte Neuerung ist, dass künftig auch kurze Videos ab einer Minute Länge Werbung schalten dürfen. Das kann laut Facebook ein „minimal unterbrechendes Werbeformat“ ab Sekunde 30 sein. Videos ab drei Minuten dürfen ab Sekunde 45 die erste Werbung schalten.

Bislang durften nur Videos ab drei Minuten ihre Videos monetarisieren und Anzeigen durften erst ab Minute eins zu sehen sein.

Facebook möchte aber nun wohl auch Kreativen mit kürzeren Videoformaten bessere Einnahmemöglichkeiten bieten. Gleichzeitig soll es dafür schon bald für Facebook-Videos neue interaktive Werbeformate geben. Facebook hat jetzt schon angekündigt, dass ein neues Werbeformat Sticker sein werden.

Wer darf an Werbeprogrammen teilnehmen?

Es dürfen allerdings nicht alle Creator an den Werbeprogrammen teilnehmen. Für In-Stream-Ads für On-Demand-Videos gelten folgende Voraussetzungen:

  1. Creator müssen 600.000 Gesamtminuten (aktive und ehemalige Live-Videos) aus den letzten 60 Tagen vorweisen können.
  2. Mindestens fünf aktive Video-Uploads.
  3. Es dürfen nur Seiten mit mindestens 10.000 Followern teilnehmen (individuelle Profile sind ausgeschlossen).

Für die In-Stream-Ads für Live-Videos wiederum gilt Folgendes:

  1. Creator müssen die obigen Voraussetzungen für On-Demand-Videos erfüllen.
  2. Darüber hinaus müssen sie 60.000 geschaute Live-Minuten aus den letzten 60 Tagen vorweisen können.

Die neuen Monetarisierungsoptionen will Facebook zunächst mit einer kleinen Testgruppe starten und dann bald erweitern. Möglicherweise wird Facebook die Programme in Zukunft auch für weitere Zielgruppen öffnen. Doch in der aktuellen Form profitieren davon nicht die Micro-Influencer, sondern vor allem die großen Accounts.

Fan-Abos in mehr Länder bringen

Neben den Facebook-Videos will das soziale Netzwerk das Spendenprogramm „Stars“ weiter ausbauen genauso wie Fan-Abos und bezahlte Online-Events.

Mit den Stars können Zuschauerinnen und Zuschauer schon heute bei Live-Videos Spenden an Creator vergeben. Künftig sollen dann einige Nutzer „Free Stars“ im Video zu sehen bekommen, die sie (gratis) spenden können. Facebook will Stars auch für On-Demand-Videos freischalten. Auch virtuelle Geschenke sollen bald möglich sein.

Offenbar waren die zur Pandemie eingeführten bezahlten Online-Events ein großer Hit. So starteten Unternehmen und Influencer auf Facebook Online-Events wie Kochkurse, Live-Podcast-Übertragungen, Konzerte oder auch Schminkkurse.

Für viele Menschen, deren Jobs durch die Pandemie stark eingeschränkt waren, boten diese Online-Events eine wichtige Einnahmequelle. Das soll auch weiter so bleiben, weshalb Facebook die Fan-Abos in mehr Länder bringen möchte.

Facebook macht auf Twitch

Und dann startet Facebook noch einen besonderen Appell an die Gaming-Community. Diese wolle man in Zukunft stärker fördern.

Offenbar hat Facebook hier ein wenig gen Twitch geschielt und testet einige neue Formate aus, um möglicherweise mehr Gamer zu Facebook Gaming zu locken.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.