Zurück zur Vernunft? HP überlegt, PC-Sparte zu behalten

Jürgen Vielmeier

HP will sich das mit dem Verkauf der PC-Sparte noch einmal überlegen, schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Man muss kein großer Fan des Unternehmens sein, um instinktiv zu fühlen, dass das die richtige Entscheidung wäre. Denn der Trend geht wieder hin zur hochpreisigen Hardware und das käme auch HP zu Gute: Weg vom leistungsschwachen Netbook, hin zum stärkeren und teureren Ultrabook, das höhere Margen verspricht. Und zusätzlich zu den eher billigen PCs sollen den Kunden künftig die recht teuren All-in-One-PCs angeboten werden

HP hat hier kürzlich eine neue Linie Omni und Touch Smart vorgestellt. Letztere sind All-in-One-PCs mit Touchscreen. Daneben hat HP bereits die leistungsstärkere Envy-Serie im Programm, erste Ultrabooks gemäß Intels Definition werden Anfang kommenden Jahres erwartet.

Entscheidung Ende Oktober?

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Auch Tablets wolle man künftig wieder anbieten, hieß es zuletzt. Das dürfte eine schwierigere Entscheidung für HP werden, weil der Preiskampf hier längst begonnen hat. Amazon hat mit seinem Kindle Fire ein technisch etwas abgeschwächtes, aber vor allem preisgünstiges Tablet vorgestellt. Hier dürften sich langfristig zwei Preisstufen etablieren, HP kann es sich aber angesichts des Kundenzuspruchs eigentlich nicht leisten, dem Tabletmarkt fern zu bleiben.

Der inzwischen gefeuerte Konzernchef Léo Apotheker wollte sich noch von der PC-Sparte trennen und hatte auch das Aus der WebOS-Hardware verkündet. Neue Analysen hätten jetzt gezeigt, dass es sich lohnt, die Sparte doch zu behalten, heißt es im WSJ-Artikel. Dies allein der neuen Chefin Meg Whitman gutzuschreiben, greift aber zu kurz: Heise weist zurecht darauf hin, dass sie bereits im Verwaltungsrat saß, als Apotheker noch Chef war, und nicht gegen dessen Pläne votiert hat.

Die Entscheidung über die Zukunft der PC-Sparte soll Ende Oktober fallen. Und vielleicht wissen wir dann auch endlich mal mehr, was dann eigentlich mit WebOS wird, dem untoten Betriebssystem, das zwar weiter entwickelt werden soll, aber derzeit auf keinen neuen Geräten installiert wird. Derweil hat der Konzern damit begonnen, wie angekündigt, 500 Mitarbeiter der WebOS-Sparte zu entlassen.

(Jürgen Vielmeier, Bild: HP)

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Werkstudent (m/w/d) Organisationsentwicklung ...
Diehl Aviation in Laupheim (Raum Ulm)
Praktikant Online-Marketing und Brand/Content...
Vodafone GmbH in Düsseldorf
Duales Studium Informatik (B.Sc.) am virtuell...
IU Internationale Hochschule in Bad Homburg vor der ...
Praktikant:in Content Marketing (m/w/d)
Effizienzpioniere GmbH in Stuttgart
Junior Online Marketing Manager (m/w/d)
CineStar Zentrale in Lübeck
Pflichtpraktikum (m/w/d) – Schwerpunkt Social...
Gottlieb Nestle GmbH in Dornstetten
Werkstudent:in Content Creator Social Media (...
Praxis für Ästhetik Dr. Lejla Bourgla in Hannover
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.