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Das erste fliegende Elektro-Taxiboot der Welt nimmt Fahrt auf

Felix Baumann
CANDELA

Mit dem P-8 Voyager bringt das schwedische Unternehmen Candela ein Elektroboot auf den Markt, das über das Wasser schweben kann. Es soll die Mobilität auf den Wasserstraßen revolutionieren und als Taxi fungieren.

In den vergangenen Jahren wandelte sich unsere Denkweise in Sachen Mobilität. Vor zehn Jahren nutzten wir noch unsere eigenen Fahrzeuge oder den ÖPNV. Mittlerweile ergänzen viele weitere Mobilitätsdienste unseren Alltag. Scooter rollen inzwischen durch die Städte und Taxialternativen, wie FreeNow oder Uber sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Das ist auch gut für die Umwelt. Ein nicht sehr innovativer Sektor ist nach wie vor die Schifffahrt. Egal, ob im kleinen oder großen, setzen Werften weiterhin auf Verbrennungsmotoren. Schmutzige Schweröl gilt dabei als wahrer Klimakiller. Hier setzt das Unternehmen Candela aus Stockholm an und bringt in Kürze eine nachhaltige und wartungsfreie Alternative auf den Markt.

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P-8 Voyager: Ein fliegendes Elektro-Taxiboot

Das P-8 Voyager ist eine elektrisch betriebenes Kleinboot. Es fasst bis zu sechs Passagiere (exklusive Besatzung) und kann eine echte Alternative zu bisherigen Wassertaxen darstellen. Zum Einsatz kommt dabei ein Tragflächen-System. Das Boot fliegt also im wahrsten Sinne des Wortes über das Wasser. Möglich macht das ein Flugcontroller, der sämtliche Eigenschaften an Board überwacht.

In das kleine Boot flossen Erfahrungen aus der Drohnentechnik, Luftfahrt und Softwareindustrie ein. Es passt seinen Kurs etwa 100 Mal pro Sekunde an. Durch Anwendung der optimalen Neigung, Geschwindigkeit und „Flughöhe“ sind die Passagiere also jederzeit effizient, komfortabel und sparsam unterwegs.

Kaum Verschleiß und Wartungsstunden machen das Elektroboot attraktiv

Candela drückt die Seetauglichkeit wie folgt aus: Du erhältst die gleiche Seetauglichkeit eines 100 Fuß-Schiffes (circa 30 Meter) in einem 28 Fuß-Schiff ( circa 8,53 Meter). Durch das regelrechte Fliegen über die Wellen mit einer Geschwindigkeit ab 16 Knoten ( circa 30 Kilometer pro Stunde), entstehen kaum Wellen. Das P-8 Voyager ist also leise und fällt kaum in seiner Umgebung auf.

Ein weiterer Vorteil ist die gefühlte Wartungsfreiheit der Konstruktion. Das Unternehmen gibt an, dass 3.000 Betriebsstunden ohne eine Wartung möglich seien. Zum Vergleich: Ein Schiff mit Verbrennungsmotor benötigt etwa jede 100 Betriebsstunden eine Wartung. Außerdem sind die Teile ziemlich verschleißfrei.

Die 50 Kilowatt starke Batterie treibt direkt die Propeller an. Das Elektroboot benötigt kein Öl, keine Kühlflüssigkeit und verursacht keine Geräusche. Es dürfte also nicht lange dauern, bis die ersten Passagiere mit bis zu 30 Knoten (etwa 55 Kilometer pro Stunde) über Wasserstraßen unterwegs sind.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.