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Google Play Pass vs. Apple Arcade: Welcher Gaming-Dienst ist besser?

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Der Google Play Pass verfügt mit 350 Spielen schon über ein deutlich breiteres Angebot als Apple Arcade. (Foto: Screenshot / Google)
geschrieben von Vivien Stellmach

Apple hat seinen Gaming-Dienst Apple Arcade gestartet – und Google zieht nach. Der Google Play Pass gibt dir Zugang zu rund 350 Spielen. Doch das ist nicht der einzige Unterschied. Wir sehen uns an, welches Abonnement im direkten Vergleich besser abschneidet.

Der Google Play Pass ist ähnlich aufgebaut wie Apple Arcade. Allerdings ist er erstmal nur in den USA verfügbar. Demnächst soll das App-Abonnement laut offiziellem Blog-Post auch in anderen Ländern ausgerollt werden. Wann das sein wird, ist bislang nicht bekannt.

Wir wissen also noch nicht, wann wir den neuen Google-Dienst in Deutschland abschließen können. Nichtsdestotrotz möchten wir es dir aber schon einmal genauer vorstellen und uns ansehen, ob der Google Play Pass vielleicht sogar die bessere Alternative zu Apples Angebot darstellen kann.


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Google Play Pass: 350 Spiele und weitere Apps

Zunächst einmal läuft der Google Play Pass auf Smartphones, Tablets und Laptops mit mindestens Android 4.4 und Play Store 16.6.25.

Er bietet gleich zum Start rund 350 Spiele und weitere Anwendungen ohne Werbung und In-App-Käufe – Google beschränkt sich also nicht nur auf Games und bietet zudem insgesamt mehr als dreimal so viele Inhalte wie Apple Arcade.

Das Abonnement kostet fünf US-Dollar im Monat und damit genauso viel wie Apples Angebot. Und wir können ihn ebenfalls mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern teilen. Auf den ersten Blick hat Google beim Preis-Leistungs-Verhältnis also die Nase vorne.

Die kostenlose Testphase ist mit zehn Tagen allerdings deutlich kürzer als bei Apple. Jedoch ist der Google Play Pass gerade auch zum Startpreis von nur zwei US-Dollar im Monat erhältlich, wenn man sich ein ganzes Jahr an ihn bindet.

Eine Mindestlaufzeit gibt es bei beiden Modellen nicht. Wir können den Play Pass monatlich kündigen.

Google Play Pass: App-Flatrate für Gamer

Sehen wir uns Googles Strategie einmal genauer an: Apple Arcade hält vor allem exklusive Spiele bereit, die wir ausschließlich auf Apple-Geräten spielen können. Der Play Pass ist aber wie gesagt mehr als nur ein Abonnement für Games. Man kann das Konzept vielmehr als Flatrate für ausgewählte Apps bezeichnen.

Laut Google erhalten Nutzer nämlich Zugriff auf „hunderte Premium-Apps und Spiele“, für die man normalerweise im Google Play Store bezahlen muss. Im Play Store sollen wir bald neben jeder App, die im Play Pass enthalten ist, ein mehrfarbiges Symbol sehen.

Es gibt zum Beispiel die beiden Spiele „Limbo“ und „Monument Valley 2“, die beide regulär für etwas mehr als fünf Euro erhältlich sind.

Wer eines der beiden Games beispielsweise schon auf seinem Smartphone installiert hat und nun den Google Play Pass erwirbt, bekommt laut Google Zugriff auf alle darin verfügbaren kostenpflichtigen Inhalte.

Auch die in der jeweiligen App enthaltene Werbung endet dann. Nur sein Geld zurück erhält man für eine im Play Pass enthaltene App nicht.

Ergänzend dazu enthält das Abonnement eben auch andere Anwendungen wie die Musiker-App „Tunable“, die Foto-Bearbeitungs-App „Photo Studio Pro“ und die Wetter-App „Accu Weather“. Einzeln muss man für alle von ihnen im Google Play Store bezahlen.

Alte Klassiker statt exklusive Spiele

Auch bei der Spiele-Auswahl macht Google einiges anders als Apple. Der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View bietet vor allem Klassiker an. Apple hingegen hat für seinen Arcade-Dienst extra Spiele entwickeln lassen.

Im Play Pass sind neben dem Indie-Hit „Limbo“ beispielsweise auch das beliebte Action-Rollenspiel „Titan Quest“ und das Star-Wars-Rollenspiel „Knights of the Old Republic“ enthalten, die bislang allesamt für den PC optimiert waren – und die wir nun eben auch auf dem Smartphone oder Tablet spielen können.

Ein Highlight dürfte auch das preisgekrönte Spiel „This War of Mine“ sein. Das Game zeigt einen virtuellen Bürgerkrieg einzig aus der Opfer-Perspektive. Spieler müssen darin in einem Kriegsgebiet das Überleben von Zivilisten sichern.

Die Gaming-Seite Gamestar schreibt, dass das Spiel laut Designer Pawel Miechhowski eine „unangenehme Erfahrung“ sein soll, „die es wert ist, erlebt zu werden.“

Der Google Play Pass bietet mehr Auswahl

Pauschal kann man natürlich nicht beantworten, ob der Google Play Pass besser oder schlechter als Apple Arcade ist. Es kommt wie immer auf die eigenen Vorlieben an.

Wer sich von den neuen Gaming-Diensten vor allem exklusiven Spielspaß auf dem Smartphone und Tablet verspricht, dürfte mit Apples Variante besser beraten sein. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man ein iPhone oder anderes Apple-Gerät besitzt.

Steht man mehr auf Computer-Spiele und möchte darüber hinaus auch von anderen kostenpflichtigen Nicht-Gaming-Apps profitieren, sollte man sich lieber für den Google Play Pass entscheiden – wenn er dann bald auch hierzulande verfügbar ist.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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