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„Made in Germany“ oder: Künstliche Intelligenz aus Deutschland

Felix Baumann
Alexander Sinn

Wenn es um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz geht, scheint Deutschland nur eine Nebenrolle zu spielen. Doch auch hierzulande gibt es bereits einige KI-Unternehmen mit Potenzial. 

Blicken wir auf die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, scheint Deutschland kaum eine Rolle zu spielen. In den vergangenen Wochen und Monaten jagte zwar eine KI-Schlagzeile die nächste. Doch der Ursprung all dieser Meldungen liegt (fast) immer in den Vereinigten Staaten. Dabei ist Deutschland gar nicht so unbedeutend, wenn es um die Entwicklung von KI geht.

Wenn es um Systeme zur Erzeugung täuschend echter Bilder geht, so machte  etwa Stable Diffusion von sich reden. Das Tool nimmt beliebige Texteingaben entgegen und generiert daraus eine stimmige Bilddatei. Doch der Algorithmus dahinter stammt nicht von einem Start-up aus dem Silicon Valley, sondern von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München.

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Künstliche Intelligenz aus Deutschland

Die Plattform Zeta Alpha wertete kürzlich wiederum die 100 wichtigsten Forschungspapiere rund um das Thema Künstliche Intelligenz aus. Mit dem vierten Platz schneiden Deutschland dabei vergleichsweise gut ab. Die LMU ist folglich nicht die einzige Institution, die in der KI-Forschung Fortschritte erzielt.

Das Start-up Aleph Alpha aus Heidelberg hat etwa das Sprachmodell Luminous entwickelt, das aus bestehenden Daten neue Inhalte generiert. Investoren sehen ein solch großes Potenzial in dem Tool, als dass sich Aleph Alpha eine Geldspritze von über 100 Millionen Euro erhofft. Auch SAP, Deutschlands größter IT-Konzern, überlegt sich an dem Start-up zu beteiligen.

Mit DeepL hat Deutschland ein reines KI-Einhorn

Doch am bekanntesten dürfte das Tool DeepL sein. Der Übersetzer liefert teilweise sogar deutlich bessere Ergebnisse als Google oder andere Tools und ist daher nicht nur hierzulande zu einer echten Alternative geworden. Mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar handelt es sich bei DeepL auch um das einzige KI-Einhorn in Deutschland.

Dabei hat der Entwicklungsstandort Deutschland sowohl Vor- als auch Nachteile. So sitzen deutsche Unternehmen etwa auf einem gigantischen Datenschatz. Informationen, die hierzulande generiert werden, weisen zudem oftmals eine hohe Qualität auf und dienen daher als ideales Trainingsmaterial für Algorithmen.

Aber es gibt auch Stolpersteine: beispielsweise hohe Personalkosten und die Beschränkungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Erst kürzlich verbot Italien die Nutzung von ChatGPT wegen Datenschutzbedenken.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.