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Studie fordert: Kinder sollten Smartphones erst ab 13 Jahren nutzen

Beatrice Bode
Adobe Stock/Prostock-studio

Kinder sollten Smartphones erst ab einem Alter von 13 Jahren nutzen dürfen. Das fordert eine neue Studie aus Frankreich. Der Zugang zu Social Media-Kanälen wie Instagram, Snapchat und TikTok sollte sogar erst ab 18 Jahren erlaubt sein. Die Hintergründe.

Kinder sollten Smartphones erst ab einem Alter von 13 Jahren nutzen dürfen. Das geht aus einer aktuellen französischen Studie hervor. Zudem sollte Minderjährigen auch der Zugang zu Sozialen Medien wie TikTok, Instagram und Snapchat untersagt werden.

Smartphone-Zugang für Kinder: Macron fordert neue Richtlinien

Medienberichten zufolge hatte Präsident Emmanuel Macron die Studie bei entsprechenden Expert:innen in Auftrag gegeben, um neue Richtlinien zu erarbeiten. Dazu schrieb er in einem X-Post: „Die richtige Nutzung von Bildschirmen für unsere Kinder zu Hause und im Unterricht festzulegen: Das ist das Ziel des Berichts […]“.

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Die Studie schlägt einen harten Ton an. Dort heißt es, dass Kinder vor der profitorientierten Strategie der Tech-Welt geschützt werden müssen. Die Industrie ziele darauf ab, die Aufmerksamkeit der jungen Menschen zu fesseln und alle Formen der kognitiven Verzerrung zu nutzen. Die Absicht: die Kinder an die Bildschirme zu binden, sie zu kontrollieren und zu monetarisieren.

Auf dem Technologiemarkt seien Kinder mit Ware gleichzusetzen, so der Bericht weiter. „Wir wollen, dass [die Industrie] weiß, dass wir gesehen haben, was sie tun, und wir werden sie nicht damit durchkommen lassen“.

Keine Smartphones für Kinder: Soziale Medien erst ab 18

Die Studie hat sich mit der Bildschirmnutzung in jedem Alter beschäftigt. So enthält sie auch Empfehlungen für die Verwendung von Telefonen und Bildschirmen auf Entbindungsstationen. Auch Kinder unter drei Jahren sollten nicht mit Bildschirmen in Berührung kommen – das gilt auch fürs Fernsehen.

Zudem raten die Forschenden, die Nutzung von Bildschirmen aller Art für Kinder im Alter von sechs Jahren stark einzuschränken. Ab elf Jahren könnten Kinder zwar Mobiltelefone nutzen, allerdings ohne Internetzugang. Das solle erst ab einem Alter von 13 Jahren erlaubt sein.

Gleichzeitig empfehlen die Expert:innen für Jugendliche nur  den Konsum von „ethischen“ sozialen Medien wie beispielsweise Mastodon. Herkömmliche, massenhaft vermarktete, profitorientierte Social Media-Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat sollten erst ab einem Alter von 18 Jahren zugänglich sein. In dem Zusammenhang müssten Teenager auch besser darüber aufgeklärt werden, warum ausreichend Schlaf aus wissenschaftlicher Sicht notwendig ist.

Bewusste Bildschirmnutzung auch für Eltern

Die Wissenschaftler:innen wollen die Eltern nicht tadeln, berichtet beispielsweise The Guardian. Sie seien selbst Opfer einer mächtigen Tech-Industrie. Stattdessen wolle man sie unterstützen, sich   auf ihre Kinder zu konzentrieren, mit ihnen zu sprechen, zu essen und zu spielen. Denn auch Erwachsene, die auf ihren Handys scrollen, während sie die Kleinen füttern, schaden der emotionalen Entwicklung junger Menschen. Das gilt insgesamt für Haushalte, in denen ständig ein Fernseher im Hintergrund läuft.

Bildschirme hätten zudem negative Auswirkungen auf das Sehvermögen, den Stoffwechsel, die Intelligenz, Konzentration und kognitiven Prozesse der Kids. Die elterlichen Kontroll-Funktionen für Mobilgeräte reichen nicht aus, um Kinder zu schützen. Bisher ist unklar, wie die französische Regierung mit den neuen Erkenntnissen umgehen wird. Macron sagte im Januar 2024, dass es Verbote und Einschränkungen geben könnte.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.