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Facebook und Instagram wollen deine Daten für KI nutzen – so kannst du widersprechen

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Pixabay.com / Pete Linforth
geschrieben von Maria Gramsch

Meta will seine Richtlinien für Facebook und Instagram anpassen, damit deine Postings künftig für das Training der hauseigenen KI fungieren können. Möchtest du das nicht, kannst du Widerspruch einlegen.

Damit KI-Systeme wie ChatGPT oder Dall-E arbeiten können, müssen sie zuvor trainiert werden. Dafür sind Unmengen an Daten nötig, die in die Systeme eingespeist werden, damit diese wiederum dann eigenständig Texte, Bilder oder Videos erstellen können.

Meta möchte für das Trainieren seiner eigenen KI-Systeme wie „Meta AI“ und „AI Creative Tools“ künftig die Posts seiner Nutzer:innen verwenden. Dafür wird der Konzern seine Richtlinien anpassen. Alles, was du bei Facebook und Instagram postest, fließt damit in das KI-Training im Hause Meta ein.

Möchtest du das allerdings verhindern, kannst du Widerspruch einlegen. Wie die Verbraucherzentrale berichtet, hat dies laut erster Meldungen von Betroffenen bereits geklappt. Meta habe die Widersprüche auch „ohne eine lange Begründung“ angenommen.

So widersprichst du KI-Training mit Daten von Instagram und Facebook

Ab dem 26. Juni sollen die Änderungen der Datenschutzrichtlinie von Meta gelten. Danach könnten deine Posts bei Facebook und Instagram für das Training von Metas KI-Systemen verwendet werden.

Dazu zählen laut der Verbraucherzentrale auch Beiträge, die du nur für enge Freunde zur Verfügung stellst. Denn in den Richtlinien heißt es, dass Meta „Beiträge, Fotos und deren Bildunterschriften sowie Nachrichten, die du an eine KI sendest“, verwenden will. Demnach wären nur private Nachrichten im Messenger von der Nutzung ausgeschlossen.

Meta sieht sich hierfür im Recht, da das KI-Training Teil des Geschäftsmodells sei. Laut Artikel 6 der DSGVO könne Meta die Daten seiner Nutzer:innen hierfür verwenden – es sei denn, sie widersprechen dieser Praxis.

Für diesen Widerspruch stellt Facebook Formulare bereit, in denen du deinen Widerspruch begründen musst. Meta entscheidet dann, ob es deinen Widerspruch annimmt oder nicht.

So findest du die Formulare für den Widerspruch

Willst du bei Facebook und Instagram Widerspruch für die Nutzung deiner Daten für das KI-Training einlegen, musst du die von Metabzur Verfügung gestellten Formulare nutzen. Laufen deine Konten bei dem Konzern über verschiedene E-Mail-Adressen, musst du für jede einzeln Widerspruch einlegen.

Bei Facebook musst du zunächst deine Profilseite öffnen, um in deine Chronik zu gelangen. Navigiere nun zu deinen Einstellungen, indem du auf dein Profilfoto klickst.

Öffne hier den Punkt „Einstellungen und Privatsphäre“ und dann „Einstellungen“. Hier findest du den Menüpunkt „Datenschutzrichtlinie“. Es öffnet sich ein neues Fenster. Klicke hier auf den Link „Widerspruchsrecht“. Es öffnet sich die Seite mit dem Formular für deinen Widerspruch.

Bei Instagram findest du das Formular auf einem ähnlichen Weg. Navigiere hier zunächst zu deiner Profilseite und öffne über die drei Striche das Menü für die Einstellungen.

Scrolle nun herunter und öffne den Menüpunkt „Info“. Auch hier öffnet sich über den Punkt „Datenschutzrichtlinie“ ein neues Fenster, in dem du das Formular mit einem Klick auf den Link „Widerspruchsrecht“ findest.

Die Verbraucherzentrale hat eine Liste für mögliche Gründe für den Widerspruch zusammengetragen. Sollte dir also keine Begründung einfallen, kannst du dir hier Inspiration holen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.

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