Arbeit faul, Pause, müde, Homeoffice

Wer auf der Arbeit faul ist, ist intelligent, erfolgreich und glücklich – sagt Studie

Maria Gramsch
Adobe Stock / Strelciuc

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Du denkst, dass nur Überstunden nach dem eigentlichen Feierabend und am Wochenende dich bei der Arbeit voranbringen? Eine neue Studie ist da anderer Meinung. Demnach ist bei der Arbeit besonders erfolgreich, wer in Wirklichkeit faul ist.

Nur wer viel und hart arbeitet, kann auch erfolgreich sein? Das ist so nicht ganz richtig, wie eine neue Studie der Florida Gulf Coast University nahelegt.

Den Ergebnissen der Studie zufolge bestehe ein Zusammenhang zwischen Faulheit und Intelligenz. Denn intelligente Menschen – also jene mit einem höheren IQ – würden sich weniger schnell langweilen und deshalb am Tag mehr Zeit mit dem Nichtstun beziehungsweise mit dem Nachdenken verbringen.

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Faul auf der Arbeit: Denker sind weniger aktiv

Für die Studie haben die Forschenden der Florida Gulf Coast University eine Gruppe von Studierenden zunächst einem klassischen Test unterzogen. Dabei mussten sie einen Fragebogen ausfüllen und wurden anschließend in „Denker“ und „Nicht-Denker“ unterteilt.

In der darauffolgenden Woche haben beide Gruppen einen Tracker erhalten, um ihre körperliche Aktivität zu messen. Laut den Ergebnissen waren die Proband:innen der denkenden Gruppe in dieser Woche weit weniger aktiv als die der nicht denkenden Gruppe.

Welche Gründe gibt es für dieses Phänomen?

Die Forschenden gehen davon aus, dass die Menschen aus der Gruppe mit den Nicht-Denkern sich schneller langweilen. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass sie sich mehr mit körperlicher Aktivität beschäftigen.

Die Teilnehmenden der Denker-Gruppe hingegen würden mehr Zeit damit verbringen, ihren Gedanken nachzuhängen oder über komplexe Sachverhalte nachzugrübeln.

Wer bei der Arbeit faul ist, ist intelligent, erfolgreich und glücklich

Regelmäßige Ruhepausen führen also dazu, dass intelligentere Menschen ihre Ressourcen besser einsetzen und so auch ohne zahlreiche Überstunden erfolgreich sein können. Das mache sie im Endeffekt dann auch glücklicher.

Das unterstreicht auch der Harvard-Professor Shawn Achor. Der Glücksforscher geht davon aus, dass harte Arbeit und Erfolg nicht zwingend korrelieren.

Seiner Meinung nach steht harte Arbeit dem Erfolg sogar im Weg. Allerdings ist der Erfolg laut Achor ein entscheidender Faktor in Sachen Glück.

Dabei steht jedoch das Glück an erster Stelle. Menschen werden also nicht glücklicher, weil sie erfolgreicher sind. Sondern glückliche Menschen sind laut Achor „produktiver und engagierter bei der Arbeit“.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.