Microsoft 'Mobile Surface': Kamera-Projektor-System ersetzt Touchscreen

Marek Hoffmann

Momentan dreht sich bei Basic Thinking alles um die Neuheiten von der CeBIT und André (und auch einige von euch) ist vor Ort, um uns mit den aktuellsten und interessantesten Informationen rund um die IT-Messe zu versorgen. Leider ist aber nicht jeder Aussteller bereit, in Hannover sein gesamtes Innovationspulver zu verschießen. Microsoft beispielsweise hat dem Publikum bisher seine Cloud-Ambitionen und den Kinder-PC vorgestellt, die Präsentation der Weiterentwicklung des Surface-Table spart man sich aber leider für ein anderes Event auf.

Erst auf der TechFest 2010, die morgen in Redmond beginnt, wird Microsoft sein sogenanntes „Mobile Surface“ vorführen. Hierbei handelt es sich um ein neuartiges „Interaktions-System“ für das Mobile Computing. Oder einfacher ausgedrückt: Die Technologie des Multi-Touch-Tables wird mittels eines Kamera-Projektor-Systems auf Smartphones und andere mobile Geräte übertragen. Hierzu wird zunächst der Inhalt des Gadget-Displays in vergrößertem Maßstab auf eine ausgesuchte Unterlage projeziert (beispielsweise einen Tisch oder ein Blatt Papier). Durch eine Kamera, die die Handbewegungen des Users registriert und als Befehle interpretiert, verwandelt sich die bestrahlte Fläche anschließend quasi in ein Multi-Touch-Pad. Schaut euch mal die Demo an:


 
Momentan arbeiten die Techniker bei Microsoft noch daran, mithilfe des Systems auch die Darstellung von 3D-Objekten in Echtzeit und Augmented Reality zu erreichen. Wenn Microsoft es schafft, die Kamera-Projektor-Kombo auf eine akzeptables Maß in Preis und Größe (wie im obigen Bild zu sehen) zu schrumpfen, dann könnte die Ära von Eingabe-Peripheriegeräten schon bald vorüber sein. Profitieren dürften von dieser Entwicklung dann natürlich auch andere Unternehmen, spontan fällt mir da beispielsweise Citrix mit seinem „Nirvana-Phone“ ein. Außer einem Monitor im Bedarfsfall könnte dann auf Tastatur und Maus verzichtet werden.

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Solch ein System würde vielen Usern sicherlich auch besser gefallen, als die Eingabe über „Muskelbänder„, wie sie hier von einem Microsoft-Mitarbeiter vorgeführt werden: 

Ich frage mich, wie lange es wohl noch dauert, bis wir alle unsere Gadgets einfach über unsere Gedanken steuern können…

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.