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„Blinkwashing“ per Webcam: US-Telko Virgin Mobile bewirbt neue Tarife mit interaktivem Eyetracking-Clip

Virgin Mobile USA
geschrieben von Tobias Gillen

Die Werbeindustrie lässt sich so einiges einfallen, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen. Was Virgin Mobile USA nun mit einem interaktiven YouTube-Video macht, stellt viele Ideen aber in den Schatten: Wegschauen gilt nicht, Augenblinzeln verändert die Szenerie.

Virgin Mobile USA

Eyetracking zu Werbezwecken

Es läuft ein Werbespot für Virgin Mobiles neuen Daten- und Handytarif. Ein Mann sitzt an einem Tisch, spricht davon, dass es nicht meine Schuld sei, wenn ich noch nicht gewechselt habe. Es sei die Schuld meines Gehirns. Plötzlich wechselt die Szenerie: Ein Affe ist zu sehen, dann eine Hausfrau. Alle sprechen zwar den gleichen Text, der Clip ist aber schon ziemlich absurd.

Das liegt nicht nur an den einzelnen Szenerien, sondern auch an der Art und Weise, wie zwischen ihnen gewechselt wird. Denn dem Clip geht etwas voraus: Nachdem man zum Einschalten der Webcam aufgefordert wurde, muss man zwei Mal in die Kamera blinzeln. Diese Geste wird über eine Eyetracking-Technology registriert und gespeichert. „To stay connected don’t look away“.

Lasst euch nicht blinkwashen!

Mit jedem Augenblinzeln wechselt anschließend der Inhalt des Clips. Das klappt erstaunlich gut und lässt einen tatsächlich kaum wegschauen. „Blinkwashing“ nennt Virgin Mobile USA das – eine Anlehnung an die gute alte Gehirnwäsche. Und auch sonst ist die Kampagne für den neuen Tarif vollends auf dieses Thema gelenkt: Auf der Website ist das Hashtag #Mindblown zu sehen, die ganze Kampagne heißt „Retrain Your Brain“.

Sie wird von der Agentur Mother NY verantwortet und findet im Blinkwashing-Clip ihren finalen Höhepunkt. Wer eine Webcam hat, kann sich das Konzept und die Eyetracking-Technologie hier anschauen und testen.

Bild: Screenshot


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

1 Kommentar

  • netter spass. aber wenn die damit wirklich leute erreichen wollen, sollten sie vielleicht die kompatibilität und leistung etwas verbessern. unter all den geräten die hier bei mir rum liegen funktioniert das ganze nur auf dem 5 jahre alten laptop, der dabei stark an seine leistungsgrenzen kommt. und auch da funktionierts nur mit google chrome.

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