Technologie

Internet Explorer vs. Microsoft Edge: Wie unterschieden sich die Microsoft-Browser?

Internet Explorer, Microsoft Edge, Microsoft Browser
Pixabay.com / geralt
geschrieben von Christian Erxleben

Fast 20 Jahre lang war der Internet Explorer der Standard-Browser auf allen Windows-Geräten. Seit 2015 ist Microsoft Edge der offizielle Nachfolger. Doch: Wie unterscheiden sich die beiden Microsoft-Browser überhaupt voneinander?

Microsoft Edge ist der Nachfolger des Internet Explorer

Der Internet Explorer (IE) gehört wohl zu den ältesten und grausamsten Erfindungen des Internets. Seit der Vorstellung der Version 1.0 als kostenpflichtige Erweiterung für Windows 95 bis zu seinem Ende im Jahr 2015 war der Internet Explorer der Standard-Browser auf allen Windows-Geräten.

Am 29. Juli 2015 dann hat Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 10 vorgestellt. Gemeinsam mit dem Launch tauschte Microsoft auch seinen Standard-Browser aus. An die Stelle von IE ist Microsoft Edge gekommen.


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Was ist der Unterschied zwischen dem Internet Explorer und Microsoft Edge?

Diese Frage lässt sich auf zwei verschiedene Arten beantworten. Zunächst einmal werfen wir dabei einen Blick auf die (sichtbaren) Auswirkungen für die Nutzer:innen des Microsoft-Browsers.

So ist Microsoft Edge im Gegensatz zu seinem Vorgänger deutlich schneller. Neben der besseren Performance, die sich vor allem in kürzeren Ladezeiten äußert, läuft der neue Microsoft-Browser auch deutlich stabiler. Es gibt weniger Abstürze und sonstige Probleme.

Das liegt vor allem daran, dass der Edge-Browser nicht mehr veraltete Web-Technologien wie Active X oder VBScript unterstützt. Somit ist Microsoft Edge für alle Windows-User ein großer Gewinn hinsichtlich der User Experience.

Microsoft Edge vs. Internet Explorer: Wo liegen die technischen Unterschiede?

Der wirkliche Unterschied zwischen dem Internet Explorer und Microsoft Edge ist allerdings nicht sichtbar, sondern technischer Natur.

Konkret geht es dabei um den Browser Engine beziehungsweise das HTML-Rendering. Vereinfacht ausgedrückt geht es also dabei um eine Software-Komponente, die dafür verantwortlich ist, dass alle HTML-Dokumente auf einer Website schnell, schön und korrekt auf dem Bildschirm des Verbrauchers angezeigt werden.

Während Microsoft beim Internet Explorer bis zuletzt auf die eigenes entwickelte HTML-Rendering-Engine Trident setzte, die seit 1997 existiert, setzt Microsoft Edge auf den Chromium Engine von Google, der auch die Grundlage der Browser Chrome, Opera, Vivaldi und Brave ist. Der Großteil des Quelltextes ist dabei Open Source.

Microsoft Edge überholt Firefox, Internet Explorer lebt weiter

2015 hat Microsoft den Edge-Browser mit dem Ziel veröffentlicht, am internationalen Browser-Markt wieder eine größere Rolle zu spielen – und das ist tatsächlich auch gelungen.

Zwar liegt Google Chrome mit 67,56 Prozent im September 2021 scheinbar uneinholbar auf dem ersten Platz der erfolgreichsten Browser. Microsoft Edge landet allerdings mit 8,75 Prozent schon auf dem dritten Platz.

Damit hat der Microsoft-Browser schon Firefox (7,93 Prozent) hinter sich gelassen. Und auch der Safari-Browser von Apple (9,67 Prozent) ist in greifbarer Nähe.

Zum Vergleich: Der Internet Explorer kommt auch im Herbst 2021 noch auf einen Marktanteil von 1,32 Prozent. Allerdings sollten die User vorsichtig sein. So hat Microsoft verkündet, dass es ab Juni 2022 keine Sicherheitsupdates mehr für das Browser-Urgestein geben soll.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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