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Married on MySpace: Traumhochzeit gratis, aber Community-Mitglieder entscheiden über Details

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Die holländische Showmasterin Linda de Mol hat es in den 90er Jahren bei RTL mit ihrer Wedding-Spielshow „Traumhochzeit“ unzählige Male vorgemacht: Im Zeitalter von Web 2.0 gibt es nun eine adäquate Fortsetzung – auf MySpace. Die Internetplattform bezahlt einem Brautpaar die komplette Hochzeitsfeier einschließlich Polterabend, Junggesellenabschied, Klamotten und Ringe. Eine echte Traumhochzeit also, allerdings mit einigen nicht ganz unwichtigen Haken. So wird das Brautpaar bei jedem seiner Schritte vor den Traualtar von einem MySpace-Filmteam begleitet. Zudem dürfen die Community-Mitglieder per Abstimmung über die Details der Traumhochzeit entscheiden.

Bis zum 17. April können sich öffentlichkeitsgeile Brautpaare per Video auf dem Portal melden (Google Cache, da die Seite von Deutschland aus nicht aufrufbar ist) und dort erzählen, wer, wie, wo, wem und wann den Antrag gemacht hat. Dann stimmen die Mitglieder zum ersten Mal darüber ab, welches verliebte Paar in den Genuss der Traumhochzeit kommt. Wie gesagt, sämtliche Kosten übernimmt die Internetplattform. Dafür gibt es eine Dauerbegleitung von einem Filmteam, das aus den Aufnahmen insgesamt 13 Webisoden schneidet. Das fertige Filmmaterial gibt es dann auf MySpace zu sehen. Zusätzlich dürfen die Community-Mitglieder darüber entscheiden, welches Kleid die Braut vor dem Altar tragen muss, an welchem Ort die Junggesellenparty stattfinden oder welche Band auf der Hochzeit spielen soll. Eine weitere Vorgabe von MySpace: die Zeremonie muss Anfang August über die Bühne gehen.

Alle Beteiligten werden jedenfalls ihren Spaß an der ganzen Sache haben. Neben der Internetplattform profitiert vor allem das Brautpaar von dem Web-Spektakel. Es bekommt eine Traumhochzeit zum Nulltarif und steht für ein paar Wochen gewollt im Rampenlicht von Millionen von MySpace-Mitgliedern. Bleibt nur zu hoffen, dass die Feierlichkeiten nicht zum Alptraum für das Paar werden. Ich mag mir gar nicht ausdenken, was passieren könnte, wenn die künftigen Eheleute die Gunst ihrer Online-Gäste verlieren und die Trauung nicht wie erhofft vor einer Traumkulisse, sondern auf einer trostlosen Wiese neben einer Müllkippe stattfinden würde. Kommt der alles entscheidende Satz da immer noch so einfach über die Lippen?


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Via: TechCrunch


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(Michael Friedrichs)


Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

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