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Microsoft zieht bei LinkedIn in China den Stecker

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Unsplash.com / inlytics
geschrieben von Maria Gramsch

Die großen Internetplattformen aus den USA haben es nicht sonderlich leicht in China. Während Facebook, Twitter und Google in der Volksrepublik blockiert sind, zieht sich mit LinkedIn in China nun das letzte große Netzwerk zurück.

Bereits beim Launch von LinkedIn in China im Februar 2014 erklärte Microsoft, man müsse sich an „die Anforderungen der chinesischen Regierung an Internetplattformen“ halten.

Doch diese Anforderungen wurden nun offenbar zu viel für den US-Konzern. Denn das Karriere-Netzwerk hat nun bekanntgegeben, dass LinkedIn in China nicht weiter existieren wird.

Microsoft beendet LinkedIn in China

In einem Blogbeitrag des Unternehmens heißt es, das Netzwerk habe seinen Mitgliedern in den vergangenen sieben Jahren zwar dabei geholfen, „einen Job zu finden, sich auszutauschen und informiert zu bleiben.“

Jedoch seien dabei die „sozialen Aspekten des Austauschs und des Informierens“ auf der Strecke geblieben.

Außerdem sehen wir uns in China mit einem deutlich schwierigeren Betriebsumfeld und höheren Anforderungen an die Einhaltung von Vorschriften konfrontiert.

Aufgrund dieser wideren Umstände habe sich das Karriere-Netzwerk nun dazu entschieden, die Plattform „im Laufe dieses Jahres“ abzuschalten.

Die Geschichte von LinkedIn in China

Microsoft hat seine lokalisierte Version für China im Februar 2014 gestartet. Das Netzwerk wollte so die „Fachkräfte der Welt zu verbinden, um sie produktiver und erfolgreicher zu machen.“

Im Blogbeitrag heißt es, man habe sich trotz der Beschränkungen in China für einen Launch entschieden. Das Unternehmen unterstütze „das Recht auf freie Meinungsäußerung nachdrücklich.“

Dennoch habe sich LinkedIn entschieden, in China an den Start zu gehen. So habe das Karriere-Netzwerk für die Mitglieder „in China und auf der ganzen Welt einen Mehrwert“ schaffen wollen.

Seit dem Start im Jahr 2014 haben sich in China bis zum Juli 2021 54 Millionen Nutzer:innen registriert. Damit ist China inzwischen der drittgrößte Markt für das Karriere-Netzwerk nach den USA und Indien mit 180 bzw. 76 Millionen registrierten Nutzer:innen.

LinkedIn will sich nicht komplett zurückziehen

Doch mit der Abschaltung des Karrierenetzwerks will sich LinkedIn nicht gänzlich aus China verabschieden. Der Konzern wolle im Laufe des Jahres die Job-Plattform InJobs starten.

Die neue Plattform InJobs wird im Gegensatz zum herkömmlichen LinkedIn in China keinen News Feed beinhalten. Auch wird es keine Möglichkeit geben, Beiträge oder Artikel zu teilen.

Damit wolle der Konzern „Fachkräften bei der Jobsuche in China und chinesischen Unternehmen bei der Suche nach hochwertigen Bewerbern helfen.“ LinkedIn wolle weiterhin mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten und so „bei der Schaffung wirtschaftlicher Chancen“ helfen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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