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'Register'-Jux: Professor Hugh Macbucks entdeckt Holzbildnis von iPad im Urwald

Register

Jason Calacanis ist ein amerikanischer Blogger und Web-Unternehmer der ersten Stunde (sein letztes Projekt mahalo.com dürfte einigen von euch ein Begriff sein). Seine Stimme wird daher in der Szene von vielen gehört und seine Meinung ernstgenommen. Kurz vor der Präsentation des Apple iPad hat sich der gute Mann aber auf seinem Twitter-Account einen bösen Scherz erlaubt, den viele seiner Follower nicht als solchen erkannten. Er gab nämlich vor, ein Beta-Tester des iPad gewesen zu sein und verzapfte dabei Unmengen an Unsinn (komplette Übersicht dieser Tweets könnt ihr bei Gawker sehen).

So sollte der große Bruder des iPhone angeblich über Solarzellen betrieben werden, sowohl über Verizon als auch über den großen Rivalen AT&T drahtlos ins Internet gelangen können, aus Sicherheitsgründen über Gesichts- UND Fingerabdruckerkennung verfügen und anderes mehr. Ende von der Geschichte war, dass viele Medien (unter ihnen die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“) das für bare Münze nahmen und es so veröffentlichten. Das böse Erwachen folgte natürlich auf den Fuß, nämlich als einige Stunden später Steve Jobs das iPad präsentierte. Diese Geschichte liegt aber nun ein paar Tage zurück und wäre eigentlich gegessen… – wenn sich der „Register“ nicht offenbar anschicken würde, einen ähnlichen Jux zu veranstalten. 

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass der Apple-Master-of-Ceremonies Steve Jobs von seinen Aposteln und Jüngern angebetet und seine Produkte verehrt werden. Laut „Register“ existiert nun aber in Papua-Neuguinea ein Eingeborenenstamm namens Ka’zi, der ein aus der Rinde eines heiligen Baums – des „i’Wannitt“ geschnitztes Abbild eines Apple iPad verehrt. Ohne dabei jemals eins zu Gesicht bekommen zu haben, da nie Kontakt zur „zivilisierten Welt“ bestand. Ein gewisser Professor „Hugh Macbucks“ soll diesen Stamm bei einer Expedition in den Regenwald entdeckt haben, just zu dem Zeitpunkt, als die Ureinwohner gerade emsig damit beschäftigt waren, der iPad-Schnitzerei verschiedene Früchte und Körbe mit Fisch als Opfergaben darzubringen.

Aber es wird noch lustiger: Aus den Blättern des Baums, der der Wissenschaft unter dem Fachterminus „Cupertinus fanboisia“ bekannt ist und die einen Drogen-ähnlichen Wirkstoff  namens „i’foria“ enthalten, kann ein Trunk gebraut werden, der nach der Einnahme eine Art Trance-Zustand auslöst. In dieser Trance hätte sich der Shamane des Dorfes befunden, als ihn ein übermenschliches Wesen besucht hätte, „mit einem Bart, einer Stirn aus poliertem Elfenbein und vier Augen“, das ihm ein „magisches Tablet“ beschrieben hätte.

O.K., bis hierhin. Wer wissen möchte, wie die wirklich amüsante Geschichte von „I want it“, „Hugh MacBooks“, „Cupertino Fanbase“ und „Euphoria“ zu Ende geht, kann dies auf der oben verlinkten Seite des „Register“ tun. Ich frage mich nun aber, aber dies ein Seitenhieb auf Calcanis oder den Apple-Hype war, ein Versuch zu zeigen, dass man beim „Register“ auch schöne Storys schreiben kann, die andere gutmütig glauben oder ist es sogar der Beginn einer von nun an regelmäßig verwendeten Abart von Loriots Steinlaus, mit der man Content-Klau nachweisen möchte. Wir werden es sehen…

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

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