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Systemwandel bei Instagram: Die Foto-App, die keine mehr sein will

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Unsplash.com / Kate Torline
geschrieben von Maria Gramsch

Instagram will nicht mehr nur die App für schöne Fotos sein. Auch Video-Content soll verstärkt in den Vordergrund rücken. Grund für den Systemwandel bei Instagram ist auch die starke Konkurrenz von Tik Tok und YouTube.

Bereits Anfang des Jahres 2021 zeigte sich Adam Mosseri unzufrieden mit seinem Kurzvideo-Format Reels. „Wir müssen ehrlich sein, Tik Tok ist uns voraus“, sagte der Instagram-Chef in einem Podcast.

Nun soll Instagram mehr Video wagen und sich noch weiter an den chinesischen Konkurrenten aus dem Hause Bytedance angleichen. „Wir sind keine Foto-Sharing-App oder quadratische Foto-Sharing-App mehr“, verkündet Mosseri nun in einem – wie könnte es anders sein – Video.


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Mehr Video wagen

Der Plan: Instagram will seinen Nutzer:innen künftig empfohlene Videos im Vollbildmodus in ihre Feeds spülen. Das bezieht sich auch auf Inhalte von Konten, denen sie noch nicht folgen.

Außerdem wolle das Netzwerk „experimentieren, wie wir Video breiter einbeziehen – Vollbild, immersives, unterhaltsames, mobil-first Video“. In den kommenden Monaten werde Instagram „mit einer Reihe von Dingen in diesem Bereich“ herumspielen.

Instagram will weg vom Foto-Image

Der Systemwandel bei Instagram kommt nicht von ungefähr. Mit Tik Tok hat die Plattform einen starken Konkurrenten – besonders was die sehr begehrten jungen Zielgruppen angeht. Aber auch die Google-Tochter YouTube sei ein ernstzunehmender Konkurrent.

Seien wir ehrlich, es gibt gerade eine wirklich ernsthafte Konkurrenz. Tik Tok ist riesig, YouTube noch größer und es gibt noch viele weitere Emporkömmlinge.

Es klingt ein bisschen als sähe Adam Mosseri bei Instagram die Felle davonschwimmen: „Die Leute kommen zu Instagram, um unterhalten zu werden.“ Es gebe starke Konkurrenz – das müsse Instagram akzeptieren. Das bedeute eben aber auch: Veränderung.

Instagram testet Sticker für Links

Einige der Funktionen auf Instagram sind bislang beispielsweise für User vorbehalten, die besonders erfolgreich sind. So konnten bisher auch nur verifizierte Konten oder solche mit mehr als 10.000 Followern Links in ihren Stories posten.

Das könnte sich nun aber vielleicht auch ändern: Instagram testet einen Link-Sticker für das Stories-Format. Produktchef Vishal Shah sagte gegenüber The Verge, der Test solle vor allem zeigen, welche Links Nutzer:innen teilen. Dabei habe man ein besonderes Auge auf Fake News und Spam.

Wer nun große Hoffnungen hat, dass Links auch bald in den Bildunterschriften Einzug halten könnten, muss sich leider weiter gedulden. Laut Shah gibt es „keinen Plan“, Links im Feed oder an anderen Stellen in der App zuzulassen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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