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Spotify will seinen Dienst in Russland einschränken

Fabian Peters
unsplash.com/ Sara Kurfeß

Spotify will seinen Dienst in Russland einschränken. Das teilte ein Unternehmenssprecher des Streaminganbieters mit. Grund sei ein neues russisches Mediengesetz, das Äußerungen zum Ukraine-Krieg, die von den staatlichen Darstellungen abweichen, unter Strafe stellt.

Bereits Anfang März teilte Streaminganbieter Spotify mit, dass das Unternehmen seine Büros in Russland als Reaktion auf den Ukraine-Krieg auf unbestimmte Zeit schließen wolle. Nun kündigte der schwedische Konzern an, dass auch das Streamingangebot in Russland eingeschränkt werden soll.

Das teilte ein Unternehmenssprecher von Spotify gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit. Grund dafür sei demnach ein neues russisches Mediengesetz, das Äußerungen zum Ukraine-Krieg, die von den staatlichen Darstellungen abweichen, unter Strafe stellt.

Spotify will Anfang April in Russland den Stecker ziehen

Aufgrund der Russland-Sanktionen sowie dem Rückzug zahlreicher Zahlungsdienstleister wie PayPal konnte Spotify seine kostenpflichtige Version bereits zuvor nicht mehr vollumfänglich anbieten.

Das Unternehmen hatte den Verbleib seines übrigen Streamingangebots ursprünglich und ungeachtet des Ukraine-Kriegs allerdings damit begründet, einen Zugang zu unabhängigen Informationen aufrecht erhalten zu wollen.

Das neue russische Mediengesetz stuft unabhängige Informationen nun jedoch als Falschinformationen ein und stellt sie unter Strafe. Der Streaminganbieter sieht sich deshalb gezwungen, sein Angebot komplett einzustellen.

Das betrifft dem Vernehmen nach auch die werbefinanzierte kostenfreie Version. Laut Reuters will Spotify sein gesamtes Streamingangebot voraussichtlich Anfang April einstellen.

Auch Netflix, Disney und Co. ziehen sich zurück

Spotify sei demnach zwar nach wie vor der Meinung, dass ein Zugang zu unabhängigen Nachrichten und Informationen von entscheidender Bedeutung sei, ein Unternehmenssprecher ergänzte jedoch:

Leider gefährdet die kürzlich in Kraft getretene Gesetzgebung, die den Zugang zu Informationen weiter einschränkt, die freie Meinungsäußerung unterbindet und bestimmte Arten von Nachrichten kriminalisiert, die Sicherheit der Mitarbeiter von Spotify und möglicherweise auch die unserer Hörer.

Zuvor hatten bereits Streaminganbieter Netflix und DisneyPlus ihre Dienste in Russland eingeschränkt. Auch Tech-Giganten wie Apple und Google zogen sich zurück. Russland die sozialen Netzwerke Instagram und Facebook zudem offiziell verboten, nachdem beide Plattformen ihren Dienst zuvor teilweise eingeschränkt haben.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).