Scroll, Twitter, Adblocking

Twitter kauft und integriert Adblocker-Service Scroll

Maria Gramsch
Twitter will mit der Übernahme von Scroll ein Pur-Abo etablieren. (Foto: Twitter)

Twitter will das Lesen journalistischer Beiträge vereinfachen. Dafür hat der Kurznachrichtendienst den Adblocking- und Abo-Service Scroll übernommen, der nun bald bei Twitter integriert werden soll. So sehen die konkreten Pläne aus.

Keine nervigen Pop-Ups oder Anzeigen stören beim Lesen – für viele eine Traumvorstellung des Internets, für die sie auch bereit sind, den einen oder anderen Euro zu berappen. Große Medienhäuser wie Zeit oder Spiegel bieten seit einiger Zeit sogenannte Pur-Abos an. Hier entscheiden sich Leser:innen bewusst gegen Werbung.

Das Pur-Abo beim Spiegel kostet beispielsweise 4,99 Euro im Monat und befreit die Seite von lästigen Anzeigen. Der Verlag will so rund eine halbe Million Euro im Jahr einnehmen, heißt es in einer Mitteilung von Ende 2020.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Twitter kauft Adblocking-Service Scroll

Nun ist auch der Kurznachrichtendienst Twitter in das Geschäft mit den Pur-Abos eingestiegen und hat dafür den Abo-Service Scroll übernommen, schreibt Produktchef Mike Park in einem Blog-Beitrag.

Scroll hat eine Möglichkeit entwickelt, Artikel ohne Anzeigen, Pop-Ups und anderen Kram zu lesen, das Leseerlebnis zu bereinigen und den Menschen das zu geben, was sie wollen: nur den Inhalt.

Mehr Einnahmen und höhere Verweildauer für Publisher

Mit Scroll können Nutzer:innen Artikel ohne die lästigen Pop-Ups oder Anzeigen lesen. Dafür müssen sie ebenfalls einen monatlichen Beitrag berappen, den Scroll dann mit den teilnehmenden Medienhäusern teilt.

Laut eigenen Angaben nehmen die Verlage so bis zu 40 Prozent mehr ein, als ihnen die blockierte Werbung einbringen würde. Und auch auf die Verweildauer hat das Modell einen positiven Einfluss: Die Leser:innen verbringen demnach im Schnitt 28 Prozent mehr Zeit auf der jeweiligen Seite.

Das Twitter-Abo mit Scroll

Ein solches Abo will nun auch Twitter in seinen Kurznachrichtendienst integrieren. Nutzer:innen sollen kostenfrei auf ausgewählte Artikel teilnehmender Medien zugreifen können – die Medien hingegen erhalten dann einen Teil des Abo-Beitrages.

Twitter will die Scroll-Technologie in den kommenden Monaten in die eigene Plattform integrieren. Weitere Details hat der Kurznachrichtendienst noch nicht bekanntgegeben. Auch das Preis-Modell ist noch unbekannt.

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Web Designer UX/UI & Content Creation (m/...
WUNSCHGUTSCHEIN GmbH in München
UX Designer / Screen Designer (w/m/d)
IQ-optimize Software GmbH in Krefeld
Junior Content Writer (d/m/w) Dresden
MADSACK in Dresden
Mediengestalter / Webdesigner (m/w/d) in Teil...
Kerckhoff-Klinik GmbH in Bad Nauheim
Content Manager VoD (m/w/d) Vollzeit für unse...
Splendid Film GmbH in Köln
Online Marketing Manager (m/w/d)
Berner International GmbH in Elmshorn
Social Media Manager (w/m/d)
PicturePeople GmbH in Bochum
Teile diesen Artikel
Folgen:
Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.