Gesetz gegen digitale Gewalt, Hass, Internet, Accountsperren,

„Gesetz gegen digitale Gewalt“: Gerichte sollen Accounts sperren können

Fabian Peters
Adobe Stock/ Tiko

Anzeige

Berichten zufolge plant das Bundesjustizministerium ein „Gesetz gegen digitale Gewalt“. Es soll Betroffene von „schwerwiegenden Persönlichkeitsverletzungen“ im Netz besser schützen. Gerichte können Accounts demnach künftig auf Antrag sperren. 

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) verpflichtet die Betreiber von sozialen Netzwerken bereits Inhalte, die Hass, Hetze und Beleidigungen enthalten, zu löschen. Ein neues und weiteres Gesetz soll die Betroffenen von „schwerwiegenden Persönlichkeitsverletzungen“ im Netz künftig noch besser schützen.

Das geht aus einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios hervor. Demnach plant das Bundesjustizministerium ein „Gesetz gegen digitale Gewalt“, das Gerichte befähigen soll, Social-Media-Accounts sperren zu lassen. Betroffenen sollen dafür wiederum „unter gewissen Voraussetzungen“ einen Antrag stellen können.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

„Gesetz gegen digitale Gewalt“

Das neue Gesetz soll ein Mittel gegen „notorische Rechtsverletzer im digitalen Raum“ sein und vor allem in solchen Situationen helfen, in denen unklar ist, wer hinter einem Account steckt. Eine potenzielle Accountsperre müssen jedoch „verhältnismäßig“ sein.

Sie sei außerdem nur dann probates Mittel, wenn „Wiederholungsgefahr“ bestehe und Maßnahme wie die Löschung von einzelnen Beiträgen nicht genüge. Zunächst müssten die Inhaber eines Accounts jedoch auf das Ersuchen hingewiesen werden, um die Möglichkeit einer Stellungnahme ausschöpfen zu können.

Gesetz gegen Hass und Hetze im Netz: Bürgerrechtler begrüßen das Vorhaben

Kommt es zu einer Accountsperre, so soll diese wiederum „nur für einen angemessenen Zeitraum“ erfolgen. Laut ARD-Hauptstadtstudio befürworten Ulf Buermeyer von der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) und Josephine Ballon von HateAid das Gesetz derweil grundsätzlich.

Die Bürgerrechtler kritisieren allerdings, dass ein Täter den Plänen des Justizministeriums zufolge mehrfach negativ in Erscheinung treten muss, um gesperrt zu werden. Außerdem greife die Maßnahme nur dann, wenn Betroffene wiederholt angegangen werden würden.

Accounts, die Volksverhetzung betreiben, würden zudem durch das Raster fallen. Laut den Eckpunkten des Gesetzesentwurfs können Gerichte außerdem auf Antrag IP-Adressen herausgeben dürfen. Das „Gesetz gegen digitale Gewalt“ soll auch für Messengerdienste gelten und Telekommunikationsdienste in die Pflicht nehmen.

Auch interessant: 

🤑 200€ Prämie abstauben

Eröffne jetzt dein kostenloses Santander Girokonto und staube für kurze Zeit bis zu 200 Euro Prämie für Neukunden ab. Schnell sein lohnt sich!


Jetzt 200€ sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Chefredakteur
Folgen:
Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).