Datenschutz, Privatsphäre, Smartphone, Schreibtisch, Smartphones Gesichtserkennung, Zwei-Faktor-Authentifizierung

Darum darfst du sozialen Netzwerken nie deine Telefonnummer geben

Marinela Potor
Unsplash / Dan Nelson

Anzeige

Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook nutzen die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um Usern mehr Sicherheit zu bieten. Das Problem: Wenn du Facebook und Co. deine Telefonnummer dafür gibst, kann deine Privatsphäre eher gefährdet als geschützt sein.  

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung soll das Einloggen auf Websites sicherer machen. Banken nutzen die Methode genauso wie E-Mail-Anbieter wie Google, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter.

Doch insbesondere auf Social-Media-Plattformen kann die Zwei-Faktor-Authentifizierung per Telefonnummer deine Privatsphäre eher gefährden als schützen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Wie funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung?

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bietet neben deinem Passwort eine zweite Sicherheitsabfrage, um sicherzustellen, dass die Person, die sich einloggt, wirklich der angemeldete User ist.

Häufig ist der zweite Sicherheitsfaktor deine Handynummer. Dabei schickt dir die Website einen Authentifizierungscode auf dein Handy. Erst wenn du diesen eingibst, kannst du dich anmelden. Selbst wenn also jemand dein Passwort hacken sollte, bietet die 2FA einen Zusatzschutz.

Damit die Zwei-Faktor-Authentifizierung funktioniert, musst du den Websites natürlich vorher deine Telefonnummer mitteilen. Mittlerweile bieten auch Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter diese Option.

Nur: Was auf den ersten Blick sicher erscheint, kann auch deine Privatsphäre gefährden.

Facebook und Twitter geben Nummern an Werbepartner weiter

So mussten sowohl Facebook als auch Twitter zugeben, dass sie ihren Werbepartnern Zugriff zu den Telefonnummern der User erlaubt hatten – ohne deren Zustimmung!

In einem Statement gestand zunächst Facebook ein, die 2FA-Nummern an Werbungtreibende weitergeleitet zu haben. Dann gab auch Twitter in einem Blogpost zu, „versehentlich“, die 2FA-Telefonnummern zusammen mit anderen persönlichen Informationen wie E-Mail-Adressen an Werbepartner weitergegeben zu haben.

Telefonnummern können persönliche Informationen offenbaren

Wie auch andere persönliche Informationen hilft die Telefonnummer beim personalisierten Marketing.

Denn Telefonnummern können erstaunlich viele persönliche Informationen enthalten. Neben Hinweisen auf den Standort können Telefonnummern darüber hinaus auch weitere Informationen zu den Inhaber:innen liefern.

Das gilt insbesondere dann, wenn die Telefonnummer öffentlich registriert oder auf einer Website zu finden ist. Mit dem Namen und der Telefonnummer ist es dann für Werbungtreibende nicht mehr so schwer herauszufinden, ob du dir vor Kurzem ein Haus gekauft hast oder verheiratet bist.

Das Traurige daran ist, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung damit einen schlechten Ruf bekommt. Und das, obwohl die Methode wirklich einen Zusatzschutz für User bietet.

Alternativen zur SMS-Authentifizierung

Doch die Erfahrung zeigt: Insbesondere bei den sozialen Medien solltest du deine Telefonnummer lieber nicht herausgeben. Denn wenn du diesen Netzwerken einmal deine Nummer gibst, wird sie (höchstwahrscheinlich) nicht mehr gelöscht, bis du dein Konto löschst.

Du kannst natürlich (noch) in vielen Fällen die Zwei-Faktor-Authentifizierung per Telefonnummer umgehen. Einige Websites bieten Sicherheitsfragen als Alternativen oder eine zweite E-Mail-Adresse. In einigen Fällen ist die 2FA sogar optional.

Doch wenn du den zusätzlichen Sicherheitsschutz dennoch wünscht, kannst du als Alternative Authentifizierungs-Apps wie etwa Authy nutzen. Auch Google bietet mit dem Google Authenticator eine telefonfreie 2FA-Option, genauso wie Microsoft. Selbst Passwort-Manager wie 1Password und Dashlane bieten eine 2FA-Funktion.

Zwei-Faktor-Authentifizierung per Online-Nummer

Und falls es doch eine Telefonnummer sein muss? Dann gäbe es die Möglichkeit, über Voice-over-IP-Anbieter wie Google oder Skype eine Online-Telefonnummer zu beantragen.

So wie du auch bei E-Mails einen Account speziell für Werbemails und Spam einrichten kannst, kannst du dann diese Nummer ausschließlich für die 2FA-Authentifizierung nutzen.

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Senior Cyber Security Engineer (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Teile diesen Artikel
Folgen:
Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.