Wirtschaft

Umweltschutz und Co.: Das steckt hinter dem neuen Amazon Day

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Durch Amazon Day sollen Fahrten und die Anzahl der Pakete reduziert werden. (Foto: Pixabay.com / dominikrabalski)
geschrieben von Christian Erxleben

Amazon will klimafreundlicher werden. Deshalb führt der E-Commerce-Gigant jetzt auch in Deutschland den sogenannten Amazon Day ein. Wir erklären dir, was sich hinter dem neuen Projekt verbirgt und welche Konsequenzen es für dich hat.

Erst vor zwei Wochen ist es mir wieder passiert. Ich habe bei Amazon zeitgleich drei Produkte bestellt: ein Thermometer, eine DVD und einen Reflektor für den Sport.

Leider gab es auf der Bestell-Seite keine Option dafür, alle Pakete gemeinsam zu verschicken. Das Lieferdatum war gleich und der Paket-Zusteller war ebenfalls der gleiche. Und so kam es, dass am darauffolgenden Tag ein Lieferant mit drei einzeln verpackten Amazon-Lieferungen bei mir vor der Tür stand.

Weniger Pakete, weniger Fahrten, mehr Klima-Verträglichkeit

Nun ist es so, dass ich die Amazon-Verpackungen aufhebe und darin mein Altpapier sammle. Dadurch haben die Kartons zumindest noch einen theoretischen Sinn. Praktisch jedoch hätten auch alle drei Pakete in eines gepasst – und das weiß auch Amazon.

Die Folgen dieser Paket-Flut sind längst bekannt. Mal abgesehen von der Anzahl der Pakete und dem Stauraum, den sie in den Lieferfahrzeugen benötigen, ist die Wahrscheinlichkeit bei drei zuzustellenden Paketen hoch, dass der Empfänger nicht jedes Mal zu Hause ist.

Das bedeutet im schlimmsten Fall: Für ein Paket braucht es mehrere Zustellungen und damit natürlich auch gleich eine höhere Umweltbelastung. Und genau an dieser Stelle setzt das neue Projekt „Amazon Day“ an.

Der Gedanke hinter Amazon Day

Amazon Day ist ein Lieferkonzept, das jetzt auch nach Deutschland kommt. Das berichtet die Wirtschaftswoche exklusiv. Die Idee dahinter ist simpel: Bei mehreren Bestellungen können Amazon-Kunden einen Tag – den Amazon Day – festlegen und somit alle Pakete bündeln.

Amazon wiederum verringert die Anzahl der Kartons, der Zustellungen und des Verpackungsmülls. Außerdem entfällt für den Kunden die nervige Ungewissheit, wann denn jetzt die Lieferung ankommt.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.

1 Kommentar

  • Ich finde die Idee gut. Ein wenig darauf aufmerksam zu machen, dass nicht zu viel und unnötig bestellt wird kann nicht schaden. Tortzdem glaube ich, dass viele als Konsumzombies darauf wenig achten werden. Von daher sehe ich vor allem die Hersteller in der wichtigen Rolle, sich um besonders umweltbewusste Verpackung und den passenden Versand zu kümmern. Der Einzelne will sich ja leider nicht einschränken, obwohl es dem Planeten besser täte.