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Tik Tok: Was die App kann und wie sie Unternehmen nutzen

Philip Bolognesi
Das Social-Media-Netzwerk Tik Tok erfreut sich größter Beliebtheit bei jüngeren Usern. (Foto: Screenshot Google Play Store)

Eine der zurzeit am häufigsten heruntergeladenen Apps ist Tik Tok. Seit der Verschmelzung mit der Lipsync-App Musical.ly im August 2018 ist das soziale Netzwerk auf Wachstumskurs. Nun will das Unternehmen neben dem jungen Publikum auch Werber und Unternehmen ansprechen. Eine Analyse.

Beliebt ist Tik Tok, das in China als Douyin bekannt ist und dem Start-up-Unternehmen Bytedance gehört, besonders beim jungen Publikum. Aktuell wächst die Anzahl der Mitglieder stetig an.

In Deutschland gibt es bereits vier Millionen Nutzer, wie Tik Tok in einer eigenen Broschüre angibt. Die weltweite Nutzeranzahl beläuft sich laut eigenen Aussagen auf 800 Millionen. Damit reiht sich das Netzwerk nur kurz hinter Instagram ein.

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Die Zielgruppe von Tik Tok

Tik Tok ist ein soziales Netzwerk, das man am ehesten mit Instagram vergleichen kann. Doch statt Bilder laden hier die meist jungen Nutzer selbstgedrehte Videos hoch, die mit Musik untermalt sind.

Mit zahlreichen Effekten können die User ihre eigenen Videos anschließend in der App bearbeiten. Möchte der Nutzer eine bestimmte Zielgruppe erreichen, fügt er die entsprechenden Hashtags zu, die den Interessen der Zielgruppe entsprechen.

Ursprünglich wurde die App für 13-jährige Jugendliche entwickelt. Inzwischen finden auch jüngere Kinder an der App mit Playback-Funktion Gefallen. Früher tanzten die User zu ihren Liedern und sangen synchron mit.

Formate und Features

Nach der Übernahme von und dem Zusammenschluss mit Musical.ly ist es möglich, Videos mit einer Länge von bis zu fünf Minuten zu erstellen. Ursprünglich lag das Limit bei fünf Sekunden.

Ebenso fügten die Entwickler weitere Kategorien wie Sport, Reisen und Beauty hinzu und bauten die Bandbreite der Formate aus: Comedy-Clips, Memes sowie Mini-Tutorials und Pranks (Streiche) sind nun auch abrufbar. Das erhöhte die Nutzungsdauer der User merklich.

Werbung und In-App-Käufe

Der Download der App ist kostenfrei. Doch innerhalb der App können die Nutzer Käufe tätigen. Auch Spenden sind möglich: Wollen die jungen Nutzer eines ihrer Idole unterstützen, können sie ihm in Live-Streams Geld schenken.

Wie es aussieht, bedient Tik Tok eine Nische und punktet mit recht ungewöhnlichen Features, die andere Social-Media-Kanäle (noch) nicht aufweisen. Dank der imposanten Nutzerzahlen – in China gibt es nach eigenen Angaben 500 Millionen monatliche Nutzer – will Tik Tok nun durch Werbung Umsatz generieren.

Wie das internationale Online-Magazin Digiday berichtete, sind etliche Testkampagnen mit Werbeeinblendungen Nutzern in Großbritannien und in den USA bereits begegnet.

Für Marketer könnte die Plattform dank des hohen Engagements interessant werden – vorausgesetzt sie schaffen es, mit kreativen Inhalten ihre Zielgruppe emotional anzusprechen. Diese ist nur selten älter als 20 Jahre.

Wichtig ist es hier, auf extrem kurzlebige Trends schnell zu reagieren und abwechslungsreiche Spots zu kreieren. Auch die Zusammenarbeit mit bekannten Tik-Tok-Influcencern könnte Früchte tragen.

Tik Tok als Recruiting-Tool

Und sogar für das Recruiting kann das Social-Media-Netzwerk durchaus zum Einsatz kommen. Vor allem Schüler lassen sich dort für eine potenzielle Ausbildungsstelle gezielt ansprechen.

Unter dem Hashtag „#lovemyjob“ haben bereits etliche Marken und Angestellte Videos hochgeladen, um spannende Einblicke in den Arbeitsalltag zu geben und so Interessenten zu animieren, sich zu bewerben.

Fazit

Ist Tik Tok also ein Must-have für Unternehmen? Diese Frage lässt sich nicht ohne weiteres beantworten. Eher ist es ratsam, dieses Netzwerk im Auge zu behalten und sich zumindest dort umzusehen – besonders wenn Unternehmen auf eine recht junge Zielgruppe schielen und Mitarbeiter suchen.

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Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.