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Ich arbeite mit bis zu 8 Stunden Zeitverschiebung – das sind meine Erfahrungen

Beatrice Bode
unsplash.com/Anton Shuvalov

Ich arbeite die meiste Zeit im Ausland. Das hat zwar viele Vorteile, birgt allerdings auch einige Herausforderungen. Eine davon: die Zeitverschiebung. Das Leben in anderen Zeitzonen wirkt sich dabei auch auf meine Arbeit aus. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen: Vielen kommt dieser Satz scherzhaft über die Lippen, wenn sie mich kennenlernen. Für mich ist allerdings ein Traum wahr geworden. Denn mein Chef erlaubt mir, remote zu arbeiten, während ich im Ausland unterwegs bin.

Zeitverschiebung: Remote-Work für die mentale Gesundheit

Statistiken zufolge verbessert Remote-Arbeit die mentale Gesundheit. Und das ist nur einer der Gründe, warum ich mich freue, dass mein Unternehmen mehr Wert auf meine Arbeitsleistung als auf meinen Aufenthaltsort legt.

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Denn mein Arbeitsmodell hat viele Vorteile für mich. Ich muss nicht warten, bis mein Urlaub beginnt, um am Strand zu liegen oder tauchen zu gehen. Außerdem darf ich mich frei für einen Ort entscheiden. Ich kann das Land wechseln oder meinen Schreibtisch gegen einen Liegestuhl eintauschen.

Allerdings arbeite ich nur selten in der gleichen Zeitzone wie meine Kolleg:innen. Je nach Land haben wir eine Zeitverschiebung zwischen fünf und acht Stunden. Das heißt vor allem, dass ich meinen Arbeitstag erst beginne, wenn sich der Rest vom Team bereits auf den Feierabend vorbereitet.

Diese Herausforderungen entstehen im Arbeitsalltag

Wenn ich morgens starte, spreche ich mich zunächst mit meinen Kolleg:innen ab und plane meinen Tag. Dabei ist wichtig, vorauszudenken und mögliche Problemquellen abzuklopfen. Denn ich muss damit rechnen, dass ich später niemanden mehr erreiche, falls ich eine Frage habe.

Außerdem ist es wichtig, konstant abzugleichen, wie viel Zeitverschiebung wirklich herrscht. Denn durch den Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit in Deutschland oder aufgrund meiner eigenen Reisepläne kann man bei den Uhrzeiten schnell durcheinander kommen – und im Zweifel wichtige Fristen verpassen.

Auch die Terminfindung erfordert Organisation, sowohl intern als auch extern. So hoffe ich konstant auf das Verständnis meiner Kolleg:innen, wenn es darum geht, einen gemeinsamen Team-Call zu planen.

Und auch bei Interview-Partner:innen ist die Terminauswahl begrenzt. Alle Meetings finden wiederum ausnahmslos online statt. Allerdings reagieren die Menschen, mit denen ich in Kontakt bin, immer entgegenkommend und sind bereit, Kompromisse zu schließen.

Zeitverschiebung: Arbeiten, während andere schlafen

Obwohl vor allem die Organisation von Terminen zur Herausforderung werden kann, hat die Zeitverschiebung auch den Vorteil, dass ich arbeite, während der Rest des Teams bereits unerreichbar ist. So kann ich auf Ereignisse reagieren, die nach deutscher Zeit abends oder nachts geschehen.

Wenn also beispielsweise aus den USA eine interessante Meldung kommt, bin ich die erste, die sie liest. Dadurch haben wir gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil.

Aus subjektiver Sicht ist es außerdem entspannend, einen Teil des Arbeitstages allein zu verbringen. Ich kann mir meinen Arbeitsplatz aussuchen und mir meine Aufgaben selbst einteilen. Auch Ablenkungen gibt es eher wenige. Zum Feierabend gehe ich dann direkt an den Strand und genieße einen frischen Smoothie, während ich aufs Meer blicke.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.