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Dafür nutzen die Deutschen den Inkognito-Modus also wirklich

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Das Geheimagenten-Symbol wiegt uns in Sicherheit. (Foto: Pixabay.com / Nikin)
geschrieben von Christian Erxleben

Egal ob Safari, Chrome oder Firefox: Der Inkognito-Modus der Browser verspricht Nutzer:innen das private Surfen. Doch auch wenn die Privatsphäre nicht wirklich geschützt ist, verhalten sich die Deutschen so. Eine Studie zeigt, was im Inkognito-Modus gemacht wird.

Pornos, Gesundheit und Co.: So verwenden die Deutschen den Inkognito-Modus

Vermeintliche Sicherheit. Das ist genau das Gefühl, dass viele deutsche Nutzer:innen verspüren, wenn sie den Inkognito-Modus in ihrem Browser aktivieren. Sie haben das Gefühl durch diese Einstellung, wahre Privatsphäre im Internet zu erlangen.

Das zeigt sich auch am Verhalten der Bundesbürger:innen im privaten Modus. Genau damit hat sich Nord VPN in einer Studie beschäftigt. Die Research-Abteilung der Sicherheitsexperten hat in einer repräsentativen Studie das Internet-Verhalten von Menschen ab 18 Jahren untersucht.


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Demnach zeichnet sich ein deutliches Bild ab. So klären die meister Nutzer:innen Fragen zur Gesundheit (44 Prozent). An der zweiten Stelle folgt dann allerdings schon der Konsum von pornografischen Inhalten mit 34 Prozent.

Komplettiert werden die Top Five mit der Suche nach Geschenken (24 Prozent), dem Besuch von Dating-Websites (22 Prozent) und der Buchung von Reisen (20 Prozent).

Wovor schützt der Inkognito-Modus – und wovor nicht?

Diese Frage können vermutlich die meisten Nutzer:innen nicht korrekt beantworten. Schließlich gibt es beim privaten Surfen zwei sprichwörtliche Seiten der gleichen Medaille.

Auf der einen Seiten werden im Inkognito-Modus tatsächlich keine Suchanfragen im Browser, keine besuchten Websites, keine Login-Informationen und auch keine Cookies auf dem entsprechenden Gerät gespeichert, nachdem du das private Fenster geschlossen hast.

Allerdings – und das ist der entscheidende Punkt – sehen Dritte durchaus, was du gemacht hast. Das heißt: Sowohl dein Provider als auch beispielsweise der Netzwerk-Administrator auf der Arbeit oder in der Universität kann dein Verhalten nachvollziehen.

Oder anders ausgedrückt: Nur weil dein Browser keine Daten speichert, bedeutet das nicht, dass keine Daten entstehen und abgerufen werden können.

Wahre Sicherheit entsteht durch andere Methoden

Der grundsätzliche Gedanke, die Privatsphäre beim Surfen zu erhöhen, ist lobenswert und richtig. Doch um dieses Ziel zu erreichen, gibt es andere und bessere Methoden.

Dazu gehört beispielsweise der Zugriff auf das Internet über einen VPN- oder Proxy-Server, das Verwenden von wirklich sicheren Browsern wie Tor und den Einsatz von datensparsameren Suchmaschinen wie beispielsweise Duck Duck Go oder Ecosia.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

1 Kommentar

  • Danke für den guten Artikel. In Punkto Alternativen vermisse ich leider die kostenlose Open Source Lösung von eBlocker.org
    Damit schützt man nicht nur den Browser, sondern gleich das ganze Gerät mit ausgefeilten Blockier- und Anonymisierungstechniken auf Netzwerkebene. Denn gerade Apps und Betriebssystem sind unschöne Plaudertaschen, die man sonst nicht stilllegen kann.

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