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Aufgaben, Fähigkeiten, Alltag: Was macht eigentlich ein CTO?

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geschrieben von Christian Erxleben

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Daniel Keller und der Beruf des Chief Technology Officer (CTO).

Der Start in den Tag als Chief Technology Officer

Daniel, du arbeitest als Chief Technology Officer (CTO) bei Visable. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.

Das T in CTO steht für „Technology“ und leitet sich aus software- und technologiegetriebenen Unternehmen in den USA ab. Daher gibt es den CTO primär in diesen Unternehmen.


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Als solcher bin ich dafür verantwortlich, unsere Kernprodukte, darunter unsere Online-Plattformen und eine App, zu betreiben und weiterzuentwickeln. Das Aufgabenspektrum dabei ist sehr breit: Der CTO muss eine skalierbare und zuverlässige Software-Architektur sicherstellen oder komplexe IT-Projekte koordinieren.

Weiterhin geht es darum, durch Technologie Mehrwert für das Kerngeschäft zu generieren. Entsprechend fungiert der CTO als Schnittstelle zwischen Technologie, Produkt und der Business-Seite.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Beruf aus?

Tatsächlich verbringe ich den Tag größtenteils in Meetings mit meinen Führungsteam, dem Management-Team, mit Lieferanten und manchmal auch mit unseren Investoren.

Dabei haben diese Termine sehr unterschiedliche Zielsetzungen, die von der Strategieentwicklung und Management-Entscheidungen hin zu Team-Updates und übergeordneten administrativen Aufgaben reichen.

Und womit startest du in den Tag?

Idealerweise spreche ich mit unseren Mitarbeitern, die ich in der Kaffeeküche am Morgen treffe. Leider ist das durch die Corona-Krise und dem damit verbundenen Homeoffice sehr viel weniger geworden.

Aber auch in Pandemiezeiten starte ich dann mit einem Latte Macchiato, checke unsere KPI Boards zum Traffic und anderen Kennzahlen und werfe einen Blick auf unsere OKRs (Objectives and Key Results) – also unsere internen Ziele. Dann fange ich an, meinen Tag zu planen und vorzubereiten.

Daniel Keller, Visable, Chief Technology Officer (CTO)

Daniel Keller, Chief Technology Officer (CTO) bei Visable.

Die Aufgaben als Chief Technology Officer

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Ich strukturiere die Aufgaben eines CTO oft in die 3 P’s:

Prozesse – Hierzu zählt mitunter, die agile Software-Entwicklung zu steuern, um erfolgreiche Produkte und Plattformen zu entwickeln und interne Systeme zum Beispiel für Marketing oder Sales-Prozesse bereitzustellen.

Genauso muss ich effiziente Daten-und Content-Prozesse gewährleisten, damit das Unternehmen datengetrieben und analytisch (Stichwort „Business Intelligence“) arbeiten kann.

Produkt – Hierunter fällt, technologisch skalierbare Produkte zu managen. Das reicht von ihrer inkrementellen Weiterentwicklung bis hin zu Kreativprozessen, um mit Product Discovery oder Design Thinking neue erfolgreiche Produkte zu kreieren.

People – Um schlussendlich das alles erfolgreich zu tun, muss man in der Lage sein, die richtigen Talente zu finden, sie zu hochproduktiven Teams zusammenzustellen und diese mit einer spannenden Vision zu motivieren.

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Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Chief Technology Officer (CTO) persönlich?

Als CTO geht es darum, durch Technologie Mehrwert für die Nutzer und Kunden zu schaffen und somit schlussendlich auch für das Unternehmen.

Spaß und Dankbarkeit in deinem Beruf

Selbstverständlich wird die Rolle eines Chief Technology Officer (CTO) in jedem Unternehmen unterschiedlich ausgelegt. Welche Perspektiven kommen bei dir zu kurz, die grundsätzlich zum Berufsbild gehören?

Zu Beginn meiner Karriere habe ich bei BMW Software für die Produktion in den Werken eingeführt. Dort hatte man trotz digitaler Lösungen doch einen starken Bezug zur Wertschöpfung und zum physischen Produkt.

Bei fast allen Software-Plattformen, die ich aufgebaut habe oder für die ich danach verantwortlich war, fehlte mir dieser direkte Bezug zum anfassbaren Endergebnis, obwohl man oft Millionen von Nutzern parallel bedient.

Früher hatte man dann zumindest noch die Server im Rechenzentrum mit ihren vielen blinkenden LEDs, heute im Cloud-Zeitalter ist aber auch dies weggefallen.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Zum einen, wenn man die Ergebnisse und Fortschritte der Teams sieht, die eng zusammenarbeiten und sehr komplexe Software-Plattformen zu einem erfolgreichen Produkt ausbauen.

Zum anderen, wenn man ein Produkt kreieren kann, das von einer sehr großen Zahl von Anwendern genutzt wird und ein konkretes Problem für sie löst.


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Und wie wird man jetzt ein Chief Technology Officer (CTO)?

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Das war bei mir dann doch eher der klassische Weg. Ich habe ursprünglich mal mit einem Informatikdiplom gestartet, dann später noch einen Executive MBA in General Management absolviert, sehr viel Erfahrung gesammelt und ständig weitergelernt.

Das ist in diesem Beruf absolut essenziell, da sich der Technologiebereich mit sehr hoher Geschwindigkeit weiterentwickelt und verändert.

Vielen Dank, Daniel!

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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