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Semrush-Studie: Worauf es ankommt, um auf Tik Tok viral zu gehen

Marcel
von Marcel
pixabay.com/ antonbe

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Bei der beliebten Social-Media-Plattform Tik Tok dreht sich fast alles um selbst gemachte Videos. Um viral zu gehen, müssen Inhalte von Anfang an spannend sein. Eine Analyse des Digital-Unternehmens Semrush zeigt, worauf es ankommt, um auf Tik Tok erfolgreich zu sein. 

Soziale Medien bestimmen unser Leben. Neben Facebook, Twitter und Instagram befindet sich auf vielen Smartphones weltweit auch die App Tik Tok. Vor allem in den vergangenen drei Jahren hat die Plattform als Nachfolger von Musically für Schlagzeilen gesorgt.

Denn Tik Toks Erfolg scheint kein Ende zu nehmen. Mit über einer Milliarde Downloads im Play Store und mindestens genau so vielen im App Store beweist sich die App als Springquelle für viralen Content. Oft wurden Creator über Nacht mit ihren Videos zu Internet-Berühmtheiten.

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Tik-Tok-Videos: Die Rolle der Hooks

Das Erfolgsrezept für ein virales Video auf Tik Tok ist lang. Unweigerlich ist aber, dass der Inhalt die Aufmerksamkeit der User schon in den ersten drei Sekunden wecken muss. So wird gewährleistet, dass das Video weitergeschaut wird. Diesen Videoteil nennt man Hook (englisch für „Haken“). Denn das Video hängt sich dabei im übertragenen Sinne gewissermaßen an die Zuschauer:innen.

Genau diese ersten drei Sekunden von über 300 viralen TikToks haben sich die Autor:innen von Semrush angeschaut. Anhand der Hook wurde analysiert, welche Gefühle das Video vermittelt, welches Thema es hatte und wie es rübergebracht wurde.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie: 

  • Rund 58 Prozent der Videos wurden so gemacht, dass sie ein positives Glücksgefühl über Emotionen vermitteln.
  • Mehr als jedes dritte Video beginnt mit einer sprechenden Person.
  • Über als die Hälfte dieser Personen sprachen direkt in die Kamera.
  • Videos, die tanzende Personen zeigen, erhielten im Schnitt mehr Views als alle anderen Genres.
  • Diese wurden jedoch am seltensten geteilt und kommentiert.
  • Über die Hälfte der viralen Videos nutzen in den ersten drei Sekunden Musik als primäres Hintergrundgeräusch.

Viele Unterschiede zwischen Genres und Videostilen

Die Forscher:innen von Semrush fanden neben den oben genannten Fakten weitere, interessante Daten. So kommen über 80 Prozent aller viralen Tik-Tok-Videos von nicht verifizierten Accounts. Zudem zeigt sich auch ein interessantes Detail bezüglich verifizierten Accounts. Denn die Verifizierung hat eine größere Auswirkung auf Likes und Klickzahlen als auf Kommentare und Shares.

Eine Grafik, die den Einfluss des Videogenres auf dessen Erfolg verdeutlicht.
Der Erfolg eines TikToks ist sehr vom Genre des Videos abhängig (Foto: Semrush).

Besonders interessant: Tik-Tok-User kommentieren und liken vor allem Tier-Videos. Am meisten Views kassieren jedoch nach wie vor Tanzvideos. Jedes dritte Video, das viral geht, hat einen humoristischen Charakter. Verifizierte Accounts posten am liebsten Lifehacks und Fitness-Content.

Überraschend ist allerdings, dass Videos mit den Schlagwörtern „FYP“, „trending“ und „viral“ durchschnittlich weitaus weniger Views, Likes und Kommentare erhalten. Hier zeigt sich, dass die fokussierte Beschriftung der Videos viel mehr Einfluss hat als eine notdürftige Zuordnung von Schlagwörtern.

Video-Tipps für Content-Creator

Welche Schlüsse lassen sich also aus diesen Beobachtungen ziehen? Nutzer:innen sollten vor allem positive und fröhliche Inhalt wählen, um ein erfolgreiches Tik-Tok-Video zu produzieren. Eine Untermalung der Inhalte mit Musik ist empfehlenswert.

Die Informationen werden im Idealfall in Form eines Gesprächs mit den Zuschauer:innen verfasst. Eine direkte Ansprache in die Kamera ist dabei besonders wichtig.

Creator ohne verifizierten Account sollten möglichst auf Themen wie Tanzen, Kochen, Tiere, Mode und Humor zurückgreifen. Diese gelten als die meistgeschauten Genres unter den nicht verifizierten Accounts. Die richtige Themenwahl ist zusammen mit den oben genannten Tipps ein möglicher Schlüssel zum Erfolg auf Tik Tok.

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Marcel hat von Oktober 2021 bis Januar 2022 als freier Autor für BASIC thinking geschrieben.