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Big Bang in Japan: Nintendo lässt (endlich) Mobile Games entwickeln und enthüllt neue Plattform. Kündigt sich hier eine Games-Revolution an?

Nintendo DS (Bild: Nintendo)
geschrieben von Jürgen Kroder

Nintendo DS (Bild: Nintendo)

Die Renten sind sicher, es wird keine eine Mauer zwischen Ost- und West-Deutschland gebaut und Nintendo würde niemals Spiele für Smartphones und Tablets entwickeln: Was haben diese drei Aussagen gemeinsam? Sie wurden vom Lauf der Geschichte überholt. Letzteres sogar ganz aktuell. Denn heute gab Nintendo bekannt, dass man nun doch Spiele für die mobilen Konkurrenzplattformen herausbringen wird.

Das Gesicht bewahrt und dabei nach vorne marschiert

Wer ein Erbsenzähler ist, kann behaupten, dass Nintendo seine Prinzipien nicht über Bord geworfen hat. Die Führung von „Big N“ unterstrich stets, dass man keine Spiele für andere Plattformen programmieren werde und dass es auch keine Portierungen geben werde. Diese Aussagen stimmen immer noch.

Wie Nintendo verkündete, wird der japanische Mobile-Games-Gigant DeNA Spiele entwickeln, die auf Nintendo-IPs basieren. Und laut den aktuellen Aussagen, soll es auch keine Umsetzungen von bekannten Spielen auf Smartphone und Tablet geben. Stattdessen lautet das offizielle Statement so:

„To ensure the quality of game experience that consumers expect from this alliance of Nintendo and DeNA, only new original games optimized for smart device functionality will be created, rather than porting games created specifically for the Wii U home console or the Nintendo 3DS portable system“

Das heißt, Nintendo wird weiterhin seine Plattformen Wii U sowie 2DS/3DS mit Titeln versorgen, und DeNA kümmert sich um die neuen Mobilspiele mit den bekannten Nintendo-Charakteren. Um die intensive Partnerschaft zu unterstreichen, haben beide Unternehmen Aktienanteile ausgetauscht.

Online-Plattform sorgt für Vernetzung

Welche Art von Mobile-Games mit Nintendo-Anstrich DeNA veröffentlichen wird ist bislang genauso unbekannt, wie wann die ersten Spiele veröffentlicht werden sollen und auf welches Business-Modell man setzt. Ich vermute mal, mit der Öffnung in Richtung Smartphones und Tablets wird Nintendo sicherlich auch mit Free-2-Play experimentieren.

Oder man setzt auf eine Art Abo-Modell. Immerhin wurde heute auch bekannt gegeben, dass die beiden japanischen Firmen diesen Herbst einen Online-Service starten wollen, der auf Nintendo-Plattformen, „smart devices“ und auch auf dem PC funktionieren solle.

„NX“: Die neue Spielkonsole!?

Als ob diese Meldungen nicht schon genug gewesen wäre, hat Nintendo noch eine Katze aus dem Sack gelassen: Man arbeite an einer neuen Plattform, die derzeit den Arbeitstitel „NX“ trage. Was sich dahinter verbirgt? Keine Ahnung, dazu gab es keine Informationen. Nun kann die Gerüchteküche brodeln.

Während die einen sich nun sicher sind, „NX“ werde der Nachfolger der Wii U, gehen andere eher von einer weiteren Plattform aus. Letztere Spekulationen könnten dadurch unterstützt werden, dass Nintendo vor rund einem Jahr verkündete, man wolle 2015/2016 für Schwellenländer eine eigenes System herausbringen. Vielleicht steckt ja eine Billig-Konsole hinter „NX“? Vielleicht wird es eine Plattform für Apps und Streaming, die über den neuen Onlinedienst gefüttert wird?

Unterschätzt niemals Nintendo

Heute hat Nintendo mal wieder gezeigt, dass die Company immer wieder für Überraschungen gut ist. Und dass die Kritiker, die aufgrund der verheerenden Verkaufszahlen der Wii U auf eine Ausrichtung gen Apps drängten, nun ansatzweise Recht bekommen.

Wer weiß, was die neue Japan-Connection in den kommenden Monaten noch alles ankündigen wird? Vielleicht enthüllt man – wie schon mehrmals in der Geschichte von Nintendo – eine weitere Revolution in der Games-Geschichte? Verwundern würde es mich nicht. Denn schon lange gilt die Branchenweisheit: Never underestimate Nintendo!

Was denkt ihr, was hinter „NX“ und der ominösen Online-Plattform steckt?

Bild: Nintendo

 


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

3 Kommentare

  • Finde ich schön, dass auch dieses Thema hier aufgegriffen wird. Allerdings würde ich es noch besser finden, wenn ihr eure Artikel ab und zu mal Korrektur lest. ^^

    Überschrift: „Das Gesicht bewahrt und dabei noch vorne marschiert“
    Fließtext: „Immer wurde heute auch bekannt gegeben…“
    Auch das „Enthüllen“ der NX ist falsch. Enthüllt wurde gar keine Hardware, maximal angekündigt, dass man an etwas arbeitet.

    Nicht falsch verstehen, ich lese hier gern mit. Darum stört es mich auch, wenn die Textqualität leidet wie es auf erschreckend vielen anderen Plattformen bereits der Fall ist.

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