Tattoo, Blutdruck, elektronisches Tattoo

Elektronisches Tattoo soll Blutdruckmessungen ermöglichen

Felix Baumann
University of Texas at Austin

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Forschende haben ein elektronisches Tattoo entwickelt, das kontinuierlich den Blutdruck misst. Es soll alle bisherigen Systeme in der Genauigkeit übertreffen. 

Technologie ist seit Jahren ein Wegbereiter in der Medizin. Während wir im Alltag vor allem Fortschritte bei technischen Geräten und Anwendungen beobachten können, zieht auch Künstliche Intelligenz (KI) nach und nach in viele Krankenhäuser und Praxen ein.

Viele Systeme erzielen dabei erstaunliche Ergebnisse, denn neue Technologien und KI machen klassische Heilungs- und Diagnosemethoden teilweise noch sicherer und effizienter. Ein aktuelles Beispiels stammt dabei von der Universität von Texas in Austin und der Texas A&M Universität.

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Forschende haben nämlich ein elektronisches Tattoo entwickelt, das die Diagnose von Herz-Kreislauf-Problemen revolutionieren soll. Denn die Erhebung von zuverlässigen Daten zum Blutdruck gilt als entscheidender Faktor für die Herzgesundheit, erweist sich aber seit Jahrzehnten als kompliziert.

Elektronisches Tattoo ermöglicht genauere Diagnosen

Bisherige Methoden erhoben in den meisten Fällen nur Daten zum Zeitpunkt der Messung. Die Patient:innen kamen dabei zur Untersuchung und Ärztinnen maßen den Blutdruck und analysierten das Ergebnis. Doch je nach Uhrzeit und Situation variiert unser Blutdruck und damit auch unsere Gesundheit.

Das elektronische Tattoo soll jedoch Abhilfe verschaffen. Es geht allerdings nicht unter die Haut wie ein klassisches Tattoo. Vielmehr handelt es sich um nahezu schwerelose Sensoren, die mithilfe einer klebrigen Masse die Haut umhüllen.

Der eingebauten Sensoren verschicken wiederum Stromstöße durch den Körper und erheben kontinuierlich Daten. Am Ende lässt sich aus den einzelnen Messungen ein Gesamtbild ableiten.

Smartwatches sind bis heute keine ernsthafte Konkurrenz

Das Tattoo besteht außerdem aus Graphen. Das Material ist besonders dünn und widerstandsfähig, gleichzeitig ermöglicht es durch seine Eigenschaften ein komfortables Tragen am Körper. Bei jeder einzelnen Messung analysiert ein intelligenter Algorithmus zudem die Ergebnisse und schlägt notfalls Alarm.

Dass Smartwatches traditionelle Geräte Blutdruckmessgeräte ersetzen, halten Experten:innen noch eher für unwahrscheinlich. Die dabei angewandte Messung verwendet Licht und einen Sensor, um die Bewegung im Blut zu messen.

Dieses Verfahren ist jedoch noch relativ ungenau. Außerdem bewegen sich Smartwatches kontinuierlich am Handgelenk. Die Messungen lassen sich also nur schwer vergleichen. Das elektronische Tattoo könnte sich hingegen über kurz oder lang durchsetzen. Die Ergebnisse sind bereits so genau, dass andere marktübliche Geräte kaum noch mithalten können.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.