Technologie

Der VW Käfer kommt zurück – und zwar als Elektroauto

VW Beetle, Elektrofahrzeug, E-Auto
VW
geschrieben von Beatrice Bode

Der Käfer von Volkswagen (VW) soll künftig Teil einer Reihe von Elektrofahrzeugen des Konzerns werden. Bereits in den kommenden zwei Jahren könnte der Elektro-Käfer dabei der Marktreife erreichen. Die Hintergründe.

Er gehört unter die Top Ten der meist verkauftesten Autos der Welt: der VW-Käfer. Nach 65 Jahren Produktion ging das letzte Modell im Jahr 2003 vom Band und hinterließ bei vielen Menschen eine emotionale Lücke. Nun soll der VW-Käfer beziehungsweise das Nachfolgermodell Beetle sein Comeback feiern – und zwar als Elektroauto.

VW-Chef gibt Hinweis auf Elektro-Käfer

Dass der Käfer bald wieder Teil der Volkswagen-Produktion werden könnte, lässt sich vor allem aus einem Hinweis von VW-Group-CEO Herbert Diess schließen. In einer „Ask-Me-Anything„-Runde auf Reddit im vergangenen Februar beantwortete er die Fragen der Teilnehmenden.


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Der Post eines Users mit dem Namen „coldbrew18“ gab dabei den Hoffnungsschimmer für das kultige VW-Modell. „Bringen Sie den Käfer als Elektrofahrzeug wieder zurück – einen echten Käfer, der leicht zu modifizieren, klein und lustig ist“ forderte coldbrew18 den VW-Chef auf. „Wenn jemand das tun sollte, dann ein Typ namens Herbie!“, schrieb der User weiter in Anlehnung an den Disney-Film „Ein toller Käfer“ aus dem Jahr 1968.

Darauf gab Diess eine mehr oder weniger kryptische Antwort: „Unser emotionalstes Fahrzeug in unserer Geschichte ist zweifellos der Mikrobus. Es war meine erste Priorität, diese Ikone wieder zum Leben zu erwecken. Aber ja, viele andere emotionale Autos sind auf unserer skalierbaren MEB-Plattform möglich“.

Der elektrische VW Beetle aus dem Baukasten

In dieser Antwort verstecken sich zwei Begriffe, die die Medienwelt und VW-Fans gleichermaßen zu Vermutungen inspirieren. Zum einen das kleine Wort „ja“, mit dem der VW-CEO den Hinweis gibt, dass er einen elektrischen Käfer für absolut denkbar hält.

Zum anderen der Hinweis auf den MEB-Baukasten. Aus dem sind bekanntermaßen auch schon andere Elektro-Fahrzeuge gerollt, wie beispielsweise der Elektro-Bulli „ID.Buzz“ oder VW Modelle wie der „ID.3“, „ID.4“ und der „ID.5“.

Einem Bericht von Auto Motor und Sport zufolge hatte VWs Designchef Klaus Bischof bereits 2018 den Elektro-Beetle in einem Interview in Aussicht gestellt. Damals sagte er: „Wenn man sich den MEB anschaut, ist der kürzeste mögliche Radstand der des ID. Wenn man dann den Beetle darauf aufbaut, haben Sie viel Platz ohne Kompromisse bei der Funktionalität. Es könnte also ein sehr attraktives Auto sein.“

Darüber hinaus bestätigte Bischof, dass es bereits eine Skizze eines viertürigen Käfers auf Basis des MEB gäbe. Zudem ließ sich Volkswagen in der Vergangenheit mehrere Modellnamen für Fahrzeuge schützen, darunter auch „e-Beetle“.

Asiatische Konkurrenz sitzt VW im Nacken

Zwar kursieren Vermutungen über Angaben zu Leistung, Preis und Erscheinungsjahr in verschiedenen Medienberichten. Focus Online geht beispielsweise davon aus, dass der Elektro-Beetle im Jahr 2025 oder 2026 produziert werden könnte. Konkrete Informationen vonseiten Volkswagens gibt es dazu allerdings noch nicht.

Jedoch sollte sich VW nicht mehr zu lange Zeit lassen, um den Retro-Käfer in neuem Gewand zu produzieren. Denn auch andere Fahrzeug-Hersteller sind sich der Sehnsucht der Auto-Fans bewusst und arbeiten an ihren eigenen Interpretationen des VW Beetle. EFAHRER.com berichtet zum Beispiel vom elektrischen Käfer-Klons des chinesischen Automobilherstellers Great Wall Motor. Bereits 2021 stellte die Marke seinen „Punk Cat“ auf der Automobilaustellung „Auto Shanghai“ vor.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

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