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ZEDU-1: Das ist das wohl umweltfreundlichste Elektroauto der Welt

Felix Baumann
DLR

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat ein Elektroauto entwickelt, das als das umweltfreundlichste Straßenfahrzeug der Welt gilt. Der ZEDU-1 ist nämlich nicht nur fast emissionsfrei, sondern reduziert auch den Ausstoß von Mikroplastik durch den Abrieb von Reifen und Bremsen. 

Elektroautos prägen vermutlich die Mobilität der Zukunft. Doch damit E-Autos auf tatsächlich umweltfreundlich sind, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Einerseits muss die „Tankfüllung“ der Fahrzeuge aus nachhaltigen Quellen stammen. Andererseits dürfen Elektroautos keine Abfallprodukte hinterlassen.

Während Batterien und nachhaltige Energiequellen den Antrieb von Elektroautos relativ umweltfreundliche machen, denken viele, wenn es um die Umwelt geht, oft nicht an die eigentliche Nutzung ihrer Fahrzeuge. Denn abseits vom Antrieb produziert ein Fahrzeug weiteren umweltschädlichen Abfall.

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Der Abrieb der Reifen und Bremsen trägt etwa zur Entstehung von Mikroplastik bei. Diese Nachteile möchte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun mit einem Prototypen des sogenannten Zero Emission Drive Unit – Generation 1 (ZEDU-1) ausbügeln.

ZEDU-1: Das umweltfreundlichste Elektroauto der Welt?

Der ZEDU-1 soll laut DLR das weltweit umweltfreundlichste Straßenfahrzeug sein. Neben einem Elektroantrieb setzt das E-Auto nämlich auch in anderen Bereichen auf Nachhaltigkeit, beispielsweise bei den Reifen und Bremsen. Grund ist, dass dabei häufig Verschleiß auftritt.

Deshalb hat der ZEDU-1 auch keine Scheibenbremse im Radkasten, sondern verfügt über eine Lamellen-Bremse in der Elektromotor-Getriebe-Einheit. Die Lamellen der Bremse befinden sich dabei in einem Behälter aus Öl. Das pumpt das System wiederum regelmäßig durch einen Filter und eliminiert damit den entstandenen Abrieb.

Gleichzeitig hilft eine Induktionsbremse auf Basis von Magnetfeldern dem Fahrzeug beim Abbremsen. Diese Art Bremse ist fast vollständig verschleißfrei.

Kaum Ausstoß von Mikroplastik und Feinstaub

Das Konzept hat einen hohen Wirkungsgrad und gilt außerdem als alltagstauglich. Von seiner Größte lässt sich der ZEDU-1 in die Gruppe der Kompaktwagen einordnen. Die verbaute Elektronik soll die entstandene Bremsenergie dabei außerdem vollständig zurückgewinnen. Ein Gehäuse schottet wiederum die Reifen des E-Autos ab.

Auch das hat nachhaltige Gründe. Denn durch das Einschließen der Reifen entsteht ein Unterdruck, sodass sich der Reifenabrieb innerhalb des Radkastens sammelt. Das Elektroauto saugt das Abrieb-Luft-Gemisch anschließend ab und filtert es.

So gelangt kein Mikroplastik in die Umwelt und im Endresultat stößt der ZEDU-1 überwiegend saubere Luft aus. Das funktioniert bei Geschwindigkeiten von bis 50 Kilometer pro Stunde fast immer. Bei höherem Tempo sinkt die Reinigungsleistung aber auf etwa 70 bis 80 Prozent ab.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.