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Gefälschte Jobangebote: Verbraucherzentrale warnt vor Identitätsmissbrauch

Maria Gramsch
Adobe Stock / FAMILY STOCK

Manche Jobangebote im Internet klingen wirklich zu gut, um wahr zu sein. Die ernüchternde Erkenntnis ist aber leider meist, dass genau das der Fall ist. Verbraucherschützer warnen deshalb vor Identitätsmissbrauch durch gefälschte Jobangebote. Wir erklären dir, worauf du bei der Jobsuche achten solltest.

Die Jobsuche hat sich in den vergangenen Jahren ins Internet verlagert. Immer mehr Arbeitgeber setzen inzwischen auf Online-Recruiting, um ihre freien Stellen zu besetzen.

Doch auch für Jobsuchende bieten Plattformen wie Indeed, Stepstone oder LinkedIn einen einfachen Weg, um nach passenden Jobs Ausschau zu halten. Dabei tauchen auch immer wieder ziemlich verlockende Angebote auf – doch hier ist meist Vorsicht geboten.

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Gefälschte Jobangebote: Darauf solltest du achten

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor genau solchen, viel zu verlockend klingenden Jobgesuchen. Denn diese können ganz schnell zu Identitätsmissbrauch führen.

Im Beispiel geht es um einen Job, bei dem Apps von zuhause aus getestet werden sollen. Dabei verlange der neue Arbeitgeber bereits mit Unterzeichnung des Arbeitsvertrags eine Kopie des Personalausweises.

Die erste Arbeitsaufgabe ist dann der Test von einem Videoidentverfahren. Dafür soll ein Bankkonto eröffnet werden, um dann beim Identverfahren die Sicherheitsmerkmale zu überprüfen.

Und genau bei diesen beiden Forderungen sollten bei dir die Alarmglocken schrillen. Denn diese Anweisungen seien nicht normal, wie die Verbraucherzentrale warnt.

Was passiert mit den Daten und dem Konto?

Der angebliche Arbeitgeber versichert, dass das Konto „nur zu Forschungszwecken eingerichtet“ wird. Nach Abschluss der Studie solle „eine schriftliche Bestätigung von der Bank“ eintreffen.

Dich die kommt laut der Verbraucherzentrale nie. Denn die Betrüger:innen haben es auf das neu eröffnete Konto und die Daten aus dem Personalausweis abgesehen.

Mit dem von Ihnen eingerichteten Konto und der Kopie Ihres Personalausweises können Kriminelle viel Schaden anrichten.

Kriminelle könnten dann mit dem Bankkonto Zahlungen veranlassen oder es für Fake-Shops missbrauchen. Verantwortlich sind dann der Kontoinhaber oder die Kontoinhaberin.

Warnsignale für gefälschte Jobangebote

Damit es dir nicht ergeht, wie in diesem Beispiel, hat die Verbraucherzentrale verschiedene Warnsignale zusammengetragen. Sollten diese auftreten, heißt es lieber Vorsicht walten zu lassen.

Zum einen solltest du vorsichtig sein, wenn du zu schnell eine positive Rückmeldung auf deine Bewerbung erhältst. Auch die Übersendung einer Kopie des Personalausweises zum Nachweis deiner Identität sei ein solches Warnsignal. Vor allem wenn der potenzielle Arbeitgeber dies noch vor Übersendung des Arbeitsvertrags verlangt.

Da die Kommunikation meist über Chats oder Messenger erfolgt, solltest du auch auf die Rechtschreibung oder Fehler in der Ansprache achten. In Betrugsfällen wird es laut der Verbraucherzentrale außerdem keinen persönlichen Kontakt geben, auch nicht telefonisch.

Solltest du doch einmal in eine solche Falle tappen, rät die Verbraucherzentrale zu rechtlichen Schritten. Es sei sehr wahrscheinlich, dass in einem solchen Fall zivilrechtliche und auch strafrechtliche Konsequenzen auf dich zukommen. Außerdem solltest du selbst auch Strafanzeige stellen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.